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Lithographie – Brancheninformationen

Lithographie ist ein Druckverfahren, bei dem der Künstler ein Bild auf eine ebene Fläche erstellt. Entwickelt in den 1700er-Jahren, ist die Grundlage der Lithographie der Offsetdruck. Dies ist die häufigste Form des Massendrucks von Büchern, Karten, Plakaten und Zeitungen. Der bayerische Komponist Alois Senenfelder erfand die Lithographie in den späten 1790er-Jahren als eine kostengünstige Möglichkeit, seine Stücke zu drucken.

Der Lithograf ist ein ehemaliger Beruf. Heutzutage vermittelt das Studienfach der Druck- und Medientechnik das Wissen über die Lithographie. Die Künstler sind verantwortlich, Bilder auf Metallplatten zu übertragen. Sie sind in der Lage, dies mit grundlegenden chemischen Kenntnissen zu tun. Verlage nutzen die Metallplatten, die Lithografen entwickeln, um Texte oder Grafiken auf Papier mithilfe moderner Druckverfahren zu übertragen.

Qualifizierte Fotografen erstellen Bilder, die im Druck reproduziert werden. Sie entwickeln Negative jedes Fotos, das sie erstellen. Lithografen benötigen die Negative, um mit dem Prozess zu beginnen. Zunächst ummanteln Lithografen die Metallplatte mit einer Lösung, die sehr lichtempfindlich ist. Dann positionieren sie das Negativ auf die behandelte Platte und versehen sie mit ultraviolettem Licht. Dieser Vorgang überträgt das Negativbild auf die Platte.

Sobald Lithografen über das Bild verfügen, welches sie auf der Steinplatte benötigen, behandeln sie den Lithografiestein mit zusätzlichen Chemikalien. Diese Chemikalien entfernen die Bereiche, die unbelichtet sind und die keinen Teil des übertragenen Bildes beinhalten. Für einige Platten ist diese chemische Verarbeitung aufgrund technologischer Fortschritte entbehrlich.

Der Beruf wandelte sich im Laufe der Jahre. Ein guter Künstler hat ein Verständnis für die Grundausstattung und grundlegenden Techniken. Der Beruf des Lithografen ist heute kaum vertretbar, weil Computer ermöglichen, Bilder zu reproduzieren, ohne die Steinplatten zu benutzen. Der Dekorvorlagenhersteller ist ein Nachfolgeberuf. Er stellt Druckvorlagen her, die unter anderem für Geschirr Verwendung finden. Sie entwerfen Bildmotive, die ihre Auftraggeber auswählen, und erstellen Farbauszüge am PC. Meist skizzieren die Kunden ihre Ideen, um den Dekorvorlagenhersteller präzise anzuleiten. Schließlich produzieren die Beauftragten die Druckform für den Offsetdruck. Meist sind die Auftraggeber Besitzer von Brauereien, die sich bedruckte Keramikbehälter wünschen. Dekorvorlagenhersteller wenden teilweise lithografische Techniken an, um die erstrebten Farbauszüge zu erstellen. Statt auf lithografische Techniken zurückzugreifen, digitalisieren sie immer häufiger die eingescannten Muster am Computer und bearbeiten das Bild. Etliche Maßnahmen wie die Belichtung steuern sie vom Rechner aus. Das Modell bilden sie beispielsweise auf Siebe ab.

Dekorvorlagenhersteller sind meist in Ateliers und Werkstätten tätig. Ihre Aufträge bearbeiten sie eigenständig. Die künstlerische Arbeit ist präzise und erfordert feine Handarbeit. Ohne ein sauberes und genaues Geschick mangelt es an filigranen Mustern. Die Hersteller übertragen Grafiken auf Keramik. Sofern dies ungenau geschieht, reduziert sich der Wert des Produkts. Der Hersteller sollte nicht nur konzentriert sein, wenn er das Muster überträgt. Er verwendet Chemikalien, die sich ätzend auf die Haut auswirken. Um sich nicht zu verletzen, trägt er Handschuhe. Sofern die Person vorsichtig ist und die Lithographie liebt, ist dieser Beruf empfehlenswert.

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