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Wie realistische Gehaltsvorstellung für’s Vorstellungsgespräch finden?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
03.03.2014

In vielen Stellenausschreibungen wird darum gebeten, im Bewerbungsschreiben den Gehaltswunsch zu nennen. Für viele Interessenten bedeutet dies Stress, denn sie haben Angst, ein zu hohes oder ein zu niedriges Gehalt zu nennen und damit direkt aussortiert zu werden.
Was ist eine realistische Gehaltsvorstellung? Von welchen Kriterien hängt sie ab und wie soll man herausfinden, welche Gehaltshöhe der potenzielle Chef realistisch nennt?

Warum die Bitte nach der Gehaltsvorstellung?

Wenn darum gebeten wird, eine Gehaltsvorstellung zu nennen, möchten die Unternehmen meistens checken, ob die Bewerber ihren Marktwert realistisch einschätzen können. Dieser Marktwert hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von Berufserfahrungen und Qualifikationen. Kleinere Firmen sehen an den Gehaltswünschen auch, ob sie sich den Bewerber leisten können. Die Unternehmen wollen somit keine Interessenten mit der Bitte um den Gehaltswunsch abschrecken oder absichtlich in Stress versetzen, sondern lediglich abchecken, ob der Bewerber für die ausgeschriebene Stelle und die Firma in Frage kommt. Dieser Bitte sollte unbedingt nachgekommen werden. Lässt ein Interessent im Bewerbungsschreiben seine Gehaltsvorstellung aus, obwohl ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, kann dies ein schlechtes Bild auf ihn werfen. Der Personalverantwortliche fragt sich natürlich, warum der Gehaltswunsch nicht genannt wird und könnte ebenso glauben, dass der Bewerber auch im Arbeitsverlauf herangetragene Aufgaben nicht erfüllt.

Wonach richtet sich die Gehaltsvorstellung?

Die Gehaltshöhe hängt unter anderem von der Region, der Branche, dem Beruf, der Ausbildung und der Unternehmensgröße ab. Auch die Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen spielen eine Rolle dabei, wie man sein Einkommen realistisch einschätzen kann.

Zudem sollte die Stellenausschreibung genau gelesen werden: Wird nach einem Berufsanfänger gesucht, muss das Einstiegsgehalt für diesen Berufszweig ermittelt werden. Wer dann eine Summe nennt, die einer Person mit mehrjähriger Erfahrung entspricht, katapultiert sich direkt heraus. Die Antwort auf die Frage nach der Gehaltsvorstellung könnte dann – nach ausreichender Recherche des Marktwertes – folgendermaßen lauten: „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei xx Euro monatlich oder xxx Euro jährlich, je nach Benefits und Sonderzahlungen Ihres Unternehmens“. Wenn beispielsweise Auslandsaufenthalte zum Aufgabenfeld gehören, ist es realistisch ein festes Gehalt anzugeben, aber darauf hinzuweisen, dass Flugkosten, Hotelkosten und ähnliches nicht in diesem Einkommen enthalten sein sollten.

Eigene Gehaltsvorstellung und Realitätssinn

Jeder Bewerber hat natürlich eine Vorstellung davon, wie hoch das Gehalt sein sollte, um den individuellen Lebensstandard finanzieren zu können. Selbstverständlich sollte das Einkommen die Lebenshaltungskosten decken. Bestenfalls kann sich von dem Gehalt Urlaub, Musikunterricht der Kinder oder sonstige Ausgaben geleistet werden. Allerdings müssen die Gehaltswünsche mit der Realität übereinstimmen. Ein Beispiel: Ein Familienvater hat bisher in einem großen Konzern in der Stadt gearbeitet, möchte aber zukünftig mehr Zeit für die Familie aufbringen. Nun bewirbt er sich in einem mittelständischen Unternehmen auf dem Land, da er in diesen Ort umziehen wird. Bisher verdiente er jährlich 80 000 Euro plus Sonderleistungen. Mit seinen Berufserfahrungen und Qualifikationen kann er diese Summe und eventuell auch mehr verlangen, allerdings nicht im kleinen Unternehmen in einer Region mit durchschnittlich niedrigeren Löhnen. Er kann pokern und abwarten, ob der Unternehmer nicht doch so viel Geld ausgeben kann, um diese Fachkraft einzustellen. In der Regel wäre solch eine Gehaltsvorstellung jedoch unrealistisch, denn kleinere Firmen in ländlichen Regionen können meistens nicht die Fachkräfte einstellen, die ein Konzern beschäftigen kann.

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