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Gehälter in der Onlinebranche – damit können Beschäftigte rechnen

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Kategorie: Branchen & Verdienstmöglichkeiten
09.05.2017
©GEHALT.de

Aktuell findet die re:publica in Berlin statt. Hier tauschen sich Köpfe und Macher der Onlinebranche über die digitale Gesellschaft und die zukünftigen Trends auf dem Markt aus. Insbesondere für Blogger und Social Media Experten sind die Tage besonders spannend.

Wir haben die Konferenz als Anlass genommen und 1.939 Gehaltsdaten von Beschäftigten der Onlinebranche analysiert und in ein Ranking zusammengefasst. Untersucht haben wir hierfür die Berufe IT-Softwareentwicker im Backend, Sales Manager, Online Marketing Manager, SEO Manager, Social Media Manager, Content Manager und Grafiker. Wir möchten Ihnen die einzelnen Berufe, ihre Aufgaben sowie die Gehaltsstruktur, im Folgenden kurz vorstellen.

Eine Übersicht der Gehälter in der Onlinebranche gibt es hier:

Gehälter in der Onlinebranche 2017

Softwareentwicklung im Backend sind Spitzenverdiener

Der Fachkräftemangel an Informatikern wirkt sich auch in der Onlinebranche positiv auf das Gehalt aus. Sie sind die Spitzenverdiener und erhalten jährlich ein Einkommen im Median von rund 48.433 Euro. Insbesondere in der Onlinebranche, in welcher der Verkauf von Onlinetools oder Softwarelösungen im Fokus steht, bewegt sich ohne die IT-Profis nicht viel. Auch die Programmierung wie beispielsweise eines Online-Shops zählt zu den Aufgaben der Informatiker.

IT-Experten im Backend entwickeln und optimieren eine Software oder eine Webanwendung. Viele Informatiker schließen vor dem Berufseinstieg ein Hochschulstudium ab. Aufgrund des Fachkräftemangels muss es aber gar nicht immer ein Studium sein. Immer mehr Informatiker starten direkt nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung in den Job. Wer eine Führungsposition anstrebt, hat mit einem Hochschulstudium jedoch bessere Chancen.

 

Online Marketing Manager

Online Marketing Manager sind für sämtliche Maßnahmen der Onlinewerbung verantwortlich und konzipieren verschiedene digitale Kampagnen. Sie analysieren den Markt und zukünftige Trends, um ihre Werbekampagnen erfolgreich auszuspielen.

Das Online Marketing ist ein sehr breites Feld, was die Aufgaben des Online Marketing Managers umso vielfältiger macht. Die Aufgaben reichen von der Betreuung des Online-Auftritts eines Unternehmens über erstellte Bannerwerbung oder E-Mail-Marketing. Zu den zum Online Marketing zugehörigen Bereichen zählen zum Beispiel:

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • E-Mail-Marketing
  • Social Media Marketing
  • Content Marketing
  • Performance Marketing (SEA, SEM)

Das Gehalt des Online Marketing Manager liegt im Median bei rund 41.260 Euro im Jahr.

Mittlerweile gibt es spezielle Studiengänge, in denen Studenten Strategien und Handwerkszeug aus dem Online Marketing kennenlernen. Bisher wurden die Inhalte entweder in einem klassischen Marketingstudiengang oder in einer kaufmännischen Ausbildung in der Marketingkommunikation vermittelt. Viele Online Marketing Manager haben sich ihr Fachwissen privat, zum Beispiel über Blogs, angeeignet und dieses im Berufsleben dann professionalisiert.

Sales Manager

Eine Software oder eine Onlineanwendung soll gekauft werden. Für die Vermarktung reicht das Marketingteam, für den konkreten Verkauf braucht das Unternehmen Vertriebler. Laut Auswertung erhalten sie ein Jahresgehalt, das sich im Median bei 38.735 Euro einpendelt. In der Regel erhalten Vertriebsmitarbeiter in Abhängigkeit zum erfolgreichen Verkauf jedoch zusätzlich Provisionen und Bonuszahlungen.

Sales Manager müssen ihr Verhandlungsgeschick stetig neu ausloten und flexibel auf ihr Gegenüber reagieren, um das Produkt beim potenziellen Kunden ideal zu verkaufen. Hier sind also Menschenkenntnis und Kommunikationsstärke gefragt. Sie erstellen Angebote und sind gleichzeitig Verkäufer und Berater. Daher sollten sie bestens über das Produkt sowie den Anwendungsbereich informiert sein und dieses Fachwissen bei der Akquise vermitteln können. Insbesondere in der Onlinebranche kann dies auch ein größeres technisches Verständnis voraussetzen.

SEO Manager

SEO Manager arbeiten in einer Online Marketing Abteilung, konzentrieren sich aber auf die Suchmaschinenoptimierung. Das heißt, sie verbessern die Auffindbarkeit einer Marke oder eines Unternehmens über Suchmaschinen wie Google. Hier kommt es auf relevante Keywordanalysen an, um herauszufinden, was die Nutzer in ihre Suchmaske eingeben. SEO Manager optimieren dahingehend die Seiteninhalte. Durch das bessere Auffinden in der Suchmaschine steigt einerseits die Bekanntheit der Marke beziehungsweise des Unternehmens, gleichzeitig werden User auf die Webseite gelenkt.

Regelmäßige Änderungen im Suchalgorithmus seitens der Betreiber wie Google oder Yahoo sorgen dafür, dass SEO Managern nie langweilig wird. Das heißt, sie müssen sich über Trends informieren und entsprechend reagieren, da sie sonst in den Suchergebnissen weiter nach unten rutschen.

Das Gehalt von SEO Managern befindet sich auch einem ähnlichen Niveau wie das des Online Marketing Managers. Sie verdienen jährlich im Median rund 38.480 Euro.

Social Media Manager

Social Media Manager sind die Experten für den Content in den sozialen Medien. Sie erzählen Geschichten für die Fans auf Facebook, Instagram, Twitter oder Snapchat. Sie posten Bilder, veröffentlichen Videos oder begleiten Veranstaltungen „live“. Damit sorgen sie für eine möglichst gute Reputation der Marke oder des Unternehmens und erzielen im Idealfall eine noch größere Reichweite ihrer Inhalte. Sie identifizieren Trends und konzipieren eine Strategie, wie sie diese Trends für sich und ihre Kommunikationsinhalte nutzen können.

Gleichzeitig sind sie für den Fan oder Kunden der erste Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Das Reagieren auf Kommentare, das Steuern von Diskussionen oder Beantworten von Nachrichten, also das Community-Management, gehört ebenso in ihren Aufgabenbereich.

Laut Auswertung liegt das Gehalt des Social Media Managers im Median bei 37.300 Euro im Jahr. Um Social Media sinnvoll und nachhaltig in die Unternehmensstrategie einzubetten, ist es sinnvoll, hier eine Vollzeitkraft einzustellen. Ein Studium oder eine Ausbildung gibt es für angehende Social Media Manager zwar noch nicht, aber inzwischen gibt es eine Vielzahl an Seminaren und Weiterbildungen. Bei Lehrgängen von der IHK können Beschäftigte ein Zertifikat zum „Social Media Manager“ erhalten.

Content Manager

Content Manager sorgen für redaktionelle Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos auf den eigenen Onlinepräsenzen wie beispielsweise der eigenen Homepage oder einem Unternehmensblog. Das Publizieren von Inhalten auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram kann ebenfalls dazu gehören. Mit einzigartigen Content schaffen sie es, die Kunden eines Unternehmens langfristig zu binden und darüber hinaus potenzielle Neukunden zu erreichen.

Zu ihren Aufgaben gehört die konkrete Erstellung des Content, in vielen Unternehmen und Agenturen beschäftigen sie sich aber vor allem auch mit der Organisation, Planung und (technischen) Betreuung von eigenen Portalen und Blogs. Was wird wann veröffentlicht? Welcher Kollege kümmert sich um den Text, wer erstellt die Grafik?

Viele Aufgaben können sich mit denen von Online-Redakteuren und Mediengestaltern überschneiden. Häufig sind Content Manager auch in der Marketingabteilung organisiert, diese Schnittstelle nennt sich Content Marketing. Sie arbeiten eng mit dem SEO-Team zusammen, optimieren ihren Content für die bessere Auffindbarkeit und entwickeln Strategien, um die Zielgruppe mit ihrem Content abzuholen. Das Gehalt für Content Manager der Onlinebranche liegt im Median bei rund 37.060 Euro im Jahr und ist damit knapp hinter dem Gehalt des Social Media Managers.

Grafiker

Grafiker oder Grafikdesigner in der Onlinebranche verdienen im Median rund 36.870 Euro im Jahr und zählen laut Untersuchung damit zu den Verdienern mit dem geringsten Einkommen.

Sie erstellen Grafiken und Designs für verschiedene Zwecke wie Onlineveröffentlichungen aber auch Präsentationen. Grafikdesigner optimieren und erweitern regelmäßig die Corporate Identity, also die Bildsprache des Unternehmens oder der Marke. Sie entwerfen das Layout von Webseiten, gestalten Logos und unterstützen Kollegen bei der kreativen Gestaltung von Inhalten.

Grafiker tauschen sich regelmäßig mit den Kollegen aus dem Marketing aus oder informieren sich selbst über aktuelle und zukünftige Trends. So können sie sicher sein, dass ihre Grafiken die Zielgruppe ansprechen.

Da die Designs später auf die eigene Webseite integriert werden, verfügen viele Grafiker über technisches Fachwissen: Sie kennen die Anforderungen und Bedingungen der Kollegen aus der IT, damit die Softwareentwickler im Frontend die Grafiken ideal einpflegen können.

 

Weiterführende Informationen

Berufseinstieg IT: Mit diesen Gehältern können Sie rechnen

Der eSport-Manager: Ein Interview mit Meik Diefenbach von mYinSanity

Das Gehalt für kreative Köpfe – die Löhne in Werbeagenturen 2016

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