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Habe erfahren, dass Kollege mehr verdient und nun?

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Kategorie: Lohngerechtigkeit & Transparenz
05.05.2014

Man ist sprachlos oder möchte ausflippen, wenn man erfährt, dass der Kollege ein höheres Gehalt für die scheinbar selbe Arbeit bekommt. Wie soll man nun mit diesem Wissen umgehen? Direkt zum Chef laufen und eine Gehaltserhöhung fordern? Oder besser erst einmal in Ruhe analysieren, wo der Grund für die unterschiedlichen Löhne liegen könnte? Von Kollege genervt

„Chef, ich will genauso viel verdienen, wie mein Kollege!“

Vor wenigen Minuten erfuhr man, dass der Kollege mehr verdient. Innerlich steht man kurz vor dem Platzen und fühlt sich sehr ungerecht behandelt. Da gibt man alles, setzt sich für die Firma ein und dann muss man erfahren, dass die eigene Arbeitskraft scheinbar weniger wert ist, als die des Kollegen. Die Wut kocht über und ohne nachzudenken stürmt man ins Büro des Bosses: „Chef, ich fordere eine Gehaltserhöhung und will genauso viel Lohn bekommen, wie Kollege Schmitz!“
Diese Reaktion bewirkt selten eine Lohnerhöhung, vielmehr wird der Chef zur Rechtfertigung gezwungen und dies wird er höchstwahrscheinlich nicht tun. Jemand, der auf solch vorwurfsvolle Art und Weise mehr Gehalt verlangt, muss damit rechnen, vom Chef abgewimmelt zu werden.

Warum verdient mein Kollege mehr?

Die erste Wut sollte demnach verrauchen und bevor das Gehaltsgespräch mit dem Chef gesucht wird ist es ratsam, einmal genau zu analysieren, was die Gründe für die unterschiedliche Bezahlung sein könnten:

  • Sind die Aufgabenbereiche tatsächlich gleich oder ähneln sie sich nur?
  • Verfügt der Kollege über andere Qualifikationen?
  • Übernimmt er vielleicht Sonderaufgaben?
  • Arbeitet der Kollege bereits länger für das Unternehmen als man selbst?
  • Ist der Erfahrungsschatz gleich?
  • Waren die Arbeitsergebnisse besser, sodass der Kollege aufgrund der Erfolge eine Gehaltserhöhung oder einen Bonus bekam?

Nach Analyse Gehaltsgespräch vorbereiten

Wer ein Gehaltsgespräch mit dem Chef anstrebt, sollte sich darauf vorbereiten. Der Arbeitgeber wird nur dann einer Gehaltserhöhung zustimmen, wenn er Gründe dafür erkennt. Statt nun lediglich zu sagen, dass man die unterschiedlichen Löhne als ungerecht empfindet, sollten eigene Stärken betont werden. Ebenso kann aufgezeigt werden, welche Vorteile das Unternehmen bisher durch die eigenen Leistungen verbuchen konnte.

Dabei sollte der Kollege außen vor bleiben oder als Vorbild genommen werden. Das bedeutet: Es wird beim Chef nicht gut ankommen, wenn man ihm erklärt, dass der Kollege weniger hart arbeitet und man selbst Besseres leistet. Eine Möglichkeit wäre: „Herr XY ist mein Vorbild und ich würde gerne dahinkommen, wo er steht. Was muss ich tun, um dieses Ziel zu erreichen?“
Mit dieser Frage kann mit dem Chef ein Ziel erarbeitet werden, bei dessen Erreichen eine Gehaltserhöhung ansteht. Hierbei bekommt man zwar nicht direkt ein höheres Einkommen, aber es besteht die Chance, darauf hinzuarbeiten.

Weiterführende Infos zum Thema:

Wenn mich der Kollege nach meinem Gehalt fragt

Gehaltsverhandlung: Wie hoch ist mein Marktwert?

Erfahrungsbericht – So habe ich bei meinem Chef eine 20%-ige Gehaltserhöhung bekommen

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