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Konzernbuchhaltung – Brancheninformationen

Die Konzernbuchhaltung befasst sich als übergeordnete Abteilung mit der Rechnungslegung von Betrieben, die als Mutter- oder Tochterunternehmen einem Konzern angehören. Ihre Aufgabe besteht darin, die Bilanzen und Rechnungsabschlüsse der einzelnen Tochterunternehmen in einem gesamten Konzernabschluss darzustellen. Dazu fertigen die Konzernunternehmen Einzelabschlüsse, die als Grundlage für das Erarbeiten des Konzernabschlusses dienen. Dieser auch als Summenabschluss bezeichnete Konzernabschluss stellt die Geschäftsvorfälle in der Art eines einzigen Unternehmens dar.

Vorgehensweise der Konzernbuchhaltung

Da zwischen den einzelnen Unternehmen eines Konzerns geschäftliche Beziehungen bestehen, ist die Aussagekraft der Einzelabschlüsse geringer als bei unabhängigen Unternehmen. Erst der Konzernabschluss gibt die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage des Konzerns korrekt wieder. Maßnahmen zur Konsolidierung dienen dem Bereinigen des Summenabschlusses von den Verflechtungen zwischen den Mutter- und Tochterunternehmen. Die Einheitsfiktion stellt den Konzern als ein einheitliches Unternehmen dar.

Börsenordnungen, nationale Gesetze, Vorschriften der Rechnungslegung und vertragliche Vereinbarungen entscheiden darüber, ob ein Mutterunternehmen einen Konzernabschluss ausarbeiten muss. Das vorherrschende System der Rechnungslegung bestimmt den Umfang des Konzernabschlusses. Ein solcher sollte laut Vorschriften der Rechnungslegung folgende Bestandteile enthalten:

➤ Gewinn-und-Verlust-Rechnung,

➤ Rechnung über die Veränderung des Eigenkapitals,

➤ Konzernbilanz und

➤ Kapitalflussrechnung.

Teilweise erweist sich eine Segmentberichterstattung als nützlich. Ein Konzernlagebericht ergänzt in Deutschland und Österreich den Konzernabschluss.

Ein Konzernabschluss als Zwischen- oder Jahresabschluss gibt detailliert Auskunft über die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage. Bei Angehörigen des Konzerns und Geschäftspartnern dient der Konzernabschluss als wichtige Informationsquelle beim Treffen von Entscheidungen. Das Ausarbeiten eines Summenabschlusses erfolgt nach den gültigen Standards der Rechnungslegung. In Deutschland und Österreich gelten die Standards IFRS und US-GAAP. Das Feststellen des Mutter-Tochter-Verhältnisses erfolgt nach dem Control-Konzept.

Beruflicher Werdegang zum Konzernbuchhalter

Das Erstellen eines Konzernabschlusses gehört zu den primären Aufgaben des Konzernbuchhalters. Im Gegensatz zu einem Buchhalter in einem einzelnen Unternehmen verfügt dieser über weiterreichende Kenntnisse. Zu seinen Aufgaben gehört das Erarbeiten des Summenabschlusses auf der Grundlage der Bilanzen und Abschlüsse jedes dem Konzern angehörenden Unternehmens. Darüber hinaus führt der Konzernbuchhalter monatliche Buchungen auf der Grundlage der Standards IFRS und UGB durch.

Der berufliche Einstieg erfolgt über einen kaufmännischen Lehrberuf, beispielsweise als Bürokaufmann. Die Lehre dauert drei Jahre. Eine Option auf Verkürzung der Lehrzeit besteht bei einem guten Realschulabschluss. Basis für einen Berufseinstieg ist ein gutes Allgemeinwissen und der perfekte Umgang mit Fakten und Zahlen. Das Erstellen von Berichten und Dokumentationen setzt den sicheren Umgang mit dem Computer und seiner Software voraus. Zum Rüstzeug eines angehenden Buchhalters gehört analytisches Denken ebenso wie das Verstehen komplexer Strukturen. Da viele Konzerne auf internationaler Ebene agieren, sind Kenntnisse der englischen Sprache Pflicht. Hinzu kommen fachspezifisches Wissen auf dem Gebiet des Steuerrechts sowie allgemeine Rechtsgrundlagen. Gute Umgangsformen, einwandfreie Kommunikation, ein professionelles Auftreten und Flexibilität runden das Profil des Konzernbuchhalters ab.

Eines der wichtigsten Arbeitsmittel der Konzernbuchhalter ist der Computer. Für das Buchen von Geschäftsvorfällen steht den Buchhaltern leistungsfähige Buchhalter-Software zur Verfügung. Diese verfügt über Schnittstellen zum Übertragen der Daten an externe Dienstleister und Ämter, beispielsweise dem Finanzamt. Der ständige Fortschritt auf dem Gebiet der Hard- und Software setzt den Willen, sich lebenslang neues Wissen anzueignen, voraus. Absolventen sollten bis zum beruflichen Einstieg als Konzernbuchhalter eine Berufspraxis von mindestens drei Jahren mitbringen. Ein Studium in der Fachrichtung Betriebswirtschaft oder gleichwertig eröffnet den Weg in eine höhere Position mit Führungskompetenzen. Darüber hinaus bieten Lehrgänge und Seminare der Hoch- und Fachhochulen die Option, das erworbene Wissen zu festigen und zu erweitern.

Berufliche Zukunft und Gehalt in der Konzernbuchhaltung

Bei entsprechenden Leistungen und hohem persönlichen Engagement bestehen gute Chancen auf eine Anstellung mit vielfältigen Aufgaben. Auf internationaler Ebene agierende Konzerne bieten neben der Mitarbeit in einem dynamischen Team ein überdurchschnittlich hohes Gehalt. Das Anfangsgehalt eines Konzernbuchhalter liegt zwischen 2.700 und knapp 3.000 Euro brutto im Monat. Hinzu kommen betriebs- und leistungsabhängige Zulagen und Vergünstigungen. Mit den Jahren an Berufspraxis und fortschreitender Qualifikation steigert sich das Gehalt. Beispielsweise verdient ein Buchhalter mit 34 Jahren in der Konzernbuchhaltung über 4.000 Euro.

Der erfolgreiche Abschluss eines Studiums ermöglicht den Aufstieg in die Leitungsebene. Viele Konzernleitungen sind auf der Suche nach qualifizierten und flexiblen Fachkräften und zahlen attraktive Gehälter. Beispielsweise verdient ein Teamleiter in der Buchhaltung eines Konzerns der Energie- und Wasserwirtschaft um die 5.400 Euro. Ein weltweit agierender Konzern der Autoindustrie zahlt an den Leiter der Konzernbuchhaltung ein monatliches Gehalt von mehr als 7.400 Euro. Die wöchentliche Arbeitszeit liegt bei 55 Stunden. Ähnlich hohe Gehälter zahlen die Konzerne der Verkehrs-, Elektro- und Telekommunikationsbranche.

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