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Muss ich bei Vorstellungsgesprächen mein aktuelles Gehalt nennen?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
26.09.2014

Personalverantwortliche sind bekannt dafür, dass sie beim Bewerbungsgespräch manchmal merkwürdige Fragen stellen. Hin und wieder kommt auch die Frage nach dem aktuellen Gehalt vor. Wer nun den Lohn frisiert, könnte damit auf die Nase fallen.

Warum fragen Personaler nach dem aktuellen Gehalt?

In seltenen Fällen haben Personaler Böses im Sinn, wenn sie nach dem aktuellen Gehalt fragen. Böses wäre, wenn sie lediglich die Vermögensverhältnisse ausforschen wollten. Meistens steckt jedoch etwas anderes hinter dieser Frage.

Wird sich im selben Tätigkeitsfeld beworben, kann das bisherige Gehalt Rückschlüsse auf Leistungsbereitschaft, Qualifikation, Berufserfahrungen, Einsatzbereitschaft oder Leistungsfähigkeit zulassen. Ein niedriges Gehalt wird oftmals mit geringer Leistung gleichgesetzt. Die Frage nach dem bisherigen Gehalt wird auch häufig dann gestellt, wenn der Bewerber eine Gehaltsvorstellung angegeben hat. Ist die Differenz zwischen dem aktuellen und dem geforderten Lohn zu groß, geht der Personaler davon aus, dass sich der Bewerber ein wenig selbstüberschätzt. Wird sich in einem ganz anderen Berufsfeld als dem bisherigen beworben, kann ein Gehaltsvergleich nicht gelingen, da die Tätigkeit gar nicht verglichen werden kann. Wird dennoch nach dem aktuellen Gehalt gefragt, hat diese Frage keine Berechtigung. Um freundlich zu bleiben, kann jedoch höflich darauf hingewiesen werden, dass man sich weiterentwickeln und verbessern möchte.

Schummeln bei der Gehaltsangabe

Nun könnten einige Bewerber auf die Idee kommen, ihr aktuelles Gehalt zu frisieren, um beispielsweise einen falschen Rückschluss auf Leistung und Fähigkeit zu verhindern. Die Schummelei fällt jedoch auf, wenn der neue Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte in den Händen hält. Man könnte zwar behaupten, man habe noch eine Prämie am Jahresende erhalten, doch falls die Lüge herauskommt, muss man mit schlimmen Konsequenzen rechnen. Falsche Angaben können zur Anfechtung des Arbeitsvertrags führen und ebenso kann die Folge die Kündigung sein.

Deshalb der Tipp: Ehrlich antworten und das tatsächliche Gehalt nennen. Man muss keine Antwort geben, doch das hinterlässt einen faden Eindruck. Es hat seine Gründe, warum die Stelle gewechselt wird und ein Grund kann die bisherige Gehaltshöhe sein. Genau das kann in die Antwort einfließen.

Weiterführende Infos zum Thema:

Wie realistische Gehaltsvorstellung fürs Vorstellungsgespräch finden?

Gehaltsverhandlung: Wie hoch ist mein Marktwert?

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