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So viel verdienen akademische Berufseinsteiger: Das Branchenranking 2017

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Kategorie: Ausbildung & Berufseinstieg
04.04.2017
©GEHALT.de

Viele Studenten geben sich mit einem Bachelor nicht zufrieden, sie möchten ihr Studium mit einem Mastertitel abschließen. Aber kann man nicht auch schon mit einem Bachelorabschluss mit hohen Einstiegsgehältern rechnen?

Wir haben anhand von 13.006 Gehaltsdatensätzen ermittelt, in welchen Branchen Bachelor- und Masterabsolventen Top-Gehälter erwarten können und in welchen Wirtschaftszweigen eher niedrige Gehälter gezahlt werden.

Für unsere Auswertung haben wir den Median- und den Mittelwert ausgewiesen. Der Median beschreibt die Mitte aller Daten: 50 Prozent der Daten liegen über dem Wert, 50 Prozent darunter. Er ist realistischer als der Durchschnittswert und wird nicht durch Ausreißer verzerrt.

Branchenranking für Bachelorabsolventen

Die Top-Branchen

Laut Auswertung erhalten Bachelorabsolventen in den fünf Top-Branchen Einstiegsgehälter, die im Median jährlich über 45.000 Euro betragen.

Das höchste Jahresgehalt mit 49.190 Euro beziehen Berufseinsteiger mit einem Bachelorabschluss in der Autoindustrie. Im Ranking folgt die Telekommunikationsbranche – hier liegt das Gehalt im Median bei rund 47.290 Euro brutto im Jahr.

Wer nach seinem Bachelorabschluss einen Job in der Maschinenbaubranche erhält, kann mit rund 47.076 Euro rechnen.

Zu den Top-Branchen zählen außerdem Banken (45.696 Euro) und der Anlagenbau (45.305 Euro).

Die Flop-Branchen

Die niedrigsten Gehälter erhalten Berufseinsteiger mit Bachelorabschluss in der Touristik- und Freizeitindustrie. Das Jahreseinkommen beträgt hier im Median rund 30.000 Euro. Im Ranking folgen Bildungsinstitutionen mit knapp 30.350 Euro und das Hotelwesen mit 30.651 Euro.

Eine Übersicht über die fünf Top- und die fünf Flopbranchen für Bachelorabsolventen finden Sie hier.

Branchenranking Berufseinsteiger 2017

Branchenranking für Masterabsolventen

Die Top-Branchen

Wenn wir die Gehälter aus dem Branchenranking für Bachelorabsolventen mit den Gehältern aus dem Ranking für Masterabsolventen vergleichen, sind eindeutige Gehaltssteigerungen zu erkennen. Das Jahreseinkommen liegt in den Topbranchen mit Mastertitel mehrheitlich bei über 50.000 Euro. Das höchste Einstiegsgehalt erhalten Masterabsolventen im Versicherungswesen. Im Median beträgt das Jahreseinkommen hier rund 54.290 Euro.

Wer mit seinem Mastertitel in der Tasche einen Job mit einem hohen Einstiegsgehalt finden möchte, kann sich auch nach Vakanzen in der Autoindustrie umsehen. Laut Auswertung liegt diese Branche auf dem zweiten Platz. Hier warten rund 53.542 Euro auf die Einsteiger. Im Ranking folgen Banken (53.097 Euro), die Elektrotechnik- (51.157 Euro) und die Chemiebranche (49.846 Euro).

Die Flop-Branchen

Trotz Masterabschluss gibt es Branchen, die aufgrund niedriger Vergütungsstrukturen den Berufseinsteigern vergleichsweise geringere Gehälter bezahlen können. So zum Beispiel das Hotelwesen, in dem Masterabsolventen im ersten Job ein Jahresgehalt von 32.770 Euro erhalten. Im Ranking folgen außerdem die Werbebranche mit rund 33.900 Euro und die Touristikindustrie mit 34.340 Euro. Auf den hinteren Plätzen folgen soziale Einrichtungen und die Medienbranche.

Eine Übersicht über die fünf Top- und Flopbranchen für Berufseinsteiger finden Sie hier:

Branchenranking Berufseinsteiger 2017

 

Top- und Flopbranchen: Warum ist das so?

Warum sind es ausgerechnet diese Branchen, in denen Berufseinsteiger mit hohen Gehältern rechnen können? Autoindustrie, Maschinenbau und der Anlagenbau sind kapitalstarke Wirtschaftszweige. Sie erwirtschaften viel Umsatz und können ihre Fach- und Führungskräfte entsprechende Gehälter zahlen. Das gleiche gilt auch für Banken und das Versicherungswesen.

Die Flop-Branchen für die Berufseinsteiger haben insgesamt eine niedrigere Vergütungsstruktur. Losgelöst vom Berufseinstieg erhalten Beschäftigte dort auch mit mehreren Jahren Berufserfahrung vergleichsweise geringe Löhne.

Lohnt sich ein Master?

Wenn wir uns die Gehälter in den ermittelten Flopbranchen betrachten, fällt auf, dass die Gehaltsunterschiede zwischen Bachelor- und Masterabsolventen gar nicht so groß sind. Wer sich für die Tourismus- oder die Werbebranche interessiert, stellt sich während des Studiums dann vielleicht die Frage: Soll ich überhaupt einen Master dranhängen?

Wer eine Führungsposition anstrebt, für den lautet die Antwort eindeutig Ja. Beschäftigte mit einem Mastertitel haben in der Regel bessere Chancen im Laufe ihrer Karriere eine leitende Funktion zu übernehmen.

Für alle, die nicht den Karriereweg der Führungsposition einschlagen möchten, lautet die Antwort Jein. Auch ohne Führungsbestrebungen kann sich ein Master auf lange Sicht positiv auf das Gehalt auswirken. Wer die Möglichkeiten hat, sollte nicht zögern, denn insgesamt ist jede Weiterbildung lohnenswert und schlägt sich positiv im Einkommen nieder. Ein Masterabschluss kann sich vor allem dann auszahlen, wenn Beschäftigte einen Branchenwechsel anstreben oder sich beim Bewerben um eine Stelle gegen die Konkurrenz durchsetzen müssen.

 

Weiterführende Informationen

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