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MBA, Fachwirt und Meisterbrief: Mehr Gehalt durch Weiterbildungen

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Kategorie: Ausbildung & Berufseinstieg
08.06.2016
©GEHALT.de

Noch mal pauken, obwohl man die Berufsausbildung abgeschlossen oder den Hochschulabschluss in der Tasche hat? Viele Beschäftigte möchten sich nach einigen Jahren Berufserfahrung fachlich weiterbilden, scheuen sich aber vor dem bevorstehenden Lernaufwand. Doch wie wirkt sich eine Weiterbildung auf das Gehalt aus? Wir haben aktuell 87.214 Datensätze untersucht und fassen die Gehaltsdaten für Ausbildungen, Akademiker sowie für die Branchen Steuerberatung, Banken und Handwerk zusammen.

 

So viel bringt die Meisterlehre

Nach erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung freuen sich die Ex-Azubis über durchschnittlich 36.200 Euro im Jahr. Das entspricht einem Monatseinkommen von rund 3.000 Euro brutto. Für Berufstätige, die weiter aufsteigen und zukünftig sogar einen eigenen Betrieb leiten möchten, bietet sich eine Weiterbildung zum Fachwirt oder Meister an. Diese Fortbildung verlangt nicht wenig: Neben dem Zeitaufwand und den Kosten schrecken viele Interessenten auch vor dem bevorstehende Lernstress der Meisterprüfung zurück.

Wer jedoch Lust und Ambitionen hat, sollte keine Scheu haben. Tatsächlich fallen recht wenig Kandidaten durch die Meisterprüfung. Lohnenswert ist die Zusatzqualifikation allemal: Beschäftigte erhalten durchschnittlich 7.000 Euro mehr und können ein Jahresgehalt von rund 43.260 Euro erzielen.

 

So bilden sich Akademiker weiter

Der gängigste Weg, sich als Akademiker fortzubilden ist der Master of Business Administration (MBA). Diese Zusatzqualifikation absolvieren Beschäftigte häufig dual, also neben dem Beruf. Interessant ist diese Weiterbildung insbesondere für Akademiker, die auf hohem Niveau die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Grundlagen erhalten möchten. Es geht um Themen wie Strategie, Marketing, Verkauf, Finanzen und Personal, die künftige Führungskräfte in ihrem Job einbringen können.

Finanziell lohnt sich der MBA in jedem Fall. Ein Bachelorabsolvent mit einem MBA verdient durchschnittlich 57.520 Euro im Jahr; ohne die Zusatzqualifikation wären es rund 45.875 Euro. Für Masterabsolventen mit MBA-Qualifikation steigt das Jahresgehalt auf 73.272 Euro im jährlich. Die Master-Kollegen ohne MBA erreichen rund 54.137 Euro.

 

Das verdient ein Fachwirt in verschiedenen Branchen

Die Weiterbildung zum Fachwirt hat einen Einfluss auf das Gehalt, allerding ist der finanzielle Vorteil nicht in jeder Branche identisch. Für Fachwirte in der Steuerberatung steigt das Gehalt um rund 7.000 Euro im Jahr. Der KfZ-Mechatroniker erhält nach Abschluss seiner Meisterprüfung rund 9.100 Euro mehr Gehalt und im Finanzwesen macht der Fachwirt eine Lohndifferenz von 15.860 Euro im Jahr aus.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen eine Gehaltsübersicht nach entsprechenden Weiterbildungen.

Weiterbildungen nach der Lehre Weiterbildungen je nach Branche Weiterbildungen für Akademiker

Sukzessive Steigerung des Gehalts

Wer die Möglichkeit hat, sich fachlich weiterzubilden, sollte die Initiative in jedem Fall ergreifen. Unter dem Strich ist eine Weiterbildung immer lohnenswert: sowohl finanziell als auch zur persönlichen Weiterentwicklung. Wer im Anschluss allerdings direkt auf eine satte Gehaltserhöhung hofft, wird enttäuscht. Zusatzqualifikationen sind langfristige Investitionen, die sukzessive den eigenen Marktwert steigern und dementsprechend das Gehalt erhöhen.

 

Informationen über Möglichkeiten und finanzielle Unterstützung einholen

Wenn Beschäftigte Interesse an einer Weiterbildung haben, sollten sie sich vorher ausreichend informieren, welche Möglichkeiten vorhanden und sinnvoll für das entsprechend Berufsfeld sind.

Zusatzqualifikationen kosten: Wer also in einem Unternehmen oder Betrieb beschäftigt ist, sollte immer erst das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen. So kann gemeinsam ausgelotet werden, welche Möglichkeiten es zur finanziellen Unterstützung oder sogar vollständigen Übernahme der Kosten gibt. Es gibt außerdem die Option, staatliche Förderprogramme wie beispielsweise das Meister-Bafög, ein Weiterbildungsstipendium oder die Bildungsprämie zu nutzen.

 

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