Was verdient eigentlich ein …?

Großhandel – Brancheninformationen

Der Großhandel ist bekannt als Zwischenhandel. Der Anbieter der Ware stellt sie nicht her und verarbeitet diese nicht. Stattdessen kauft der Anbieter der Waren bei Herstellern oder anderen Lieferanten ein. Der Weiterverkauf erfolgt an weitere Handelsteilnehmer. Ausgeschlossen sind private Haushalte. Der Großhandel verkauft seine Waren ausschließlich an Marktteilnehmer, wie Einzelhandel, Gewerbe, Handwerk oder an andere gewerbliche und industrielle Betriebe. Der Großhandel fungiert als ein Bindeglied zwischen den Herstellern und deren unterschiedlichen Vertriebsstufen und den Einzelhändlern beziehungsweise Gewerbetreibenden. Der Großhandel bietet aus den unterschiedlichen Vertriebszweigen die Waren den Abnehmern gebündelt an.

Der Einzelhandel und der Gewerbetreibende genießen den Vorteil, nicht unter dem Zwang zu stehen, bei jedem Hersteller anzufragen, einzukaufen und den Transport zu organisieren. Zudem ist dies kosten- und zeitintensiv. Der Einzelhändler nutzt die Vorteile des Großhandels, seine Zeit in andere geschäftliche Aktivitäten zu investieren. Auf der anderen Seite zieht der Hersteller aus der alleinigen Geschäftsbeziehung mit dem Großhandel großen Nutzen.

Der Großhandel bietet für die Hersteller und den Einzelhandel und Gewerbetreibende viele Vorteile. Er nimmt große Mengen ab. Der Hersteller gewährt Rabatte und Nachlässe bei größeren Verkaufseinheiten. Demzufolge kauft der Einzelhandel eine kleine Menge an einem Produkt beim Großhandel zu einem günstigeren Preis ein. Die kleine Menge im Einzelhandel führt nicht zu Rabatten bei den Herstellern. Erst der Großhandel bringt den Vorteil, zu günstigeren Preisen einzukaufen. Die Hersteller besitzen andererseits einen großen Abnehmer für die Waren.

Darüber hinaus lagert der Großhandel die Waren ein, sodass der Hersteller, der Einzelhandel und der Gewerbetreibende keine eigenen großen Lagerhäuser brauchen. Der Großhandel organisiert, überwacht und optimiert die komplette Wertschöpfungskette. Ein reibungsloser Warenfluss liegt in seiner Verantwortung.

Drei Jahre bis zum Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel:

In Deutschland ist der Beruf in der Fachrichtung Großhandel ein Ausbildungsberuf. Eine dreijährige Ausbildung, entweder im Bereich des Handels oder in der Industrie, bieten die Ausbildungsbetriebe an. Der mittlere Bildungsabschluss berechtigt den Zugang zu der Ausbildung. Die Ansprüche der Unternehmen steigen und mehr Betriebe vergeben die Ausbildungsplätze an Absolventen der Fachhochschulreife. Die Absolventen verfügen bereits über betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse. Die Abschlussprüfung erfolgt vor der anerkannten Industrie- und Handelskammer. Für den Aufstieg der Karriereleiter bestehen im Anschluss einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese reichen von der kaufmännischen Qualifikation Fachkaufmann und Fachwirt bis hin zum Betriebswirt.

Gehalt in der Branche Großhandel:

Im bundesweiten Durchschnitt liegt das Gehalt beim Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandel bei circa 2.200 Euro pro Monat. Knappe 250 Euro Differenz besteht zwischen den Geschlechtern. Männer im Großhandel verdienen im Durchschnitt zwölf Prozent mehr als Frauen. Während eine Frau 2.050 Euro pro Monat brutto erhält, sind es bei den Männern bundesweit 2.300 Euro. Ein signifikanter Unterschied besteht zwischen Ost und West. Im Westen sind mit monatlich 2.212 Euro pro Monat zu rechnen. Im Osten sind es 19 Prozent weniger und circa 1.856 Euro.

Die Branche ist ausschlaggebend für das Gehalt. Als Kaufmann/-frau im Großhandel liegt das monatliche Gehalt in der Luft- und Raumfahrtbranche bei rund 4.680 Euro. Das monatliche Einkommen eines Mitarbeiters aus der Verkehrs-, Logistik- und Transportbranche beträgt etwa 2.000 Euro weniger als das der Kaufleute aus der Luft- und Raumfahrtbranche. Durchschnittlich ist ein Gehalt im Bereich Verkehr, Logistik und Transport von 2.800 Euro realistisch.

Mit zunehmender Arbeitserfahrung steigt das Gehalt. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt es zwischen 1.300 bis 1.800 Euro pro Monat. Abhängig ist dieses vom Bundesland sowie dem gültigen Tarifvertrag. Dieser gibt das Minimum an. Ein außertarifliches Gehalt ist verhandelbar, wenn Berufserfahrungen und Zusatzqualifikationen vorhanden sind. Anderenfalls gilt der Tarifvertrag für den Groß- und Außenhandel im jeweiligen Bundesland. Während der Ausbildung erhält der Auszubildende im ersten Jahr circa 650 bis 700 Euro. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt das monatliche Gehalt auf 710 bis 770 Euro. Im letzten Jahr der Ausbildung ist mit monatlich zwischen 770 bis 840 Euro zu rechnen. Die Vergütung während der Ausbildung ist im Tarifvertrag geregelt und ist keine Verhandlungssache. Mit ein paar Jahren Berufserfahrung steigt das Gehalt bis auf 2.400 Euro brutto pro Monat an.

Weiterbildung zahlt sich aus. Mit dem Abschluss eines geprüften Betriebswirts beginnt das monatliche Gehalt bei 2.500 Euro und steigt mit den Jahren bis zu 4.000 Euro an. Die Anzahl der Berufsjahre sowie Zusatzqualifikationen setzen den Kaufmann/-frau in eine gute Position, um zu verhandeln. Kaufleute mit abgeschlossenem Hochschulstudium zum Handelsbetriebswirt gehen im Monat mit bis zu 6.000 Euro brutto nach Hause.

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