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Tipps für das Telefoninterview

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
03.05.2017
©GEHALT.de

Vor einer Zu- oder Absage steht Bewerbern der gesamte Bewerbungsprozess bevor. In kleineren Betrieben kann dies ausschließlich ein Vorstellungsgespräch sein, in größeren Unternehmen sind mehrere persönliche Gespräche nicht selten. Auch ein vorangestelltes Telefoninterview ist möglich. Wir geben Ihnen Tipps, was Sie hierbei beachten sollten.

 

Wozu ein Telefoninterview?

Ein Telefoninterview dient in erster Linie als erster persönlicher Kontakt, ein gegenseitiges Abklopfen sozusagen. Vor allem Unternehmen mit einer Vielzahl an Bewerbern können mithilfe eines Telefoninterviews schon einmal vorselektieren, wen sie gerne persönlich kennenlernen möchten. Bewerber sollten ein Telefoninterview nicht unbedingt als erste Prüfung, sondern viel mehr auch als Chance sehen. Nicht nur das Unternehmen hat die Möglichkeit, den Kandidaten besser kennenzulernen, sondern der Kandidat erhält ebenfalls einen ersten Eindruck. Passe ich in das Unternehmen? Würde ich mich dort wohlfühlen? Mit diesem ersten Vorfühlen können Bewerber ihre Absichten abgleichen.

 

Was gibt es beim Telefoninterview zu beachten?

1. Suchen Sie sich einen ruhigen Ort

Ein Telefoninterview sollte an einem ruhigen und ungestörten Ort stattfinden, im Idealfall zuhause. Öffentliche Orte sind weniger sinnvoll, da unvorhergesehen Faktoren das Gespräch stören können. Das Handy gehört lautlos. Wer in den eigenen vier Wänden telefoniert, kann sogar auch die Türklingel ausschalten. Im Idealfall sind auch Partner, Mitbewohner oder Haustier nicht im Raum, damit Sie nicht abgelenkt werden und Ihre volle Konzentration dem Gespräch widmen können.

 

2. Planen Sie ausreichend Zeit ein

In der Regel erfolgt mit der Einladung zum Telefoninterview auch ein Zeitrahmen. Dennoch sollten Sie ausreichend Zeit einplanen – das Gespräch kann sich aus terminlichen Gründen des Personalers verzögern oder aufgrund eines guten Verlaufs verlängern. Wer dann nervös auf die Uhr schaut, verbaut sich selbst seine Chancen. Sie können versuchen, das Gespräch auf einen freien Tag oder den frühen Abend zu legen, sodass das Interview ohne Zeitdruck und Störfaktoren verlaufen kann.

 

3. Schaffen Sie eine professionelle Gesprächsatmosphäre

Damit Sie ein konzentriertes Gespräch führen können, sollten Sie eine für Sie ideale Gesprächsatmosphäre schaffen. Auch wenn das Sofa bequem ist, wird jemand in einer aufrichtigen Sitzposition aufmerksamer zuhören und sich besser verkaufen können. Ein geübtes Ohr kann außerdem oft hören, ob der Gesprächsteilnehmer im Sitzen, im Stehen oder im Liegen telefoniert. Wer Schwierigkeiten hat, sich die Ernsthaftigkeit des Gesprächs zu vergegenwärtigen, kann sich sogar wie für ein persönliches Vorstellungsgespräch kleiden.

 

4. Rechnen Sie mit Standardfragen

Obwohl das Telefonat dem persönlichen Gespräch vorangestellt ist, sollten Sie es nicht zu leicht erwarten. Sie können davon ausgehen, dass Ihnen in einem Telefoninterview eine ganze Reihe von Standardfragen gestellt werden. Beispiele hierfür sind unter anderem:

  • Warum haben Sie sich bei uns beworben?
  • Wieso sind Sie der/die Richtige für diesen Job?
  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • An wie vielen Standorten sind wir tätig?
  • Wie oder womit verdienen wir unser Geld?
  • Kennen Sie unsere Unternehmensvision?
  • Nennen Sie mir drei erfolgreiche Produkte aus unserem Haus.
  • Was sind Ihre Stärken? Was sind Ihre Schwächen?

Auch gezielte Fragen zur offenen Position sind sinnvoll. Sie sollten sich daher ausführlich über das Unternehmen und die ausgeschrieben Stelle informieren und sich mittels Notizen vorbereiten. Der Vorteil ist, dass Sie während des Interviews immer mal wieder auf Ihren Zettel spicken können oder die Webseite des Unternehmens öffnen können. Wer allerdings auf der Tastatur herumtippt und seine Wissenslücken schnell über Google schließen möchte, läuft Gefahr, ertappt zu werden.

 

5. Inhalt und Sprache statt Gestik und Mimik

Gestik und Mimik fallen bei einem Telefoninterview komplett weg, weshalb Bewerber mit Inhalt und Stimme bei dem Personaler punkten müssen. Das Gespräch findet also vorrangig auf der Sachebene statt. Die Beziehungsebene, auf der Sympathien ausgetauscht werden, funktioniert nur eingeschränkt. Umso wichtiger werden Rückmeldungen beider Gesprächsteilnehmer, die beispielsweise Zustimmung signalisieren. Obwohl Personaler darin geschult sind, kurze Fragen zu stellen und ihre Aussagen gut zu timen, sollten Bewerber aufmerksam zuhören und auf die Gesprächsaufforderung abwarten. Das ist besonders wichtig, damit sich die Gesprächspartner nicht gegenseitig unterbrechen. Ein Telefoninterview kann auch mit mehr als zwei Personalern stattfinden, das Timing wird dann umso wichtiger.
Es ist übrigens durchaus legitim, sich während des Gesprächs Notizen zu machen und hierfür eine kurze Schreibpause einzufordern. Das ist vor allem sinnvoll, damit sich der Arbeitgeber nicht über weniger Rückmeldung wundert.

 

6. Die Hardware muss funktionieren

Hält der Akku? Habe ich Empfang? Neben dem Inhalt müssen Sie sich auch technisch auf das Gespräch vorbereiten. Wer in seiner Wohnung keinen guten Handyempfang hat, sollte besser über den Festnetzanschluss telefonieren. Ein voller Akku ist ein Muss! Die Gesprächsqualität ist über Headset oft besser, da Nebengeräusche besser herausgefiltert werden.
Bei einem VoiceChat per Internet, zum Beispiel Skype, sind neben des Batteriestands des Laptops auch die Internetverbindung sowie das Mikrofon wichtig. Wer die Wahl hat, ist übrigens mit einem Telefonat über Mobil- beziehungsweise Festnetz besser beraten. Auch bei einer guten Bandbreite kann es bei Internetgesprächen zu Verzögerungen oder Rückkopplungen kommen, die den Bewerber ablenken.

 

7. Das Wichtigste in greifbarer Nähe

Auch wenn Sie während des Gesprächs durch das Zimmer laufen möchten, sollten Sie das Wichtigste in greifbarer Nähe haben. Dazu gehören Ihre im Vorwege festgehaltenen Notizen sowie etwas zum Schreiben. Auch ein Glas Wasser in der Nähe ist wichtig. Wer viel spricht, muss zwischendrin auch etwas trinken.

 

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