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Wie viel beträgt das Weihnachtsgeld durchschnittlich in Deutschland?

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Kategorie: Lohngerechtigkeit & Transparenz
28.11.2012

Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld sind sehr konjunkturabhängig. Es ist davon auszugehen, dass im Schnitt jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland Weihnachtsgeld erhält. Besonders junge Arbeitnehmer mit fragwürdigen Arbeitsverhältnissen gehen oftmals ganz leer aus. Ansonsten hängt die Höhe von mehreren Faktoren ab. Ist der Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden? In diesem Fall wird das Weihnachtsgeld mit einem bestimmten Prozentsatz des Gehaltes bemessen. Je nach Vertrag sind diese Sätze von Lohnerhöhungen abhängig. Die positive Konjunkturentwicklung bringt manchen Arbeitgebern 2012 etwas mehr Sonderzahlung, als noch im Jahr zuvor.

 

 


Weihnachtsgeld

 

 

 

Manche Betriebe zahlen einen festen Betrag. In diesem Fall ist das Weihnachtsgeld dem Betrage nach gleich wie im Vorjahr, dem Werte nach aber ein wenig rückläufig, bedingt durch die Inflation. Bei Gratifikationen, die einen bestimmten Prozentsatz vom Jahresumsatz des Betriebes an die Belegschaft ausschütten, ist die Höhe natürlich vom Betriebsergebnis abhängig. Hier gibt es in den verschiedenen Branchen erhebliche Unterschiede.

 

Durchschnittswerte lassen sich nicht genau beziffern:

Da weder die Zahlung überhaupt, noch deren Höhe eindeutig geregelt ist, lässt sich ein verlässlicher Durchschnittswert per se nicht benennen. In einigen Betrieben ist das Weihnachtsgeld ein 13. Monatsgehalt. Ein bestimmter, im tarif- oder Arbeitsvertrag festgelegter Anteil eines Monatsgehaltes wird hier als zusätzliches Gehalt gezahlt. Manche Betriebe schütten einen festgelegten Betrag an die Arbeitnehmer als Gratifikation aus, andere legen diesen Wert abhängig vom Betriebsergebnis jedes Jahr neu fest. Es kann jedoch gesagt werden, dass die Meisten, die Weihnachtsgeld erhalten, ein wenig mehr als im letzten Jahr bekommen werden.

Wichtiger Faktor ist hier die Anhebung der Löhne in manchen Branchen um 2,7 %. Das Weihnachtsgeld steigt mit und bei einer Inflation von 2 % bedeutet dies ein Plus von 0,7 %. Diese Regelung betrifft nur Betriebe, die an einen Tarifvertrag gebunden sind. Andere Branchen, wie etwa das Baugewerbe hingegen oder auch die Gebäudereiniger, erhalten gar kein Weihnachtsgeld.

Große Differenz zwischen Ost und West:

Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ist die Gleichstellung der Arbeitnehmer, was Löhne und Gehälter angeht, längst noch nicht erreicht. So erhalten in den neuen Bundesländern deutlich weniger Arbeitnehmer Weihnachtsgeld als in den alten. Auch ist die Höhe des Weihnachtsgeldes der Arbeitnehmer Ost deutlich niedriger als die, der westlichen Kollegen in den gleichen Branchen. Die Gründe dafür sind vielfältig und oftmals an die Betriebsergebnisse gekoppelt. Auch sind in den neuen Ländern deutlich weniger Betriebe durch Tarifverträge gebunden, wie in den alten Ländern.

In den neuen Ländern erhalten etwa 59 % der Beschäftigten einen Weihnachtsbonus, in den alten Ländern dürfen sich nur 39 % der Arbeitnehmer über eine Gratifikation freuen. Sicherlich spielt hier das Gesamtwirtschaftsergebnis eine erhebliche Rolle. Die umsatzstärksten Standorte sind nach wie vor die alten Länder, wie sich auch an Gehaltsspiegeln ablesen lässt. Natürlich schlägt sich das in den Gratifikationen nieder. Eine weitere Angleichung zwischen Ost und West wäre hier sicherlich wünschenswert. Ob die Konjunktur dies hergibt, wird in den nächsten Jahren zu beobachten sein.

(Quellen: Welt.de, arbeits-abc.de, Spiegel.de)

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