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Welches sind die häufigsten Kündigungsgründe?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
24.06.2013

Hier muss unterschieden werden in betriebsbedingte Gründe, personenbezogene Gründe und verhaltensbedingte Gründe. Vermutlich dürften betriebsbedingte Kündigungen derzeit mit die häufigsten sein, die ausgesprochen werden. Dies betrifft vor allem ältere Arbeitnehmer. Die personenbezogenen oder verhaltensbedingten Kündigungen hingegen betreffen eher junge Leute, die sich im Arbeitsleben nur schwer zurechtfinden.

Betriebsbedingte Kündigungsgründe:

Die verschiedenen Gründe für eine betriebsbedingte Kündigung haben alle gemeinsam, dass ein Betrieb die Kosten für einen Arbeitnehmer nicht mehr tragen kann. Jedoch muss hier nachgewiesen werden, dass tatsächlich finanzielle Schwierigkeiten, die anders nicht abzuwenden sind, vorliegen. Umsatzrückgänge können eine solche Situation auslösen. Auch wenn die finanzielle Unterstützung für einen Arbeitsplatz von außen wegfällt oder Rationalisierungsmaßnahmen einen Arbeitsplatz überflüssig machen. Wenn ein Betrieb aus Kostengründen ganz oder teilweise schließen muss, etwa weil er Anteile seiner Produktion an einen anderen Betrieb verlegt, ist dies ein solcher Kündigungsgrund. Vor allem im Bauwesen und der Gastronomie kann zudem die Saison beziehungsweise die Witterung als betriebsbedingter Kündigungsgrund ins Gewicht fallen.

Personenbezogene Kündigung hat oft gesundheitliche Gründe:

Der Kündigungsschutz im Krankheitsfall wurde vor einigen Jahren aufgehoben. Daher sind lang dauernde Krankheit, die mehr als eineinhalb Jahre in Anspruch nimmt, oder auch häufige Kurzerkrankungen, die in einem Jahr sechs Wochen überschreiten inzwischen Kündigungsgründe. Ebenso, wenn ein Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll belastbar ist. Hier muss eine Minderung um mindestens dreißig Prozent vorliegen. Auch negative gesundheitliche Prognosen, also wenn es absehbar ist, dass der Arbeitnehmer kurz oder mittelfristig nicht mehr voll zur Verfügung steht, wird als Grund gewertet. Ebenso Suchterkrankungen, wie Alkoholismus oder Drogenkonsum, aber auch andere Süchte, die die Einsatzmöglichkeiten des Arbeitnehmers begrenzen und/oder er sich als therapieresistent erweist.

Verhaltensbezogene Kündigung kann oft gemieden werden:

Bei einer solchen Kündigung hat der Arbeitnehmer gegen Auflagen in seinem Vertrag verstoßen oder die Betriebs- und Verhaltensordnung verletzt. Wenn zum Beispiel absichtlich oder aus Versehen (fahrlässig) Schäden im Betrieb angerichtet werden, ist dies ein solcher Grund. Bekanntes Beispiel: Der Kurierfahrer, der einen Autounfall durch zu schnelles Fahren auslöst. Auch Nebentätigkeiten, die entweder im Arbeitsvertrag ausdrücklich verboten sind oder die Haupttätigkeit beeinflussen, stellen einen Kündigungsgrund dar. Ebenso, wenn der Sorgfalts- und Informationspflicht nicht nachgekommen wird, also etwa Krankmeldungen nicht oder zu spät eingereicht werden. Teilweise oder gänzliche Arbeitsverweigerung ist ein Grund zur Kündigung, oft sogar fristlos. Bei den anderen verhaltensbedingten Kündigungen braucht es meist Wiederholungen und eine vorausgegangene Abmahnung.

Fachliche Gründe können ebenfalls vorliegen:

Ein solcher Grund ist zum Beispiel, wenn für eine Tätigkeit der Führerschein nötig ist, der Mitarbeiter diesen aber verliert. Kann er dann nicht anders beschäftigt werden, erfolgt die Kündigung. Auch ein sehr leistungsschwacher Mitarbeiter, der offensichtlich für die Tätigkeit nicht geeignet ist kann die Kündigung erhalten, wenn der Betrieb keine anderen Möglichkeiten hat, mit den Mängeln umzugehen. Ebenso ist das Fehlen der Arbeitserlaubnis ein Kündigungsgrund. Wenn Sie die Kündigung erhalten, muss Ihr Arbeitgeber begründen, warum er Sie entlässt. In einem solchen Fall ist es wichtig sich zu informieren, ob der Grund wirklich tragfähig und rechtens ist. Beratungsstellen am Arbeitsgericht und das Internet bieten Möglichkeiten, sich ein Bild über die Wirksamkeit der Kündigung zu verschaffen.

Quelle:arbeits-abc.de

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