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Personalberatung – Brancheninformationen

Bei der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften kommen Personalberatungen zum Einsatz. Personalberater begleiten ein Unternehmen bei Suchprozessen. Sie gestalten Maßnahmen, um Bewerber zu beurteilen und führen sie durch. Sie beraten zu Personalentwicklung, Vergütung und Personalmarketing. Außerdem steht eine Personalberatung bei Fragen der Organisation, Strategie und Konzeption der Personalarbeit unterstützend zur Seite.

Die Branche Personalberatung entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie erwies sich aufgrund der schnell fortschreitenden Industrialisierung als notwendig. Seitdem wächst die Branche stetig. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) erwirtschaftete die Branche 2012 einen Umsatz von 1,55 Milliarden Euro. Gegenüber der Beratungsmandate 2011 steigerte sich die Zahl 2012 um 2.200 auf 51.000. 2012 arbeiteten 5.700 Personalberater in 2.000 Unternehmen in der Branche. Rund 11.000 Mitarbeiter beschäftigte die Branche 2012 in Deutschland.

Vorteile der Inanspruchnahme einer Personalberatung

Unternehmen profitieren von einer Personalberatung, da der Personalberater umfassende Kenntnisse über die aktuelle Arbeitsmarktlage mitbringt. Er verfügt darüber hinaus über einen entsprechenden akademischen Abschluss oder eine Weiterbildung. Das Unternehmen spart durch das Beauftragen eines Personalberaters wichtige Ressourcen. Diese nutzt es zu seinem Vorteil. Ein Personalberater weist außerdem die wichtigen Eigenschaften Neutralität und Diskretion vor. So steht der Imageschutz der Firmen im Vordergrund. Des Weiteren fokussiert sich der Personalberater auf bestimmte Fachgebiete. Häufig lag das frühere Tätigkeitsfeld eines Personalberaters in diesem Bereich. Dadurch kommt es zu einer hohen Übereinstimmung von Kompetenzen und Qualitäten des Kandidaten mit dem erstellen Profil des Unternehmens. Präzises Vorgehen reduziert die Zahl der Einstellungs-Gespräche und den damit verbundenen Zeitaufwand.

Aufgaben in der Personalberatung

Am Anfang eines Mandats zum Rekrutieren von Personal kommt es zu einem Gespräch zwischen Unternehmen und Personalberater. Darin geht es um die erforderliche Qualifikation und persönliche Kompetenz eines neuen Stelleninhabers. Personalberater nennen diesen Vorgang Profiling. Das erstellte Profil erlaubt es dem Personalberater, das Stellenangebot zu veröffentlichen und geeignete Kandidaten direkt anzusprechen. Häufig greifen Personalberatungen auf einen Bestand an potenziellen Kandidaten zurück, die sie zu den Bewerbern hinzufügen. Branchenorientierte Personalberatungen setzen auf die Direct Search, wobei sie Kandidaten aus anderen Unternehmen ansprechen. Unter bestimmten Voraussetzungen erachtet der Gesetzgeber die Direktansprache als wettbewerbsrechtlich zulässig.

In weiteren Schritten führt der Personalberater verschiedene psychologische Testverfahren durch, die die Eignung des Bewerbers zeigen. Ein Instrument stellt die Kompetenz- und Potenzialanalyse dar. Sie legt die Stärken und Schwächen des Kandidaten für den Einsatzbereich offen. In zunehmendem Maße überprüfen Personalberater auch Zeugnisse und Referenzen bei vorhergehenden Arbeitgebern.

Berufe in der Personalberatung

Als freiem Beruf obliegt dem Beruf des Personalberaters keine Zugangsvoraussetzung. Es steht jedem Menschen frei, ihn auszuüben. Im besten Fall jedoch absolviert ein zukünftiger Personalberater ein Hochschulstudium im wirtschaftlichen, psychologischen, juristischen oder geisteswissenschaftlichen Bereich. Daneben zeichnen einen guten Personalberater die Eigenschaften Menschenkenntnis, Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, vernetztes Denken und schnelle Auffassungsgabe aus.

Zu den Tätigkeiten eines Personalberaters gehören:

➤ das Akquirieren von Mandaten,

➤ das Erstellen eines Anforderungsprofils (Profiling),

➤ das Formulieren einer Anzeige oder Direktansprache,

➤ das Screening der eingegangenen Bewerbungs-Unterlagen,

➤ das Entscheiden, welche Kandidaten er zum Bewerbungsgespräch einlädt,

➤ das Durchführen des Bewerbungsgesprächs,

➤ das Erstellen eines Eignungsberichts für den Klienten,

➤ die Präsentation der Kandidaten, für die sich der Klient entscheidet,

➤ das Beraten des Klienten bei seiner letzten Entscheidung.

Unterschreibt ein Kandidat am Ende den Arbeitsvertrag, betrachtet der Personalberater sein Mandat als abgeschlossen. Über seine beratende Tätigkeit beim Einstellungs-Verfahren beurteilt, fördert und testet der Personalberater den Personalbestand. Er berät weiterhin über eine mögliche Nachfolge für Fach- und Führungspositionen und über eine weitere Karriere.

Perspektiven und Gehalt in der Personalberatung

Ein Personalberater befindet sich entweder in einem Angestelltenverhältnis oder in Selbstständigkeit. Sein Honorar orientiert zu einem Großteil an dem Einkommen der zu besetzenden Position. Aufgrund eines steigenden und unterschiedlichen Zeitaufwands berechnen Personalberater diesen zunehmend mit ein. 2012 rechneten die großen Dienstleistungs-Unternehmen über die Hälfte der Mandate nach einer Kombination aus Zieleinkommen und Aufwand der Suche ab. Durchschnittlich lag ein Honorar bei etwa 26 Prozent des Zieleinkommens des gesuchten Kandidaten. Dabei schneiden die großen Personalberatungen mit einem Jahresumsatz von drei Millionen Euro besser ab als die kleineren mit unter 500.000 Euro.

Die Höhe des Gehalts eines Personalberaters berechnet sich also nach der Qualität der Mandate, die er erhält. Alter und Erfahrung stellen dabei unverzichtbare Faktoren dar. Ein Personalberater in einer Unternehmensberatung von familiärer Größe verdient im Monat 7.000 Euro. Im Jahr kommt er auf 84.000 Euro, dank seiner 15 Jahre Berufserfahrung. In einem Unternehmen mittlerer Größe erhält ein Personalberater mit gut zehn Jahren im Beruf ein Monatsgehalt von knapp 1.700 Euro. Sein Jahresgehalt beträgt 20.000 Euro. Eine andere Untersuchung ergab: In einer kleineren Personalberatung kommt ein Berater mit zehn Jahren Berufserfahrung auf mehr als 4.000 Euro im Monat. Jährlich verdient er knapp 50.000 Euro. Personalberater erhalten Beträge durch alle Gehaltsstufen hindurch. Mit guten Aufträgen in einem erfolgreichen Unternehmen etablieren sie sich im oberen Verdienstspektrum.

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