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Wie viel muss ich verdienen, um mir ein Haus leisten zu können?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
31.03.2014

Wer träumt nicht vom Eigenheim und die meisten Paare möchten spätestens im Alter von dreißig Jahren in den eigenen vier Wänden wohnen. Die Banken locken mit niedrigen Zinsen und man ist sich sicher, die Finanzierung locker bewältigen zu können...solange nichts dazwischen kommt.

Der Traum vom Eigenheim kann zum Alptraum werden

Viele Paare sind zunächst Doppelverdiener und arbeiten auf höhere Positionen und ein sorgloses Leben hin. Mit dreißig Jahren entwickelt sich häufig der Wunsch nach einem eigenen Haus und dieser Traum scheint erfüllbar zu sein – Freundeskreis und Kollegschaft machen es vor. Bis dahin gehörten alljährliche Fernreisen wie selbstverständlich zum Leben dazu, ebenso wie Restaurantbesuche und ausgiebige Shoppingtouren. Hauskauf und Gehalt

Nun steht man vor der Entscheidung, wo das Haus stehen soll. Die Preise für Eigentum in den großen Städten Deutschlands sind kaum mit üblichen Löhnen zu bezahlen. Zieht man aufs Land, ist ein zweites Auto fast Pflicht, denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind meistens kaum zu nutzen, da die Verbindungen zwischen Land und Stadt als schlecht bezeichnet werden können. Somit ist nicht nur das Haus zu finanzieren, sondern es muss ein Zweitwagen einkalkuliert werden. Zudem „vergessen“ viele neue Eigenheimbesitzer die Nebenkosten, die ein Haus mit sich bringt. Generell sollten Tilgungssumme, Zinsen und Nebenkosten 45 Prozent des netto Monatsgehalts nicht übersteigen. Dabei sollten Doppelverdiener nur von einem Einkommen und nicht von beiden Gehältern ausgehen. Wer das nicht beachtet, wird schnell ins Schleudern kommen, wenn ein Lohn wegfällt – sei es wegen Geburt eines Kindes oder aufgrund von Kündigung.
Das zweite Gehalt sollte demnach nicht mitgerechnet werden, sondern man sollte von einem Verdienst ausgehen und mit diesem sowohl die Finanzierung bewältigen können, als auch mit dem restlichen Geld den gewünschten Lebensstandard aufrecht halten können.
Viele Paare, die all das nicht bedenken, sitzen zwar in einem eigenen Haus, sind aber nicht mehr in der Lage, mit Freunden auszugehen, geschweige einen Urlaub zu finanzieren. Dann wird der Traum vom Haus zum Alptraum, besonders wenn noch Zusatzkosten entstehen, die vorher nicht kalkulierbar waren.

Haus oder Leben genießen – beides geht oft nicht

Wie viel man verdienen muss, um sich ein Haus leisten zu können, kann pauschal nicht gesagt werden. Es kommt immer auf die Höhe des Einkommens, das zur Verfügung stehende Eigenkapital und auf den individuellen Lebensstil an. Einige machen den gravierenden Fehler und kaufen ein stark renovierungsbedürftiges Haus, weil der Kaufpreis niedrig war und dadurch die Finanzierung möglich schien. Bei diesen Häusern erlebt man häufig einen Schrecken nach dem anderen. Auf den ersten Blick wirkte die Immobilie weitgehend in Ordnung und der Umfang für die Renovierung schien überschaubar zu sein. Gehen die Arbeiten los, stellt man so manche Makel fest, die vorher nicht ersichtlich waren. Die Kosten für die Renovierung sprengen schnell das Budget und am Ende bleibt vom Lebensgenuss und der Freude über das Haus nicht mehr viel übrig.

Bevor ein Haus gekauft oder gebaut wird, sollte sich jeder Einzelne fragen, ob dies tatsächlich dem eigenen Wunsch entspricht oder ob man sich vielleicht eher unter dem Druck der Gesellschaft befindet. In vielen Köpfen herrscht immer noch die Überzeugung vor, ein Haus gehöre zum Leben dazu und sei eine gute Altersvorsorge. Das Problem ist nur: Möchte man sich zwanzig oder dreißig Jahre für ein Haus krumm arbeiten, jegliche Hobbys und Freizeitaktivitäten auf Eis legen, um im Alter vom Eigenheim profitieren zu können?

Was steckt also hinter dem Drang, ein Eigenheim anzuschaffen? Dazu könnte man sich folgende Fragen stellen:

➤ Warum möchte ich ein eigenes Haus besitzen?

➤ Werde ich ein glücklicheres Leben führen, wenn ich im Eigenheim lebe?

➤ Bin ich bereit, notfalls auf Hobbys, Shoppingtouren und Urlaub zu verzichten?

➤ Welche Ansichten habe ich über Menschen, die im Alter von vierzig oder fünfzig Jahren zur Miete wohnen?

➤ Habe ich Angst, meiner Meinung über diese Menschen zu entsprechen, wenn ich es nicht schaffe, bis dahin ein eigenes Haus zu haben?

➤ Wenn ich mich gegen eine eigene Immobilie entscheide: Was könnte ich mir dann gönnen und welche anderen Träume könnte ich mir erfüllen?

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