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Klimaanlagen – Brancheninformationen

Klimaanlagen sind für die Gewährleistung eines gleichmäßigen Klimas in Räumen verantwortlich. Bezüglich der Funktionsweise einer Klimaanlage ist national und international zwischen unterschiedlichen Anforderungen zu differenzieren. In Deutschland erzeugt eine derartige Anlage im jeweiligen Raum eine vorgegebene Temperatur, Luftqualität sowie Feuchtigkeit und hält dieses Niveau anschließend. Das ausländische Verständnis einer Klimaanlage zielt dagegen oftmals auf die bloße Kühlung eines Zimmers ab. Das Einsatzspektrum von Anlagen zur Erzeugung eines vorgegebenen Raumklimas ist vielseitig. Zum einen lässt sich damit in Räumen eine für den Menschen angenehme Temperatur von ungefähr 22 Grad Celsius realisieren. Ferner setzen bestimmte Maschinen, Anlagen oder Rechenzentren für den Betrieb ein gewisses Raumklima voraus. Andernfalls droht aufgrund von Wärmeentwicklung während des Einsatzes die Überhitzung. Für die Schaffung dieses Klimas ist erneut eine entsprechende Klimaanlage verantwortlich.

Die Hersteller differenzieren bei der Klimaanlage zwei unterschiedliche Typen: die zentralen sowie die dezentralen Anlagen. Bei einer zentralen Klimaanlage übernehmen jeweils ein zentrales Zuluft- und Abluftgerät sämtliche anfallenden Aufgaben der Luftbehandlung. Zu Letzteren gehören unter anderem die Filterung, die Temperierung sowie die Ent- und Befeuchtung. Die zentralen Anlagen arbeiten entweder ausschließlich mit Luft oder mit einer Kombination von Luft und Wasser. Luft-/Wasser-Anlagen basieren auf flüssigkeitsgebundenen Heiz- und Kühlsystemen. Nur-Luft-Anlagen arbeiten stattdessen ausschließlich mit der zugeführten Luft. Die dezentrale Klimaanlage verzichtet auf zentrale Elemente. Vielmehr erfolgt die Ausführung der Aufgaben zur Luftbehandlung direkt im jeweiligen Raum. Die notwendige Luft gelangt über die Fassade in das Haus. Auf dem gleichen Weg verlässt die Abluft wieder das Gebäude. Die Unterscheidung in Luft-/Wasser- und Nur-Luft-Anlagen gilt für die dezentrale Konstruktionsweise gleichermaßen.

Der Einsatz von Klimaanlagen bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Die negativen Aspekte sind ebenfalls zu beachten. Ein entscheidender Vorteil einer Klimaanlage ist die Zuführung von gesundheitlich zuträglicher Luft. In Deutschland gilt die Bereitstellung von "gesundheitlich zuträglicher Luft" als erfüllt, wenn die Raumluft von der Qualität mit der Außenluft vergleichbar ist. Durch die Abführung von CO2, Schadstoffen und Gerüchen sind am Arbeitsplatz gute Bedingungen geschaffen. Neben der Luftqualität spielt die Temperatur eine entscheidende Rolle. Insbesondere an heißen Tagen erreicht der Mensch nur in einem kühlen Raum sein Maximum an Leistungsfähigkeit. Dieses liegt bei ungefähr 20 Grad Celsius. Bereits bei 28 Grad Celsius ist der Mensch um etwa 30 Prozent weniger leistungsfähig.

Die genannten Vorteile sind nur bei einer einwandfrei funktionierenden Klimaanlage gegeben. Eine schlechte Belüftung oder eine mangelhafte Klimaanlage ist dagegen störend. Dazu besteht die Gefahr der Übertragung von Schadstoffen oder Bakterien, sofern die Wartung des Systems mangelhaft ist. Ferner gelten die Klimaanlagen als ein wesentlicher Stromverbraucher. Das erhöht nicht nur die Stromrechnung des Betreibers, sondern führt zugleich – insbesondere in städtischen Gegenden – zu einer Mehrbelastung der Versorgungsnetze. Um dem Problem des starken Energiebedarfs entgegenzuwirken, kommt in Deutschland vermehrt die adiabatische Kühlung zum Einsatz. Dabei verdunstet Wasser, wodurch ein Kühlpotenzial entsteht. Der einzige Energiebedarf dieses Kühlsystems liegt im notwendigen Transport von Wasser und Luft.

Das breite Einsatzgebiet von Klimaanlagen in Gebäuden, Fahrzeugen und in Kombination mit Maschinen bietet zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten. Eine in dieser Hinsicht relevante Berufsbezeichnung ist der Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Die entsprechende Arbeitskraft plant und berechnet die Konstruktion haustechnischer Anlagen. Ferner ist die "energetische Inspektion" zu nennen. Die Energieeinsparverordnung erfordert die Untersuchung gewisser Anlagen durch Fachleute. Als qualifiziert gelten unter anderem Personen mit einem Hochschulabschluss in der Versorgungstechnik oder technischen Gebäudeausrüstung. Nachzuweisen sind mindestens drei Jahre Berufserfahrung.

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