Was verdient eigentlich ein …?

Agrarprodukte – Brancheninformationen

Unter die Branche Agrarprodukte fallen alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die später von der Nahrungsmittelindustrie veredelt und zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden. Vor allem bei kleinen Betrieben setzt sich allerdings auch der Trend durch, dass die Erzeugnisse von den Landwirten direkt verarbeitet und anschließend über Hofläden vertrieben werden. Grundsätzlich wird die Landwirtschaft in die Pflanzenproduktion und die Tierhaltung aufgeteilt.

Die Pflanzenproduktion umfasst neben dem Ackerbau auch den Anbau von Obst und Zierpflanzen sowie Wein. Seit einigen Jahren werden auf landwirtschaftlichen Flächen außerdem verstärkt Pflanzen angebaut, die für die Gewinnung von Bioenergie genutzt werden. Schweine, Rinder, Schafe, Geflügel und Fische werden dagegen von Landwirten, die sich auf die Tierhaltung spezialisiert, gehalten. Reiterhöfe gelten zwar auch als landwirtschaftliche Betriebe. Diese sind aber vorwiegend auf Freizeit und Tourismus ausgerichtet. Ob in einem Betrieb pflanzliche oder tierische Agrarprodukte hergestellt werden, hängt sehr stark von der Qualität des Bodens ab. Grundsätzlich gilt: Je besser der Boden, umso lohnenswerter ist die Produktion von Pflanzen. Zusätzlich unterscheidet man zwischen intensiver und extensiver Landwirtschaft. Typisch für die extensive Produktion ist ein Wechsel der Fruchtfolge, während bei der intensiven Landwirtschaft die Pflanzen zielgerichtet gedüngt werden.

Die landwirtschaftlichen Betriebe werden darüber hinaus dahin gehend klassifiziert, welche Art von Agrarprodukten sie vorwiegend produzieren. Für Futterbaubetriebe beispielsweise lautet das Kriterium, dass der größte Teil des Einkommens aus Rindermast, Milchvieh-, Pferde oder Schafhaltung stammt. Bei Marktfruchtbetrieben wird hauptsächlich Getreide, Gemüse und Obst angebaut, das später zu Nahrungsmitteln verarbeitet wird. Von einem Sonderkulturbetrieb spricht man beispielsweise dann, wenn Wein, Hopfen oder Obst angebaut wird. Schließlich gibt es noch Gartenbaubetriebe, Viehhaltungsbetriebe, Veredelungsbetriebe - das betrifft hauptsächlich die Geflügelhaltung und die Schweinemast - sowie Gemischt- und Kombinationsbetriebe, die sich auf mehrere Standbeine konzentrieren.

Der bekannteste Beruf aus der Branche der Agrarprodukte ist der Landwirt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Berufen, die eng mit der Branche verzahnt sind. So sind in der Grundlagenforschung etwa Botaniker, Zoologen und Biologen gefragt, die an Kulturpflanzen und Nutztieren forschen. Für den ökonomischen Bereich eines Betriebes ist der Hauswirtschafter zuständig. Sowohl beim Futtermittel- als auch beim Marktfruchtbau sind in der der Lagerhaltung und in der Veredelung Spezialisten gefragt. Im Bereich der Sonderkulturen gibt es neben dem Winzer auch den Brenner als anerkannten Ausbildungsberuf. Dieser veredelt Agrarprodukte wie Getreide oder Kartoffeln zu Alkohol.

Am breitesten gefächert sind die Berufe in der Pflege und Zucht von Tieren. Das Spektrum reicht vom Fisch- und Pferdewirt bis hin zum Tierarzt, der für die Gesundheit der Tiere verantwortlich ist. Zahlreiche weitere Berufe vom Förster bis hin zum Landmaschinenmechaniker sind im Umfeld der direkten Produktion von Agrarprodukten entstanden.

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