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Was muss alles auf einer Gehaltsabrechnung stehen?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
08.02.2013

Jeder Arbeitgeber ist laut der GewO, also der Gewerbeordnung, dazu verpflichtet seinem Arbeitnehmer eine Gehaltsabrechnung zu erstellen. In größeren Firmen oder Betrieben werden die Gehaltsabrechnungen in einem eigenen Lohnbüro fertig gestellt. Kleinere Firmen oder Betriebe geben die Gehaltsabrechnung außer Haus. Eine Gehaltsabrechnung wird meist zum Ende eines Monats erstellt und der Arbeitnehmer erhält diese persönlich oder per Post. Es müssen alle Informationen zur Zusammensetzung des Arbeitsentgeltes, sowie zur Abrechnungsperiode enthalten sein und zwar so, dass der Arbeitnehmer in der Lage ist, die einzelnen Gehaltsbestandteile eindeutig erkennen und deuten kann. Die einzelnen Elemente in der Gehaltsabrechnung unterliegen bestimmten gesetzlich festgelegten Kriterien. In der Gehaltsabrechnung muss stehen:

Name und Anschrift des Arbeitnehmers:

Diese Angaben sind zwingend aktuell zu halten. Sollte sich der Name ändern oder ein Umzug stattgefunden haben muss das dem Arbeitgeber sofort mitgeteilt werden. Auch die Bankverbindung muss zwingend aktuell gehalten werden.

Der Abrechnungszeitraum:

Grundlage sind hier unter anderem der Arbeitsvertrag und die Stempelkarten beziehungsweise die Arbeitszeitkarten. Üblich ist ein Abrechnungszeitraum von vier Wochen, vorzugsweise vom 01-31 eines Monats.

Der Bruttolohn:

Der Bruttolohn setzt sich durch die erfassten Lohnzeiten beziehungsweise geleisteter Akkordleistungen zusammen, die mit den in dem Arbeitsvertrag vorgesehenen Lohnsätzen bewertet werden.

Die Art und Höhe der Zuschläge:

Grundlage hierfür ist der Arbeitsvertrag. Hier gelten nur die Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit.

Zulagen und Abschlagszahlungen:

Zulagen sind Leistungen, die neben dem Bruttolohn gezahlt werden. Grundlage hierfür ist der Arbeitsvertrag. Darunter fallen auch Zuwendungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

Die Abzüge:

Die Abzüge untergliedern sich in steuerlichen Abzügen und Sozialversicherungsabgaben. Unter den steuerlichen Abgaben fallen die Einkommenssteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Unter den Sozialversicherungsabgaben fallen die Kranken- und Pflegeversicherungen, die Arbeitslosenversicherung und die Rentenversicherung. Alle Sozialabgaben sind Pflichtabgaben. Die Abzüge werden prozentual berechnet und sind abhängig vom Bruttolohn.

Die Steuerklasse:

Die Steuerklassen werden in 6 Gruppen unterteilt. In welcher Steuerklasse man eingetragen wird, hängt von den Lebensumständen beziehungsweise von dem Antrag ab, welchen man beim Finanzamt stellen kann. Steuerklasse I ist für Ledige und geschiedene Arbeitnehmer. Steuerklasse II ist für Alleinerziehende mit mindestens einem Kind. Die Steuerklasse III bekommen die Arbeitnehmer, welche verheiratet sind und der Ehepartner kein eigenes Einkommen hat. Die Steuerklasse IV bekommen diejenigen Ehegatten, wo beide über ein festes Einkommen verfügen. Die Steuerklasse V ist für Ehegatten, die nur ein geringes Einkommen haben, derweil wird der Ehepartner automatisch in die Steuerklasse III veranschlagt. Steuerklasse VI ist den Arbeitnehmern vorbehalten, die mehrere Arbeitgeber haben und dort Arbeitslohn beziehen.

Die Konfession:

Die Konfession gibt an, welcher Religion man angehört. Dementsprechend wird eine Kirchensteuer erhoben oder auch nicht. Wer keine Kirchensteuer zahlen möchte, kann aus der Kirche austreten.

Die Anzahl der Kinder:

Steht auf der Gehaltsabrechnung, damit das Finanzamt automatisch den Kinderfreibetrag errechnen kann. Ist man geschieden und beide Elternteile möchten das Kind oder die Kinder auf der Gehaltsabrechnung vermerkt haben, erfolgt ein Splitting der Kinderanzahl, das gilt auch für ein Kind, dann nämlich steht für beide 0,5 Kinder zu Buche.

Die Freibeträge:

Die Freibeträge mindern, im Gegensatz zu Freigrenzen, die Steuerbemessungsgrundlage. Findet eine Überschreitung des Freibetrages statt, wirkt sich das Positiv auf das zu versteuernde Einkommen aus. Als Freibeträge gelten unter anderem die Kinderfreibeträge, die Alleinerziehendenentlastungsbeträge, Altersentlastungsbeträge, der Ausbildungsfreibetrag, der Behindertenpauschbetrag und der Versorgungsfreibetrag.

Der Nettolohn:

Als Nettolohn beziehungsweise Nettogehalt wird derjenige Teil des Lohnes bezeichnet, welches an den Arbeitnehmer ausgezahlt wird und zu deren Lebensunterhalt zur Verfügung steht. Sind alle Kriterien erfüllt, kann der Arbeitnehmer auf seiner Gehaltsabrechnung einen Überblick über den Unterschied zwischen seinem Brutto- und Netto Gehalt erlangen. Die Gehaltsabrechnung dient des Weiteren als Unterlage für die Einkommenssteuererklärung und der persönlichen Liquidität. Das Ergebnis, welches durch den Abzug bei dem Bruttogehalt erzielt wird, ist das Nettogehalt und wird unbar, also auf ein vorher angegebenes Konto überwiesen.

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