News
Hier finden Sie von Markttrends, Experteninterviews bis hin zu Studien alles rund um die Themen Gehalt, Ausbildung und Beruf.
Zur Newsübersicht

Präzise Zahlen bringen mehr in Deiner Gehaltsverhandlung!

(0)
Danke für Ihre Bewertung!
Kategorie: Lohngerechtigkeit & Transparenz
17.12.2013

Eine Studie hat gezeigt, dass bei Gehaltsverhandlungen nicht nur präzise, sondern auch krumme Zahlen eher zur gewünschten Gehaltsvorstellung führen.

 

Präzise und genaue Gehaltsangabe

 

 

Der Sozialpsychologe David Loschelder wollte nach einer eigenen Erfahrung wissen, ob krumme und präzise Summen Verhandlungen leichter machen. Seine Experimente führte er durch, nachdem er einem Preis für das Leihen eines Fahrrades ohne zu Handeln direkt zustimmte. Die Fahrradvermietung nannte den Preis von 33 Euro und dieser wurde von Loschelder sofort als gerechtfertigt angesehen. Nun wollte er der Sache nachgehen und herausfinden, mit welchen Zahlen die besten Ergebnisse erzielt werden können.

 

2 Studien beweisen die magische Kraft der präsizen und krummen Zahlen

Die erste Studie führte Loschelder auf einer Online-Verkaufsplattform durch. Gefeilscht wurde um Gegenstände, die für 200 Euro inseriert waren. Es zeigte sich, dass präzise Gegenangebote dazu führten, den Gegenstand günstiger zu erhalten. Noch günstiger waren sie dann zu bekommen, wenn das Gegenangebot zudem eine krumme Zahl war.

Das zweite Experiment fand in einem Antiquitätenladen statt. Studiengegenstand war ein Sekretär aus dem Jahre 1910 im Jugenstil, dessen Preisschild ausgewechselt wurde: Mal war der Sekretär für 885 Euro zu bekommen, mal für 900 Euro, 1185 Euro oder 1200 Euro. Zum einen kam heraus, dass ein höherer Gewinn erzielt werden kann, wenn die Verkaufssumme hoch angesetzt wird. Zum anderen wurden bei den geraden Zahlen mehr heruntergehandelt, als bei den krummen Summen.

tudienergebnisse lohnen sich ebenfalls bei Gehaltsgesprächen

David Loschelder ist überzeugt, die Studienergebnisse auch auf Gehaltsverhandlungen übertragen zu können. Bei Gehaltsgesprächen sollte demnach eine krumme Zahl genannt werden, also beispielsweise 39.950 Euro statt 40.000 Euro. Der Chef bekommt mit dieser Zahl das Gefühl, sein Gegenüber habe sich ausführliche Gedanken um ein angemessenes Gehalt gemacht. Außerdem wird das mögliche Gegenangebot besser ausfallen. Bei einer geraden Summe wird das Gegenangebot um mindestens 1000 Euro niedriger ausfallen. Bei der krummen Zahl wird eher in Hunderterschritten verhandelt. Der Sozialpsychologe rät aber davon ab, die Zahl zu krumm aussehen zu lassen. 39.867,28 Euro wirkt sich wahrscheinlich irritierend auf den Chef aus.

(0)
Danke für Ihre Bewertung!
Zur Newsübersicht
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen