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Wenn mich der Kollege nach meinem Gehalt fragt

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Kategorie: Lohngerechtigkeit & Transparenz
16.04.2014

Einige Kollegen sind mit einer enormen Neugierde ausgestattet und machen auch nicht Halt vor der Frage nach dem Verdienst. Das Gehalt ist allerdings ein Tabuthema und in Deutschland wird es als private Angelegenheit angesehen. Wie soll man reagieren, wenn der neugierige Kollege immer wieder wissen möchte, wie viel man verdient? Gehaltsfrage unter Kollegen

Die Frage nach dem Gehalt wird als unangenehm empfunden

Es gibt sie, die neugierigen Kollegen, denen keine Frage peinlich ist. Sie geben keine Ruhe, bis sie endlich erfahren, was sie wissen wollen. Dazu gehört auch das Thema Gehalt, das in Deutschland ein Tabuthema ist. Darüber wird geschwiegen, denn oftmals zieht die Offenlegung der Gehaltshöhe Neid und eine schlechte Arbeitsatmosphäre nach sich. Übrigens glauben immer noch viele Arbeitnehmer, dass der Arbeitgeber verbieten könne, über das Gehalt zu reden. In der Vergangenheit konnten Unternehmen ihre Mitarbeiter zum Schweigen verpflichten. Seit 2009 ist dies aber unrechtmäßig und falls sich im Arbeitsvertrag eine Klausel zum Stillschweigen befindet, ist sie unwirksam.

Dennoch möchten sich die meisten Arbeitnehmer nicht über ihren Lohn äußern, zumindest nicht vor Kollegen. Das hält aber einige Kollegen nicht davon ab, diese Frage zu stellen und manche gehen so geschickt dabei vor, dass sie ihre Mitmenschen zum Plaudern bringen: Zuerst wird eine Vertrauensbasis geschaffen und irgendwann wird die Frage nach dem Gehalt wie nebenbei gestellt. Wie schützt man sich nun vor diesen Kollegen und der Frage nach dem Gehalt? Natürlich könnte man mit einer schroffen Antwort den Neugierigen dazu bringen, diese Frage nie mehr zu stellen. Doch möchte man in der Regel weiterhin gut miteinander arbeiten können und das kollegiale Verhältnis nicht zerstören.

Geschickt kontern lässt den Kollegen verstummen

Oft lässt sich mit einer Prise Humor kontern und dem Kollegen wird der Wind aus den Segeln genommen. Auch Gegenfragen oder kurze, knackige Antworten können den Neugierigen zum Verstummen bringen. Hier ein paar Beispiele, wie auf die Frage „Was verdienst du eigentlich?“ reagiert werden kann:

  • „Das branchenübliche Gehalt.“
  • „Genug, um mir das zu gönnen, was ich mir gönnen möchte.“
  • Freundlich und keck lächelnd: „Das möchtest du gerne wissen? Ich sags dir aber nicht!“
  • „Was verdienst du eigentlich? Bist du mit deinem Gehalt zufrieden?“ – „Danke, ich bin zufrieden und du?“
  • „Ich verdiene das, was mir zusteht – und du?“
  • „Möchtest du sonst noch irgendwas von mir wissen, was dich nichts angeht?“
  • „Was verdienst du denn?“
  • „Du weißt doch, über Geld spricht man nicht.“
  • „Haha, jetzt wäre ich doch fast auf deinen Witz reingefallen, weil ich dachte, die Frage sei ernst gemeint.“
  • „Du erwartest jetzt nicht, dass ich darauf antworte, oder?“

Manche Kollegen versuchen über einen kleinen Umweg nach dem Gehalt zu fragen:

  • „Oh, ein neues Autos. Da musst du ja ganz schön viel verdienen, oder?“ – „Wer viel kann, verdient auch viel, nicht wahr!“
  • „So ein Haus kostet ja viel Geld. Verdienst du hier so gut?“ – „Netter Versuch, Herr Kollege, aber eine Antwort bekommst du trotzdem nicht!“
  • „Du musst ja ein dickes Gehalt bekommen, wenn du dir so eine Reise leisten kannst!“ – „Nenn mich einfach Glückskeks.“

Weiterführende Infos zum Thema:

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