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Eheberater/-in – Berufsbild

Ehe und Familie sind für die meisten Menschen ganz zentrale Lebensthemen. Die Wandlung der Gesellschaft und auch der Wertvorstellungen stellt in diesem Bereich eine enorme Herausforderung dar. War Eheberatung noch vor rund hundert Jahren eine der Aufgaben des Gemeindepfarrers, ziehen es inzwischen viele Paare vor, sich an neutrale Personen aus dem nicht-religiösen Bereich zu wenden.

Die steigenden Scheidungsraten zeigen, dass eine funktionierende Ehe in der modernen Zeit keineswegs selbstverständlich ist. Viele Paare tun sich schwer Kompromisse zu schließen oder einander zu wertschätzen. Oft nimmt die Bereitschaft zum Gespräch und Austausch derart ab, dass die Ehepartner vom Leben und den Anforderungen des jeweils anderen nur sehr oberflächliche Vorstellungen haben. Auch die Wertschätzung füreinander schwindet, was dann gemeinhin der Alltag genannt wird. Die Frage, wie denn der Alltag ohne den Partner zu bewältigen wäre, wird gar nicht mehr gestellt, denn die Vorwürfe, die sich das Paar offen oder still gegenseitig machen, nehmen überhand. Oft fehlt dann die richtige Perspektive und Kleinigkeiten lösen heftige Auseinandersetzungen aus. Wenn ein Paar in dieser Situation überhaupt nicht mehr zueinander findet, kann Eheberatung ein möglicher Weg sein, die Partnerschaft zu retten.

Für viele ist es der letzte Versuch:

Aufgabe des Eheberaters ist es, beiden Partnern einen Weg zu zeigen, den jeweils anderen aus einer neuen Perspektive zu sehen. Oft ist ein vernünftiges Gespräch, das nicht in Emotionalität und Vorwürfe abgleitet nur noch mit einem Moderator möglich. Diese Funktion übernimmt der Eheberater, oder die Eheberaterin. Durch Erteilung des Wortes oder Zwischenfragen soll das Paar ermuntert werden, aus den eigenen festgefahrenen Wahrnehmungsmustern heraus zu kommen und so den Partner wieder klarer zu sehen. So kann Verständnis füreinander wachsen, und die Eheleute finden für ihre Bedürfnisse und Nöte endlich Gehör. In vielen Fällen scheitert das Verständnis nicht an der Abwesenheit desselben, sondern vielmehr daran, wie das Bedürfnis transportiert wird. In der Eheberatung lernen die Partner Strategien, die zum einen sensibilisieren und zum andern helfen, einen Wunsch oder ein unerfülltes Bedürfnis nicht als Anschuldigung sondern als das, was es ist zu transportieren.

In dieser Branche arbeiten meist Psychologen oder sogenannte Mediatoren. Ein Mediator ist ein Schlichter dessen Aufgabe es ist, in zwei scheinbar unvereinbaren Standpunkten die Schnittmengen, also die Gemeinsamkeiten, zu finden. Diese gemeinsamen Punkte gilt es zu stärken und als Ausgangspunkt für eine neue Beziehungsstruktur zu nehmen.

Oft genug gehen Paare mit der Erwartungshaltung zum Eheberater, dass er oder sie die Beziehung retten könnten. Dem ist natürlich nicht so. Es ist vielmehr Aufgabe, dem Paar weiterzuhelfen. Ob die Partnerschaft letztlich aufrechterhalten wird oder nicht, liegt an den Eheleuten.

Hin und wieder wird eine Eheberatung auch vor der Hochzeit in Anspruch genommen. Oft sind hier aber eher kirchliche Anbieter gefragt, wenn sehr religiöse Paare heiraten möchten. Die Unauflöslichkeit der Ehe aus Glaubenssicht ist hier sicherlich ein wichtiger Grund.

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