News
Hier finden Sie von Markttrends, Experteninterviews bis hin zu Studien alles rund um die Themen Gehalt, Ausbildung und Beruf.
Zur Newsübersicht

Der durchschnittliche Lebensverdienst nach Bildung – Statistik

(0)
Danke für Ihre Bewertung!
Kategorie: Ausbildung & Berufseinstieg
20.02.2014

Bildung ist ausschlaggebend für den Verdienst und das Lebensentgelt. So verdienen Hochschulabsolventen im Durchschnitt das 2,7-Fache von dem, was ohne Berufsabschluss verdient werden kann. Gehalt im LebenDer Lebensverdienst eines Arbeitnehmers mit Berufsausbildung liegt um rund eine Viertel Millionen Euro höher, als der Lebensverdienst eines Arbeitnehmers ohne Abitur und ohne Ausbildung. Bei den Jahresgehältern am Anfang des Arbeitslebens gibt es zwar keine großen Unterschiede zwischen dem Bildungsniveau. Doch im Laufe der Jahre klafft die Gehaltsschere weiter auseinander und dann macht sich Bildung bezahlt.

Ist Bildung unschlagbar?

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wollte genauer wissen, ob berufliche Bildung unschlagbar ist – so ein Leitspruch der Bundesministerien für Bildung und Forschung. Das IAB verglich die durchschnittlichen Brutto-Lebensverdienste folgender Gruppen:

➤ Weder Berufsausbildung noch Abitur

➤ Berufsausbildung, aber kein Abitur

➤ Abitur ohne oder mit Berufsausbildung

➤ Fachhochschulabsolventen

➤ Absolventen einer Hochschule

Durch diese Vergleiche wurde sehr deutlich, dass Bildung tatsächlich im Berufsleben unschlagbar ist. Der durchschnittliche Lebensverdienst liegt bei 1.083.000 Euro ohne Berufsausbildung und bei 1.325.000 Euro mit Berufsausbildung. Abiturienten verdienen während ihres gesamten Erwerbslebens im Durchschnitt 1.561.000 Euro. Das Lebensentgelt von Fachhochschulabsolventen liegt bei rund 2.002.000 Euro. Den höchsten Lebensverdienst erhalten Absolventen einer Hochschule mit durchschnittlich 2.320.000 Euro.

Jahresgehalt steigt im Laufe des Berufslebens je nach Bildungsgrad unterschiedlich an Davon ausgehend, dass bis zum 65. Lebensjahr in Vollzeit gearbeitet wird, macht sich Bildung im Laufe der Berufsjahre am Gehalt bemerkbar. Zum Beispiel verdienen Beschäftigte mit oder ohne Ausbildung zu Beginn des Erwerbslebens fast gleich viel. Doch bereits im Alter von zwanzig Jahren zeigt sich, dass Bildung sinnvoll ist: Beschäftige ohne Ausbildung verdienen jährlich rund 4 000 Euro weniger, als die Personen mit Ausbildung. In den folgenden Erwerbsjahren klafft die Gehaltsschere noch weiter auseinander, bis sie sich zum Ende der Erwerbskarriere wieder angleicht.

Die Einstiegsgehälter von Beschäftigen ohne Abitur sind ähnlich denen von Hochschul- oder Fachhochschulabsolventen und Abiturienten. Je höher die Bildung, desto mehr wird im Laufe des Berufslebens verdient und die Steigerungsrate bis zum vierzigsten Lebensjahr ist für besser Gebildete wesentlich höher. 40-jährige Absolventen einer Hochschule verdienen ungefähr das 2,7-Fache im Vergleich zu den Beschäftigen ohne Abitur und ohne Ausbildung.

Während sich die Gehaltsschere in der zweiten Häfte des Berufslebens zwischen den einzelnen Gruppen wieder angleicht, verdienen Akademiker immer noch wesentlich mehr als Nicht-Akademiker.

Betrachtungsweise von Bildungsprämien nach Region und Geschlecht

Vergleicht man die durchschnittlichen Gehälter nach Bildung und Geschlecht zeigt sich, dass Männer ohne Ausbildung etwa 259 000 Euro weniger verdienen, als die Männer mit Ausbildung. Bei den Frauen macht die Bildungsprämie rund 177 000 Euro aus.
Die Differenz der Geschlechter wird mit steigendem Bildungsniveau größer: Für Frauen ist ein Hochschulabschluss etwa 829 000 Euro wert, für Männer 1.398.000 Euro. Die Bildungsprämie ist somit in dieser Bildungsgruppe bei Frauen zirka 1,7-mal niedriger als bei Männern. Diese enorme Differenz ist damit zu erklären, dass Männer immer noch mehr verdienen als Frauen. Im Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland ist die Bildungsprämie im Westen höher als im Osten. In Westdeutschland ist eine Berufsausbildung rund 319 000 Euro wert, während die Bildungsprämie in Ostdeutschland bei rund 55 000 Euro liegt. Auch regional betrachtet zeigen sich Unterschiede je nach Bildungsniveau.In Ostdeutschland beträgt die Bildungsprämie für einen Absolventen der Hochschule 805 000 Euro und in Westdeutschland zirke 1 413 000 Euro.

Bildung zahlt sich aus

Auch wenn sich diese Berechnungen auf synthetische Kohorte beziehen und somit keine genaue Prognose darstellen, kann dennoch mit Recht behauptet werden, dass sich Bildung auf jeden Fall auszahlt. Zudem sind Menschen mit höherer Bildung weniger von Arbeitslosigkeit betroffen, als Personen mit niedrigem Bildungsstand. Ebenso müssen Personen mit hohem Bildungsniveau seltener unfreiwillig in Teilzeit arbeiten.

(0)
Danke für Ihre Bewertung!
Zur Newsübersicht
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen