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Jobs mit Zukunft: das sind die Trendberufe 2017

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Kategorie: Berufe & Gehälter
28.12.2016
©GEHALT.de

Innovative Technologien und Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft verursachen Veränderungen, die auch den Arbeitsmarkt und damit verbunden auch die Arbeitsplätze beeinflussen. Insbesondere hinter den Stichworten „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ stecken zahlreiche Möglichkeiten: Neue Berufsfelder entstehen und brauchen Nachwuchs.

Passend zum Jahresende haben wir für Sie recherchiert, welche Berufe im kommenden Jahr an Bedeutung gewinnen werden und beispielhaft einige Gehälter für diese „Trendberufe“ ermittelt.

Die folgenden Berufe möchten wir Ihnen heute vorstellen:

Neue Techniken durch Virtual Reality: Software Entwickler gesucht

Lange sind Innovationen rund um Virtual oder Augmented Reality-Technologien erforscht worden und waren einige Zeit nur einem kleinen Nutzerkreis vorbehalten. Dieser Kreis hat sich mittlerweile vergrößert und beeinflusst verschiedene Bereiche.

Beide Technologien – sowohl Virtual als auch Augmented Reality – dienen einerseits natürlich der Wissenschaft und dem medizinischen Fortschritt: Mit einer VR-Brille können angehende Chirurgen beispielsweise Operationen simulieren und komplizierte Eingriffe trainieren.

Dass die Techniken mittlerweile in der breiten Masse der Gesellschaft angelangt sind, ist sicherlich dem Unterhaltungsfaktor geschuldet: Die Brillen ermöglichen es uns, in neue Welten abzutauchen und das mit einer kaum von der Realität zu unterscheidenden Darstellung. Für Spieleentwickler ergeben sich hieraus ganz neue Möglichkeiten: Das reicht von Flugsimulatoren bis hin zu Wanderungen durch die Arktis.

Der vergrößerte Nutzerkreis wirkt sich auch auf die verstärkte Nachfrage nach ausgebildetem Fachpersonal aus. „Virtual Reality hat in den letzten Jahren deutlich Fahrt aufgenommen. Damit werden in diesem Bereich immer mehr Softwareentwickler gesucht“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de, zu dem Thema. Das Gehalt für einen Frontend Developer, der in diesem Segment arbeitet, beträgt durchschnittlich 42.792 Euro im Jahr.

 

Entstehung ganz neuer Branchen: der e-Sports Manager

Über einige neue berufliche Positionen hinaus besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass sich aus gesellschaftlichen Bedürfnissen und technologischen Fortschritten eine ganz neue Branche entwickelt. Dies ist beispielsweise die Fintech-Branche, aber auch der neue Industriezweig „e-Sports“.

Die neue Branche des e-Sports (Electronic Sports) hat sich vor allem aus der Unterhaltungs- und Videospielbranche heraus entwickelt. Dass einzelne Spieler gegeneinander antreten, ist in der Gamingszene schon lange etabliert. Aufgrund eines immer stärker werdenden Wettbewerbsdrangs wurden größere Turniere mit hohen Preisgeldern zum Selbstläufer.

Durch internationale und digitale Vernetzungen sind solche Events zu Großveranstaltungen geworden, die von zahlreichen Zuschauern aller Welt online verfolgt werden. Neben den Preisgeldern und der Anzahl der Zuschauer sowie der Sponsoren ist vor allem auch die Gewinnausschüttung der einzelnen Events im Laufe der letzten Jahre gestiegen. Ähnlich wie beim Sport hat sich hier also eine neue Branche entwickelt, für die zahlreiche Positionen ausgeschrieben sind und Beschäftigte bezahlt werden.

Vor allem durch die Online-Übertragung ergeben sich in diesem Bereich neue Möglichkeiten und eine Schnittmenge vieler verschiedener Berufsfelder. Ein e-Sports Manager kann das Community Management verantworten, sich im Customer Support um Wettbewerbungsteilnehmer kümmern oder Online Werbung schalten.

Da die Branche sehr neu und die Zahl der Beschäftigten noch nicht sonderlich hoch ist, können wir hier nur schwer Gehälter ermitteln: Wir sehen das Gehalt des e-Sports-Managers jedoch auf einem ähnlichen Niveau wie das eines Online Marketing Managers: Dieses liegt bei durchschnittlich 43.041 Euro brutto jährlich.

Alles automatisch: Robotik-Ingenieur

Industrie 4.0 heißt, dass viele Arbeitsabläufe digitalisiert und Handlungsprozesse automatisiert ablaufen. Diese Automatisierung erfolgt in erster Linie über intelligente Maschinen, also aufwendig konzipierte und programmierte Roboter.

Fließbandroboter sind schon seit langer Zeit in vielen Industrieunternehmen im Einsatz. Das Ziel ist jedoch, auch komplizierte und schwierige Arbeiten – sowohl körperlich als auch kognitiv – computergesteuert zu erledigen. Laut einer aktuellen Studie gehören zu den künftig automatisierten Aufgaben auch die Tätigkeiten des Kanalreinigers oder des Kassenpersonals.

Zur Entwicklung dieser autonomen Maschinen, der Arbeitskräfte von morgen, braucht es gut ausgebildete Ingenieure. Diese gibt es zwar, jedoch nicht unbedingt mit dem relevanten Schwerpunkt in Robotik.

Relevant ist in diesem Zusammenhang nicht bloß das technische Verständnis von Konstruktionen und Automatisierungskonzepten, sondern zunehmend auch Kompetenzen in der Programmierung der entwickelten Maschinen.

Diese Fähigkeiten lernen Ingenieure in konkreten Studiengängen wie beispielsweise „Automatisierungstechnik und Robotik“, die an vielen Hochschulen und Universitäten angeboten werden. Robotik-Ingenieure zählen zu unseren Trendberufen 2017. Ihr durchschnittliches Einkommen beträgt 52.443 Euro im Jahr.

Doch auch durch Themen wie autonomes Fahren wird der Umgang mit und die Anwendung von Programmiersprachen für andere Ingenieurswissenschaften immer wichtiger. Studieninhalte aus dem Fachbereich Informatik müssen auf lange Sicht in eine Vielzahl an technischen und ingenieurswissenschaftlichen Studienfächern integriert werden.

Lehrkräfte für Naturwissenschaften

Lehrkräfte in Deutschland werden händeringend gesucht, allerdings nicht unbedingt für beliebte Unterrichtsfächer wie Deutsch, Englisch oder Kunst, sondern für naturwissenschaftliche Schulfächer: also Mathematik, Physik, Chemie und auch Informatik. Lehrkraft für Naturwissenschaften ist daher einer unserer Trendberufe.

Um diesem Mangel entgegen zu wirken, bieten viele Bundesländer ausgebildeten Physikern, Chemikern sowie Mathematikern die Möglichkeit, über einen Quereinstieg in der Lehrerberuf einzusteigen. Diese Fachkräfte haben bereits einen wissenschaftlichen Abschluss und sind in der Forschung und Entwicklung, aber auch in der freien Wirtschaft beschäftigt.

Nach dem Ablegen des Lehramt-Referendariats und einem Vorbereitungskurs in Fachdidaktik dürfen sie als Lehrer arbeiten und ihr Fachwissen den Schülern vermitteln. Das Gehalt von Lehrkräften ist in der Regel tariflich geregelt und erhöht sich mit steigender Berufserfahrung. Es liegt bei durchschnittlich 58.945 Euro jährlich.

Im Zuge der Digitalisierung gewinnt auch das Schulfach Informatik zusehends an Bedeutung. Da in Deutschland ohnehin bereits ein Mangel an IT-Fachkräften vorhanden ist, sollten Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Berufsfelder im Informatikumfeld sensibilisiert und qualifiziert werden. Die Schule erleichtert vielen Schulabgängern damit den Berufseinstieg und kann durch den Umgang und das Erlernen erster Fertigkeiten auch Schülerinnen für den Bereich motivieren.

Informatik sollte also nicht bloß in diverse Studienfächer implementiert werden, sondern die Vermittlung muss bereits in der Schule beginnen, doch dafür fehlen in der Regel die Lehrpläne und das Personal.

Die Welt ist nicht genug: Luft- und Raumfahrtingenieure

Neben den Robotik-Ingenieuren sind es vorrangig auch Ingenieure für die Luft- und Raumfahrt, die für künftige Technologien immer relevanter sein werden.

Im Zeitalter von Überschallflugzeugen, unbemannten Drohnen und Raumschiffen ist auch dieses Berufsfeld zwar bereits seit langer Zeit erschlossen, doch auch hier warten neue Ideen und Innovationen darauf, umgesetzt zu werden. Insbesondere im Hinblick auf neue Satelliten und Beförderungsmöglichkeiten im Weltraum gibt es hier noch viel Entwicklungsspielraum.

Tatsächlich beschäftigten sich Arbeitnehmer hier vor allem mit technischen Entwicklungen und Umsetzungsmöglichkeiten.

Ingenieure der Luft- und Raumfahrt finden aber nicht bloß in der Luft- und Raumfahrtindustrie eine Anstellung, sondern können ihre Fähigkeiten auch bei Fluggesellschaften, Wartungsbetrieben oder Zulieferern einsetzen. Durchschnittlich liegt das Gehalt von Luft- und Raumfahrtingenieuren bei 67.073 Euro jährlich.

Lebensmitteltechniker/Lebensmittelkontrolleure für gute Lebensmittel

Ein weiterer Beruf, der zukünftig immer weiter an Bedeutung gewinnen wird, ist der des Lebensmitteltechnikers. Hierbei handelt es sich um einen klassischen Ausbildungsberuf, der jedoch durch ein Studium in „Lebensmitteltechnologie“ ergänzt werden kann. In dem ingenieurswissenschaftlichen Studiengang erlernen Lebensmitteltechniker Inhalte aus dem Maschinenbau, aber auch aus den Fachbereichen Chemie und Mikrobiologie.

Da der Trend zu einer bewussteren Ernährung geht, werden die Ansprüche der Verbraucher immer größer: Die Gesellschaft erwartet eine sehr gute Qualität, viele Menschen greifen häufiger zu Bioprodukten und möchten über alle Inhaltsstoffe informiert werden. Gleichzeitig steigt durch eine vermehrte vegetarische und zum Teil auch vegane Lebensweise der Bedarf an Fleischersatzprodukten.

All diese Produkte müssen produziert, Lebensmittelt weiter verarbeitet werden. Damit dies alles jedoch unter Berücksichtigung von Gesundheitsstandards von statten geht, ist ein weiterer Beruf von Bedeutung: Lebensmittelkontrolleur.

Lebensmittelkontrolleur ist ein Weiterbildungsberuf, bei dem es um die Qualitätskontrolle und Einhaltung von Hygienestandards in Produktionsbetrieben und Küchen oder Restaurants geht. In der Weiterbildung lernen angehende Lebensmittelkontrolleure das notwendige Fachwissen. Dieses bringen sie allerdings zum Teil schon mit, da in vielen Bundesländern eine bestandene Meisterprüfung in einem Beruf des Lebensmittelhandwerks als notwendig gilt.

Lebensmitteltechniker beziehungsweise -kontrolleure erhalten ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 41.200 Euro.

Übersicht der Gehälter

Zur Übersicht gibt es hier noch einmal die Gehälter der vorgestellten Trendberufe

Jobs mit Zukunft: Trendberufe 2017 - GehälterIn den nächsten Jahren werden sich viele weitere Berufsfelder und Studiengänge etablieren, die maßgeblich zur Umsetzung von zukünftigen Ideen und Innovationen beitragen. Es heißt also: Augen und Ohren offen halten.

 

Weiterführende Informationen

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