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Der erste Arbeitsvertrag – Was ist wichtig?

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Kategorie: Ausbildung & Berufseinstieg
20.03.2017
©GEHALT.de

Für viele junge Arbeitnehmer bedeutet das erste richtige Gehalt einen Schritt in Richtung Freiheit und Unabhängigkeit von den Eltern. Dazu bedarf es jedoch vorab eines Arbeitsvertrags, dem beide Seiten zustimmen müssen. Da junge Arbeitnehmer meist wenig Erfahrung haben, wissen sie nicht, worauf beim Prüfen des Arbeitsvertrages zu achten ist. Daher hat der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. nun ein kostenloses E-Book erstellt, welches junge Arbeitnehmer bei der Wahl des richtigen Arbeitgebers und dem Prüfen von Arbeitsverträgen helfen soll.

Zunächst sollten die Inhalte eines Arbeitsvertrages geprüft werden. Dabei kann eine Checkliste helfen, auf der alle wichtigen Punkte zusammengefasst sind. Unter anderem zählen dazu die Arbeitsinhalte und Tätigkeitsbereiche. Diese müssen vom Arbeitgeber im Arbeitsvertrag definiert sein. Allerdings werden diesbezüglich oft sehr allgemeine Aussagen getroffen, um spätere Tätigkeiten im Unternehmen nicht zu sehr einzuschränken.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Arbeitszeit. Diese orientiert sich an den Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes und darf pro Tag nicht mehr als acht Stunden betragen. In Ausnahmefällen kann die Arbeitszeit auf zehn Stunden ausgeweitet werden, insofern der Schnitt innerhalb von sechs Wochen die acht Stunden nicht überschreitet. In einigen Bereichen, z. B. bei Berufskraftfahrern, die sich an Lenk- und Ruhezeiten halten müssen, gelten Ausnahmen. Auch Regelungen zu Krankheitsfällen sollten genau geprüft werden. Erkrankt ein Mitarbeiter, muss er dies am ersten Tag der Erkrankung im Unternehmen melden. Dauert die Erkrankung länger als drei Tage, ist eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Aber Vorsicht: Einige Arbeitsverträge verpflichten den Arbeitnehmer jedoch, diese schon am ersten Krankheitstag abzugeben.

Vor allem junge Arbeitnehmer stellen sich oft die Frage, in welcher Form ein Arbeitsvertrag geschlossen werden muss und ob sie Anspruch auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag haben. Grundsätzlich bedarf ein Arbeitsvertrag nicht der Schriftform. Im Streitfall kann dieser allerdings als Beweismittel gelten, weshalb es ratsam ist, die genauen Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses schriftlich in einem Vertrag festzuhalten. Das Nachweisgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, wenigstens die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich zu fixieren und dem Arbeitnehmer auszuhändigen.

Auf dem Weg ins Berufsleben erhält nicht jeder Absolvent direkt eine Vollzeitbeschäftigung. Oft müssen vorab Praktika oder andere Ausbildungsarten absolviert werden. Dazu gehört:

  • Das Praktikum: Dies lässt sich in zwei verschiedene Arten unterteilen – das Pflichtpraktikum, welches meist im Zuge eines Studiums absolviert wird und das freiwillige Praktikum. Abhängig von der Branche und vom Arbeitgeber gibt es für Praktikanten eine finanzielle Aufwandsentschädigung. Besonders längere Praktika, z. B. über ein halbes Jahr, sollten fairerweise vergütet werden.
  • Das Volontariat: In einigen Bereichen, wie dem Journalismus oder im Verlagswesen, ist ein Volontariat fester Bestandteil der Ausbildung. Dieses wird in der Regel deutlich besser als ein Praktikum bezahlt, aber, da man sich noch in der Ausbildung befindet, auch noch nicht mit einem vollen Gehalt entlohnt. In anderen Bereichen, in welchen Volontäre eher Freiwilligenarbeit verrichten, gibt es zumeist kein Geld.
  • Die Ausbildung: Zur Ausübung bestimmter Berufe ist eine Ausbildung vonnöten. Diese dauert meist zwei bis drei Jahre und vermittelt sowohl praktische als auch theoretische Fähigkeiten. In dieser Zeit erhalten die Azubis ein Ausbildungsgehalt –offiziell Ausbildungsvergütung genannt.
  • Das Trainee-Programm: Innerhalb eines klassischen Traineeships werden Hochschulabsolventen zu angehenden Fach- bzw. Führungskräften ausgebildet. In der Regel dauert das Trainee-Programm ein bis zwei Jahre. In dieser Zeit durchläuft der Absolvent verschiedene Abteilungen, um die Unternehmensstruktur kennenzulernen. Zusätzlich existieren z. B. in der PR- oder Werbebranche auch Trainee-Programme, die eher einem Volontariat entsprechen.

Weitere und ausführlichere Informationen zum Thema „erster Arbeitsvertrag“ finden Sie im eingangs erwähnten gratis E-Book des Berufsverbands der Rechtsjournalisten e.V..

 

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