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Postbote/-in – Berufsbild

Jeder kennt sie, manche ärgern sich über sie, aber verzichten auf sie kann niemand: Die Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen oder allgemein bekannt als Postbote, Briefträger, Paket- oder Postzusteller ist in erster Linie für die Sortierung und die Zustellung von Briefen, Paketen oder anderen Sendungen zuständig.

Gerade in Zeiten von Amazon und Online-Shopping haben sie besonders viel zu tun: DHL-Kuriere, UPS-Paketzusteller, Hermes-Boten und DPD-Paketdienst-Fahrer sorgen dafür, dass wir unsere Pakete rechtzeitig vor die Wohnungstür geliefert bekommen.

Aufgaben von Postboten und Paketzustellern: sortieren, zustellen, beraten

Zunächst einmal kann man den Aufgabenbereich einer Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen in zwei Aufgabenfelder unterteilen. Es gibt zum einen die Arbeit in der Zustellung und zum anderen die im Innendienst.

In der Zustellung wird dem Postboten ein bestimmter Bezirk zugeteilt, welcher sich grundsätzlich nur in Ausnahmefällen ändert. Dort ist er in erster Linie für die Zustellung von Sendungen zuständig, aber auch die Leerung von Briefkästen kann in seinen Aufgabenbereich fallen. Diese Aufgabe übernehmen häufig Briefzusteller bei der Deutschen Post. Bei der Zustellung ist es entscheidend, dass die Sendung ihren Empfänger schnell und zuverlässig erreicht. Dabei kann die Fortbewegung sehr unterschiedlich ausfallen. Meistens sind Brief- und Paketzusteller mit einem Auto unterwegs, aber besonders im Stadtverkehr werden oft Fahrräder eingesetzt. Da die Sortierarbeit mittlerweile zum Großteil von Maschinen übernommen wird, müssen Postboten nur die Feinsortierung entsprechend der Zustellroute vor der Zustellung erledigen. Lager- und Versandmitarbeiter übernehmen häufig in Nachtschichten die Brief- und Paketsortierung.

Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleitungen arbeiten aber genauso im Innendienst, also im Lager oder in der Filiale. Dort nehmen sie Pakete, Päckchen sowie Briefe entgegen und geben Sendungen aus, die nicht regulär zugestellt werden konnten. Weiterhin informieren sie Kunden über Versandmöglichkeiten und berechnen das Entgelt. Somit sind sie ebenfalls für die Verwaltung der Kassen zuständig und erstellen Abrechnungen. Darüber hinaus nehmen Postboten auch Reklamationen entgegen und forschen nach verspäteten oder verlorengegangenen Sendungen, falls etwas im Sendeverlauf nicht ordnungsgemäß abgelaufen ist.

Wo Postboten arbeiten: DHL, DPD, UPS & Co.

In der Regel arbeiten Postboten bei Paketdiensten oder Logistikunternehmen. Nach der Ausbildung können Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen als Fahrer, Kurier, Brief- oder Paketzusteller bei den verschiedensten Unternehmen wie DPD, DHL, Hermes, UPS, GLS oder der Deutschen Post eine Anstellung finden. Ungelernte Post- und Paketzusteller arbeiten häufig bei den Subunternehmen großer Paketdienstleister.

Die Ausbildung: So wird man Postbote

Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen ist eine gesetzlich geregelte Ausbildung, die insgesamt zwei Jahre dauert. Bis vor einigen Jahren war man als Postbote noch Beamter, was aber durch die Privatisierung und den Verlust der Monopolstellung der Deutschen Post immer weiter abgebaut wird. Es gibt zwar noch einige wenige Beamte in dem Beruf, doch die meisten sind mittlerweile Angestellte. Heute kann daher die Ausbildung nicht nur im Unternehmen der Deutschen Post, sondern auch bei anderen Paketzustellungsunternehmen wie z. B. bei Hermes absolviert werden.

Um vor allem die Tätigkeiten in der Zustellung auch in Eigenverantwortung meistern zu können, sammeln Auszubildende bereits früh in ihrer Lehrzeit Praxiserfahrung. Mitbringen sollte man darüber hinaus ein gewisses Maß an Ausdauer, Kommunikationsfreudigkeit und Belastbarkeit, da die Post auch bei winterlichen Temperaturen, Hitze, Regen und Schnee zugestellt wird.

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