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Wie bestrafen Chefs ihre Mitarbeiter?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
03.04.2014

Manche Chefs schaffen es nicht professionell damit umzugehen, wenn sie einen Mitarbeiter weniger sympathisch finden. Diese Angestellten bekommen dann die Wut, den Ärger oder den Frust des Bosses anhand von heimlischen oder beleidigenden Strafen ab.Chef bestraft Mitarbeiter

Wenn der Boss mal wieder beleidigend wird

Die Umgangsformen einiger Chefs sind nicht gerade von Höflichkeit geprägt. Besonders wichtige Mitarbeiter, die gekündigt haben, bekommen Beleidigungen seitens des Arbeitgebers zu spüren. Rache ist scheinbar süß, doch fair ist das nicht und diese Machtspielchen muss sich niemand gefallen lassen. Wird der Chef frech oder beleidigend, zeigt er im Grunde, dass er mit Misserfolgen, Niederlagen oder Kritik nicht umgehen kann. Er macht andere dafür verantwortlich und weist mit seinen Beleidigungen seine eigene Verantwortung von sich. Diese Machtdemonstration kann er aber nur solange fortsetzen, bis sich die betroffenen Mitarbeiter nicht mehr davon einschüchtern lassen.

Setzt man sich zur Wehr, sollte das auf freundliche, aber bestimmte Art geschehen. Mit folgenden Verhaltensweisen wird dem Chef deutlich gemacht, dass man mit Respekt behandelt werden möchte und darauf besteht:

  • Die Beleidigung wird gekonnt ignoriert und mit einem Satz wird die Brücke zur Sachlichkeit gelenkt: „Welche sachlichen Argumente haben Sie denn für Ihre Bedenken anzubringen?“
  • Die unfaire Aussage des Chefs wird deutlich angesprochen: „Wenn wir weiterkommen wollen, helfen diese unsachlichen Entgegnungen wenig.“
  • Kontern geht ebenso auf humorvolle Weise. Damit zeigt man gleichzeitig, dass die Beschimpfungen des Chefs nicht sonderlich ernst genommen werden können: „Oh, Sie scheinen sehr erregt zu sein. Sprechen Sie jetzt die Sache an oder möchten Sie mich persönlich angreifen?“
  • Falls der Boss mit seinen Beleidigungen nicht aufhört hilft nur, das Gespräch abzubrechen: „Ihre Beleidungen akzeptiere ich nicht. Wir können gerne auf sachlicher Ebene weiterreden, wenn Sie dazu bereit sind!“. Der Chef darf ruhig im Regen stehen gelassen werden, wenn er nicht fähig ist, vernünftig und ruhig zu diskutieren.

Ständig Sonderaufgaben – was tun?

Es gibt die Chefs, die ihre Mitarbeiter nicht laut beleidigen, dafür mit ständigen Sonderaufgaben bestrafen. Oder sie verteilen Arbeiten an die Angestellten, die ziemlich unbeliebt sind.

Wer nun andauernd mit Zusatzaufgaben überhäuft wird, sollte Nein sagen lernen. Selbstverständlich bedeutet dies nicht, jede Sonderaufgabe abzulehnen, denn manchmal ist es notwendig und zudem richtet sich die Art der Aufgabe nach dem, was im Arbeitsvertrag steht. Es geht also nicht um gelegentliche Sonderaufgaben, sondern um häufige, zusätzliche Arbeiten, die entweder nichts mit dem Aufgabenfeld zu tun haben, für das man eingestellt wurde oder für die ständig Überstunden fällig sind. Auch bei diesen Strafarbeiten handelt es sich um eine Machtdemonstration. Sie funktioniert, wenn die Mitarbeiter sich nicht zur Wehr setzen, beispielsweise aus Sorge, ihren Job zu verlieren. Ja-Sager machen es dem unfairen Boss einfach, allerdings nicht selten auf Kosten der Gesundheit: Wer immer Ja sagt und diese Sonderaufgaben übernimmt, wird irgendwann mit Erschöpfung und Dauerstress zu kämpfen haben.

Nein sagen will geübt werden und manchen Menschen fällt dies sehr schwer. Eine Alternative ist der Kompromiss, der dann aber nicht mehr diskutiert wird. Der Chef kommt mal wieder mit einer Sonderaufgabe an, doch Dein Arbeitsplan ist schon mehr als randvoll. Freundlich sagt man ihm, dass diese Aufgabe nicht sofort erledigt werden kann: „Diese Woche kann ich das nicht mehr erledigen, aber nächste Woche werde ich diese Aufgabe gerne übernehmen!“ Zeigt sich der Chef nicht bereit, diesen Kompromiss einzugehen, fordert man zukünftige Absprachen ein: „Es wäre besser, wenn wir in Zukunft solche Zusatzaufgaben früher absprechen!“ Der Boss muss wissen, dass er mit seinen Strafarbeiten keinen Erfolg mehr hat. Dann werden die hinterlistigen Machtspielchen ein Ende haben.

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