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Wie viel verdient eine Tagesmutter?

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Kategorie: Berufe & Gehälter
22.03.2013

Der Verdienst als Tagesmutter ist nicht genormt. Es gibt hier teils erhebliche regionale Unterschiede. Wenn der Satz pro Stunde und Kind festgelegt werden soll, sollten auch anfallende Kosten, wie zum Beispiel Verpflegung, Material, sonstige Auslagen und Ähnliches mit berücksichtigt werden. Tagesmütter sind Freiberuflerinnen. Das bedeutet, das weiterhin über mögliche Sozialabgaben und Steuern, die entrichtet werden müssen Auskunft eingeholt werden sollten.

 

 

 

 

 

Recherchiert man im Internet, so finden sich Angaben zwischen etwa drei Euro, bis hin zu neun Euro pro Stunde, jeweils plus Auslagen. Bei den Auslagen müssen auch Fragen berücksichtigt werden wie: Entstehen mehr Benzinkosten, weil die Tageskinder geholt und gebracht oder zu Aktivitäten gefahren werden müssen? Steigen die Energiekosten im Haushalt der Tagesmutter? Um wie viel? Brauchen Kinder spezielle Ernährung und Versorgung etwa auf Grund von Allergien? All diese Kleinigkeiten gehören in die Berechnung des letztlichen Tagessatzes hinein, damit die Tagesmutter nicht mehr Kosten als Einkommen hat.

 

Wie wird man Tagesmutter?

Dazu ist die Pflegeberechtigung durch das zuständige Jugendamt nötig. Das häusliche Umfeld der Interessentin wird überprüft hinsichtlich Sicherheit, Sauberkeit, Spielmöglichkeiten und Platzangebot. Bei Kleinkindern muss zusätzlich eine Schlafmöglichkeit angeboten werden. Gegebenenfalls müssen Sie Veränderungen in Ihrem Umfeld durchführen, um Ihr zu Hause an die Anforderungen für die Tagesbetreuung anzupassen. Weiterhin müssen Sie eine Ausbildung beim Jugendamt absolvieren. Besondere Vorkenntnisse sind nicht nötig, doch wenn Sie Kinder länger als 15 Stunden außerhalb des Elternhauses betreuen möchten, brauchen Sie diese Zulassung.

Eine Gewerbeanmeldung ist unerlässlich, denn Sie arbeiten ja freiberuflich. Weiterhin müssen Sie, je nach Einkommenshöhe, eine private Krankenversicherung abschließen. Bei den Sozialversicherungsbeiträgen beteiligt sich das Jungendamt zur Hälfte an den Beiträgen der Tagesmutter. Weiterhin sollten Tagesmütter eine Haftpflichtversicherung haben, die ihre Tätigkeit als Tagesmutter eindeutig mit einschließt.

Lohnt sich die Tätigkeit?

Tagesmutter ist sicherlich eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, mit hohem Stresspotential. Doch ist es auch eine sehr schöne und erfüllende Tätigkeit, denn Sie bieten „Ihren“ Tageskindern eine sehr persönliche und individuelle Betreuung. Am Anfang ist das Einkommen eher niedrig, doch je besser eine Tagesmutter etabliert ist und je besser ihre Arbeit bewertet wird, kann sie natürlich auch ihre Stundensätze nach oben angleichen. Weiterhin sind Sie beim Jugendamt registriert und erhalten so immer wieder Empfehlungen. Orientieren Sie sich mit Ihren Sätzen am Besten an den anderen Tagesmüttern in Ihrer Region, zumindest am Anfang.

Wenn Sie für ein Tageskind einen Betreuungsvertrag mit dessen Eltern abschließen, legen Sie bitte einen eindeutigen Zahlungsmodus fest. Ob pro Tag, pro Woche oder monatlich gezahlt wird, liegt bei Ihnen. Stellen Sie Rechnungen und Quittungen aus, denn Sie brauchen für das Finanzamt eine lückenlose Buchführung. Am besten ist es, wenn die Eltern Ihrer Pfleglinge per Dauerauftrag zahlen. Auch Quittungen über Ausgaben sollten gesammelt werden, denn nur so können Sie diese bei der Steuererklärung dem Finanzamt gegenüber geltend machen.

(Quelle: Tagesmutter.com)

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