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Quereinstieg in einen neuen Job überhaupt noch möglich?

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Kategorie: Ausbildung & Berufseinstieg
26.02.2014

Wenn der Wunsch nach beruflicher Veränderung laut wird oder die Elternzeit endet, stellt sich manchmal die Frage, ob man als Quereinsteiger eine Chance hat. Wie sehen Arbeitgeber einen Quereinstieg an und welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, damit der Quereinstieg erfolgreich verläuft?

Herr M. hat sich viele Gedanken über seinen beruflichen Werdegang gemacht. Nach der Elternzeit möchte er nicht mehr in seinen alten Beruf zurück, sondern etwas Neues wagen. Wie soll er den Quereinstieg planen und auf welche Art kann er überhaupt den Weg ins Vorstellungsgespräch schaffen?Umstieg Job

Berufswünsche und Realität in der Arbeitswelt

Der Wunsch nach einem Aufgabenfeld, das erfüllend ist und einen fordert, kann nachvollzogen werden. Herr M. möchte sich entfalten und entwickeln können. In seinem alten Beruf ist das nicht möglich und deshalb hat er die Entscheidung getroffen, einen Quereinstieg zu wagen. In der realen Arbeitswelt wird jedoch – vor allem in Deutschland – nach Qualifikationen und Ausbildung gefragt. Es hilft Herrn M. wenig, wenn er lediglich erzählen kann, dass er bereits Seminare geleitet hat, wenn er dies zukünftig beruflich machen möchte. Der Personalverantwortliche wird auch nicht das Risiko eingehen, einen Quereinsteiger ohne Qualifikationen einzustellen, wenn Herr M. ihm berichtet, wie viel Freude ihm die Aufgaben im Seminarbereich gemacht haben. Mit Spaß und Motivation zu arbeiten ist selbstverständlich förderlich für die Produktivität. Dennoch müssen Belege für Fachwissen und Erfahrungen vorgelegt werden können.

In Bewerbungsverfahren wird meistens eine Vorauswahl getroffen. Anhand der Bewerbungsschreiben entscheiden sich die Personalverantwortlichen für die Kandidaten, die zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Die Konkurrenz ist in jedem Bereich groß und Herr M. würde sofort negativ auffallen, wenn anhand seiner Bewerbungsunterlagen nicht hervorgeht, wo er Erfahrungen gesammelt hat und welche Weiterbildungsmaßnahmen er ergriffen hat, um Fachkenntnisse in dem Berufsbereich zu erlangen.

Zielbestimmung und Qualifikationsprofil erarbeiten

Zunächst sollte das Berufsziel klar definiert und analysiert werden:

➤ In welchen Beruf möchte ich quereinsteigen?

➤ Welche Qualifikationen oder Ausbildungen sind dazu erforderlich?

➤ Wo kann ich diese Ausbildungen oder Qualifikationen absolvieren?

➤ Kann ich die Kosten für die Weiterbildungen aufbringen?

Man sollte ganz ehrlich zu sich sein und sich fragen:

➤ Besitze ich die Stärken, die für diesen Beruf nötig sind?

➤ Bin ich bereit, Zeit und Geld in Weiterbildungen zu stecken?

Ein Quereinsteiger muss im Grunde mehr bieten, als eine gelernte Kraft. Warum? Weil er überzeugen muss, auch ohne jahrelange Erfahrung in diesem Bereich für das Unternehmen wertvoll zu sein. Weiterbildung und das Sammeln von Erfahrungen (z.B. durch Praktika) sind Bedingungen, ohne die ein Quereinstieg kaum möglich ist. Wer in seiner freien Zeit Weiterbildungsmaßnahmen auf eigene Kosten absolviert, beweist zudem Ehrgeiz und Lernbereitschaft.

Der Personalchef könnte die Frage stellen, welche Erfahrungen und Kenntnisse aus der beruflichen Vergangenheit mitgebracht werden, die für das Aufgabenfeld bedeutend sind. Fehlen diese Kenntnisse und Erfahrungen, hilft auch die Antwort wenig, sich gut in neue Aufgaben einarbeiten zu können. Vor der Türe stehen garantiert noch weitere Bewerber, die keine oder nur kurze Zeit zum Einarbeiten brauchen. Wen stellt der Chef wohl lieber ein? Bestimmt nicht denjenigen, der komplett neu eingearbeitet werden muss.

Gute Vorbereitung für das Jobgespräch

Zunächst müssen einem die Türen zum Bewerbungsgespräch geöffnet werden und dafür müssen die Bewerbungsunterlagen überzeugend sein. Der Personalverantwortliche muss beim Lesen erkennen können, dass dieser Kandidat für die ausgeschriebene Stelle passend ist. Fähigkeiten und Erfahrungen müssen klar transportiert werden und es muss deutlich werden, dass diese auf den Arbeitsbereich übertragbar sind.

Andere Optionen, eine Einladung zum Jobgespräch zu erhalten, sind u.a.:

➤ Bekannte und Freunde über die eigenen Pläne informieren

➤ Offline- und Online-Netzwerk ausbauen

➤ Auf Messen Kontakte knüpfen

➤ Ehemalige Kunden und Geschäftspartner ansprechen

Wird man zum Vorstellungsgespräch eingeladen, gilt hier die Regel, die für jeden Bewerber gültig ist: Gute Vorbereitung zahlt sich aus. Es werden Informationen über das Unternehmen gesammelt und der eigene Marktwert analysiert.
Im Gespräch kommt es auf das Verkaufsgeschick an: Der Quereinsteiger muss sich und seine Fähigkeiten gut verkaufen können. Es dürfen auch ruhig Sprachkenntnisse und ehrenamtliche Tätigkeiten einfließen, die für den Job relevant sein könnten.

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