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Wann hat ein Arbeitnehmer Urlaubsanspruch ?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
18.07.2012

Der Anspruch auf Urlaub ist für viele Arbeitnehmer ein Buch mit sieben Siegeln. Was passiert bei einer Erkrankung und wer hat eigentlich wann in welcher Länge Urlaubsanspruch?

Es gilt das Bundesurlaubsgesetz:

Geregelt ist der Mindestanspruch auf Urlaub für Arbeitnehmer im Bundesurlaubsgesetz. Doch für viele Arbeitnehmer bleiben immer noch viele Fragen offen. So wissen sie beispielsweise nicht, wann der Urlaub entsteht oder was mit den Urlaubstagen passiert, die im entstandenen Jahr nicht verbraucht wurden. Auch beim Urlaubsanspruch bei Kündigung besteht meist Klärungsbedarf.

So sieht die Urlaubsregelung aus:

Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf den Mindesturlaub, wie er im Bundesurlaubsgesetz geregelt ist. Dieser beträgt bei einer Woche mit 5 Tagen 20 Arbeitstage. Sind es mehr oder weniger Tage, an denen in der Woche gearbeitet wird, verlängert oder verkürzt sich der Anspruch entsprechend. Auch in Arbeitsverträgen oder Tarifverträgen können andere Einigungen festgeschrieben sein. Der Urlaubsanspruch kann dann aber nur über den Mindestanspruch hinausgehen, verkürzen kann sich der Anspruch auf den Mindesturlaub nicht. Bei Schwerbehinderten wird ein Anspruch auf fünf zusätzliche Urlaubstage zugestanden.

Geht der Arbeitnehmer ein neues Arbeitsverhältnis ein, so muss er erst eine Wartezeit von sechs Monaten einhalten, ehe er seinen Urlaub nehmen kann. Diese Zeit entspricht auch meist der Probezeit. Nachdem die Wartezeit abgelaufen ist, hat der Arbeitnehmer dann Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub. Bleibt der Arbeitnehmer nicht im Unternehmen und verlässt er es innerhalb der ersten sechs Monate, hat er nur Anspruch auf einen Teilurlaub für jeden Monat, den er voll gearbeitet hat. Während des Urlaubs bekommt der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber die Arbeitsvergütung fortgezahlt, die sich nach der Höhe des Arbeitsverdienstes im Durchschnitt in den letzten 13 Wochen vor Beginn des Urlaubs berechnet.

Wurde der Urlaub vom Arbeitgeber bewilligt, kann dieser diese Einwilligung nicht einfach widerrufen. Der Arbeitnehmer ist auch nicht verpflichtet, während seines Urlaubs erreichbar zu sein. Auch E-Mails muss er weder lesen noch beantworten. Da Krankheit und Urlaub nicht miteinander zu vereinbaren sind, muss der Arbeitnehmer, sofern er während des Urlaubs krank wird, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen und zwar in der festgesetzten Frist. Zudem muss er den Arbeitgeber von der Erkrankung informieren. Der Urlaub kann dann zu einem späteren Zeitpunkt genommen werden.

Selbst kann sich ein Arbeitnehmer nicht beurlauben, der Urlaub ist mit dem Arbeitgeber abzusprechen. Grundsätzlich ist es so, dass ein Urlaub, der innerhalb des Kalenderjahres nicht genommen wurde, am Ende automatisch verfällt. Es sei denn, dass der Urlaub aus betrieblichen Gründen oder anderen Gründen wie beispielsweise bei einer Erkrankung des Arbeitnehmers nicht genommen werden konnte. Er wird dann bis zum 31.03. ins darauffolgende Jahr übertragen. Bei Kündigung oder bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses besteht Anspruch auf Urlaubsabgeltung, sofern der Anspruch noch nicht erfüllt ist.

Quelle:Aachenerr-Zeitung.de

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