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Metallindustrie – Brancheninformationen

Die Metallindustrie umfasst sämtliche Metall herstellende oder verarbeitende Unternehmen. Die Branche untergliedert sich in mehrere Sektoren. Von großer Bedeutung innerhalb der Metallindustrie ist die Stahlbranche. Die Anzahl der dort Beschäftigten nahm in den letzten Jahren ab. Vor dem Jahr 1998 besaß die Stahlindustrie über 107.000 Angestellte. Zehn Jahre später lag die Zahl der Beschäftigten bei knapp über 90.000 Personen.

Weitere Sektoren der Metallindustrie

Neben der Stahlindustrie gehört die Nichteisen-Metallwirtschaft mit Leicht-, Bunt- und Edelmetallen zur Branche. Die Gießerei-Industrie sowie die Stahl- und Metallverarbeitung sind weitere Sektoren. Ein alternativer Begriff für das Verarbeiten lautet Metallwarenwirtschaft. Der Name verdeutlicht die Aufgabe des Sektors. Der Wirtschaftszweig verarbeitet das erzeugte Metall zu Waren. Es handelt sich erneut um einen wichtigen Sektor. Der gesamte Umsatz liegt bei rund 70 Milliarden Euro. 700.000 Personen besitzen in der Teilbranche eine Beschäftigung. Jährlich verarbeitet der Sektor 18 Millionen Tonnen Stahl. Das entspricht 40 Prozent des in Deutschland produzierten Stahls.

Alternative: Branche nach Bearbeitungsstufen gliedern

Die oben genannte Separation der Metallindustrie unterscheidet verschiedene Sektoren. Daneben existiert eine weitere Möglichkeit, um die Branche zu differenzieren. Besagte Option unterteilt nach den verschiedenen Bearbeitungsstufen von Metall. Potenzielle Kriterien stellen das Gießen, das Kalt- oder Warmumformen sowie das Schmieden dar. Der Großteil der Metallindustrie entfällt auf mittelständische Betriebe. Zusätzlich existieren wenige große, global agierende Unternehmen. Im Blick auf die regionale Ausprägung besitzt das Bundesland Nordrhein-Westfalen einen hohen Stellenwert.

Zahlreiche internationale Märkte verwenden den produzierten und verarbeiteten Stahl. Als wichtige Abnehmer der Metallindustrie gelten der Maschinenbau und die Automobilbranche. Die Bauindustrie, die Elektroindustrie und der Handel besitzen einen ähnlichen Status. Die genannten Wirtschaftszweige beziehen Enderzeugnisse. Dazu gehören Schrauben, Geräte, Federn, Betonstahl oder Drahtgewebe. Die hergestellten Teile entstanden durch unterschiedliche Verfahren zum Bearbeiten. Sie sind geschmiedet, gestanzt, gezogen, gepresst, gedreht, gesintert oder geschweißt. Daneben bietet die Metallbranche Vorprodukte an. In dieser Hinsicht stellen Kaltprofile, Blankstahl oder gezogener Draht geeignete Beispiele dar. Zusätzlich erbringt die Branche industrielle Dienstleistungen wie das mechanische Bearbeiten oder die Behandlung von Oberflächen.

Berufe in der herstellenden und bearbeitenden Metallbranche

Wie anfangs erwähnt, besitzt die Metallindustrie zwei wesentliche Aufgaben: das Herstellen sowie das Verarbeiten von Stahl und Nichteisenmetallen. Daran richten sich die unterschiedlichen Berufe der Branche aus. Die Gießerei- und Verfahrensmechaniker befassen sich mit dem Erzeugen von Metall. Die wichtigste Aufgabe der Verfahrensmechaniker besteht im Bedienen der Maschinen zur Herstellung. Mechaniker in der Gießerei führen die verschiedenen Schritte für den Guss von metallischen Werkstoffen aus. Abschließend überprüfen sie die Erzeugnisse. Das Bearbeiten von Metall bietet mehrere Berufschancen. Dazu gehören:

➤ der Anlagenmechaniker,

➤ der Zerspanungsmechaniker,

➤ der Werkzeugmechaniker,

➤ der Mechaniker für die Konstruktion,

➤ und der Industriemechaniker.

Gute Jobaussichten: Studium der Metallkunde

Zusätzlich existieren Studiengänge mit Bezug zur Metallindustrie. Diesbezüglich gilt das Studium der Metallkunde als Beispiel. Die Metallkunde zählt zu der Wissenschaft, die sich mit Werkstoffen und Materialen befasst. Die Studenten erlernen theoretische Kenntnisse über das Verhalten und die Eigenschaften von Metallen. Ein wichtiges Gebiet stellt die Metallografie dar. Die Disziplin beschreibt den Aufbau des Gefüges von metallischen Werkstoffen. Das vermittelte Wissen besitzt für das Herstellen von Werkstoffen eine große Bedeutung. Ergänzend finden praktische Versuche mit Simulations- und Messverfahren statt. Die Versuche stammen aus der Werkstoffprüfung und Materialtechnik. Des Weiteren arbeiten die Studierenden mit PC-Programmen. Deshalb verlangen die Universitäten Kenntnisse in der Informatik. Die Absolventen profitieren nach dem Abschluss ihres Studiums von guten Berufschancen in der Metallindustrie. Zugleich bestehen gute Aussichten auf ein hohes Gehalt für Neueinsteiger. Die Ingenieure arbeiten in der Industrie oder für Behörden. Bei Letzteren übernehmen sie Aufgaben im Bereich des Prüfens von Werkstoffen.

Gehalt in der Metallindustrie

Die Metallindustrie bietet Interessierten zahlreiche unterschiedliche Stellen an. Die Ansprüche an die Kompetenzen, Qualifikationen und Erfahrungen der Bewerber variieren. Dementsprechend resultiert ein breites Spektrum der erzielbaren Gehälter. Bei Erwerbstätigen mit zwei bis fünf Jahren Berufstätigkeit bewegt sich der jährliche Lohn in einem Bereich von 35.000 bis 65.000 Euro. Erfahrene Arbeitnehmer beziehen ein höheres Gehalt. Die Abhängigkeit von der hierarchischen Position des Jobs bleibt erhalten. Angestellte mit fünf bis zehn Jahren Berufstätigkeit verdienen zwischen 43.000 und 100.000 Euro. Personen mit Kompetenzen in der Geschäftsführung verdienen bis zu 200.000 Euro jährlich. Bei langjähriger Erfahrung im ausgeübten Beruf besteht die Chance auf eine erneute Gehaltserhöhung. Zugleich geht die Lohnspanne stark auseinander. Der Lohn in der Metallindustrie bei Erwerbstätigen mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung liegt zwischen 45.000 und 150.000 Euro. Das Gehalt eines Geschäftsführers erhöht sich auf bis zu 300.000 Euro.

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