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Gesetzlicher Urlaubsanspruch pro Land - wer ist Urlaubsweltmeister ?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
10.06.2013

Ein Arbeitsleben ohne regelmäßigen Urlaub ist heute nicht mehr vorstellbar. Doch diese Selbstverständlichkeit musste sich die Arbeitnehmerbewegung in den ersten Jahrzehnten der Industrialisierung erst hart erkämpfen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Erholungsurlaub tarifrechtlich und gesetzlich verankert. Wie viel Urlaub den Arbeitnehmern zusteht, ist allerdings höchst unterschiedlich. Die Spanne reicht von 10 bis zu 30 Arbeitstagen. Die USA sind übrigens der einzige Staat in der westlichen Welt, in welchem der Urlaubsanspruch nicht gesetzlich verankert ist.

 

 

 

 

 

Wer sind die Urlaubs-Weltmeister?

 

Die Arbeitnehmer in Finnland, Frankreich und Brasilien können sich über den längsten Erholungsurlaub freuen. Ihnen stehen pro Jahr nämlich 30 Arbeitstage zu. Für die Franzosen bedeutet das fünf Wochen bezahlten Urlaub, weil die Sonntage nicht als Urlaubstag gewertet werden. Ähnlich ist die Situation in Finnland, wobei sich hier viele Arbeitnehmer über zwei zusätzliche freie Tage freuen können. Der Grund: Heilig Abend und Mittsommer sind keine Feiertage, sind in zahlreichen Arbeitsverträgen aber als Urlaubstag verankert.

Zur Spitzengruppe gehören außerdem Litauen, Russland und Großbritannien. Während in Litauen ein Mindestanspruch von 28 Kalendertagen als Erholungsurlaub gesetzlich verankert ist, sind es in Russland exakt 28 Kalendertage. In Großbritannien wurde der gesetzliche Urlaubsanspruch erst am 1. April 2009 erst um vier Tage auf 28 erweitert.

Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich?:

Mit einem Urlaubsanspruch von 20 Tagen liegt Deutschland international im Mittelfeld und gleichauf mit Staaten wie der Schweiz, Neuseeland, den Niederlanden und Italien.

Weniger Urlaub gibt es nur in den asiatischen Staaten Südkorea, Taiwan, Hong Kong, Singapur und Indien. Das Schlusslicht bilden Kanada und China, wo die Arbeitnehmer einen Anspruch auf nur zehn Tage bezahlten Urlaub haben.

Eine große Ausnahme bilden die USA, wo es keine bundesrechtlichen Vorgaben zum Thema Urlaub gibt. Hier haben die meisten Arbeitnehmer nach maximal zehn Berufsjahren einen Anspruch auf drei Wochen bezahlten Urlaub. Für Arbeitnehmer, die in einer Gewerkschaft organisiert sind, gibt es tarifliche Regelungen. Die Zahl der Urlaubstage schwankt in den USA zwischen zehn und 25.

Feiertage verzerren das Bild:

Die Zahl der Urlaubstage entspricht aber nicht der tatsächlichen Zahl an freien Tagen. Denn die nationalen Feiertage erhöhen die freien Tage für Arbeitnehmer teilweise erheblich. Beispielsweise werden in Indien und Japan mit je 16 die meisten Feiertage weltweit gezählt. Die Inder bringen es so auf 28 statt 12 freier Tage, die Japaner insgesamt sogar auf 36. Am wenigsten Feiertage, nämlich acht, gibt es dagegen in den Niederlanden, in Australien und in Großbritannien. Mit einer cleveren Urlaubsplanung lässt sich die freie Zeit am Stück also erheblich ausdehnen.

Quelle:mercer.com/

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