Gehaltsspanne: Brandinspektor/-in in Deutschland

 
3.142 €
3.544 €
3.997 €
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  • 3.544 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 3.142 € (Unteres Quartil) und 3.997 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Brandinspektor/-in

 

Ob die Löschung eines Hausbrandes, die Beseitigung von Sturmschäden oder schlichtweg die Rettung einer Katze aus einem Baum: Für solche Aufgaben wählen Bürgerinnen und Bürger in der Regel die Rufnummer 112. In Berufsfeuerwehren nimmt ein Brandinspektor bzw. eine Brandinspektorin Führungsfunktionen wahr und sorgt etwa als Einsatzleitung dafür, dass bei einem Notfall alle Kräfte optimal gebündelt werden.

Lange Zeit bezeichnete der Berufstitel den niedrigsten Rang im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst, seit dem Jahre 2016 existiert dieser Dienstgrad allerdings nicht mehr. Als Eingangsamt bzw. Einstiegsamt fungiert jetzt die Position des Brandoberinspektors bzw. der Brandoberinspektorin. In manchen Bundesländern gibt es die Bezeichnung indessen als Dienstrang in einer Freiwilligen Feuerwehr.

Somit ist die Tätigkeit eine Spezialform des Feuerwehrmanns. Weitere ähnliche Berufe sind Brandmeisterin, Einsatzleiter Feuerwehr sowie Werkfeuerwehrfrau.

 
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Jobangebote für Brandinspektor/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Unser aller Freund und Helfer: Aufgaben einer Brandinspektorin

Angehörige einer Berufsfeuerwehr oder einer Feuerwehr der Bundeswehr üben den Beruf hauptberuflich im Dienste des Staates aus. Sie sind daher Beamtinnen und besitzen dementsprechend je nach Kompetenz und Erfahrung einen Dienstgrad, welcher auch das monatliche Gehalt bestimmt. Bei einer Brandinspektorin handelte es sich einst um die erste Stufe einer Feuerwehrkarriere im gehobenen Dienst. Hierarchisch war das Amt der Besoldungsgruppe A9 zugeordnet. Das Dienstrechtsmodernisierungsgesetz (DRModG) schaffte den Dienstgrad im Jahre 2016 ab, seitdem nimmt die Brandoberinspektorin (Besoldungsgruppe A10) den niedrigsten Rang im gehobenen Dienst ein. Während der Laufbahn sind folgende Beförderungen möglich:

  • Brandamtfrau (Besoldungsgruppe A11)
  • Brandamtsrätin (Besoldungsgruppe A12)
  • Brandrätin (Besoldungsgruppe A13)
  • Oberbrandrätin (Besoldungsgruppe A14)
  • Branddirektorin (Besoldungsgruppe A15)
  • Leitende Branddirektorin (Besoldungsgruppe A16)

Anders als Feuerwehrfrauen im mittleren Dienst sieht man Brandinspektorinnen bzw. Brandoberinspektorinnen nur noch selten mit einem Schlauch in der Hand, stattdessen übernehmen sie leitende Aufgaben. Im Einsatzdienst stehen sie Einsätzen vor, zum Beispiel bei der Brandbekämpfung oder beim Katastrophenschutz, und erteilen konkrete Anweisungen zum Personenschutz oder der Schadensbekämpfung, nachdem sie sich einen Eindruck von der Lage verschafft haben. Sie überwachen alle Rettungsschritte und haben dabei Verantwortung für mehrere Löschfahrzeuge oder Rettungswagen.

Im gehobenen Feuerwehrdienst wird zudem auch viel Verwaltungsarbeit geleistet, eine Brandinspektorin agiert dann also im Innendienst. Sie leitet eine Feuerwache oder Rettungswache und hat dabei auch Personalverantwortung. Im Zuge dessen teilt sie Schichten ein und plant den Einsatz von Feuerwehrfrauen. Ebenso stellt sie die Funktionsfähigkeit der Wache sicher und sorgt deswegen auch für die Instandhaltung und Organisation von Fahrzeugen und Gerätschaften. Obendrein führen sie Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen durch.

Einen gehobenen Beamtendienst gibt es in einer Freiwilligen Feuerwehr selbstverständlich nicht, dennoch nehmen Brandinspektorinnen auch dort eine Führungsrolle ein und besitzen somit ähnliche Aufgaben wie Brandoberinspektorinnen in einer Berufsfeuerwehr.

Wo arbeiten Brandinspektorinnen?

Eine Brandinspektorin bzw. Brandoberinspektorin arbeitet im gehobenen Dienst für Berufsfeuerwehren oder Feuerwehren der Bundeswehr. Wenn sie eine Lehrfunktion einnimmt und Weiterbildungen durchführt, tut sie das in der Regel in einer Feuerwehrschule. Darüber hinaus gibt es den Dienstgrad auch bei Freiwilligen Feuerwehren.

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Gehälter nach Bundesland: Brandinspektor/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 3.711 €
Bayern: 3.621 €
Berlin: 3.417 €
Brandenburg: 3.116 €
Bremen: 3.467 €
Hamburg: 3.652 €
Hessen: 3.686 €
Mecklenburg-Vorpommern: 3.047 €
Niedersachsen: 3.385 €
Nordrhein-Westfalen: 3.557 €
Rheinland-Pfalz: 3.509 €
Saarland: 3.441 €
Sachsen: 3.126 €
Sachsen-Anhalt: 3.091 €
Schleswig-Holstein: 3.348 €
Thüringen: 3.123 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Helden gesucht: Wie wird man Brandinspektor?

Ein Brandinspektor bzw. ein Brandoberinspektor absolviert in der Regel eine entsprechende Ausbildung, diese wird als Vorbereitungsdienst bezeichnet. Während dieses Zeitraums wird er heute als Brandoberinspektoranwärter bezeichnet. Der Vorbereitungsdienst dauert je nach Bundesland zwischen 18 und 24 Monaten.

Als Zulassungsvoraussetzung muss ein Studienabschluss in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Fach mitgebracht werden. In der Regel verlangen Bundesländer zusätzlich einen Führerschein der Klasse B, ebenso müssen Bewerber meist die Staatszugehörigkeit eines EU-Staates besitzen. Häufig ist zudem der Nachweis über ein Schwimmabzeichen erforderlich. Obendrein gibt es Verfügungen über Mindest- bzw. Höchstgrenzen bezüglich Alter und Körpergröße. Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Bundesland und müssen individuell eingesehen werden. Wer diese erfüllt, kann sich für den Vorbereitungsdienst zum Brandoberinspektor bewerben – bevor diese akzeptiert wird, muss er allerdings noch eine Reihe an Auswahlverfahren durchlaufen. Neben einem persönlichen Gespräch testen Bundesländer in diversen Tests etwa physische Eignung sowie kognitive Fähigkeiten. Fester Bestandteil des Bewerbungsprozesses ist zudem eine ärztliche Untersuchung.

Idealprofil eines Brandinspektors

Ein Brandinspektor sollte Feuer und Flamme für seinen Beruf sein und hat die Tätigkeit idealerweise aus gemeinnützigem Antrieb ergriffen. Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein sowie Empathie sind somit unverzichtbare Eigenschaften. Gleichzeitig sollte er mental belastbar sein, denn gerade im Einsatzdienst geht es durchaus stressig zu. Außerdem ist bei schweren Unglücksfällen, mitunter gar mit Todesfolge, ein dickes Fell gefragt.

Diese Herausforderungen muss ein Brandinspektor aber nicht alleine meistern, denn eine funktionierende Feuerwehr setzt sich aus vielen Mitgliedern zusammen, welche sich bei allen Belangen unterstützen. Umso bedeutender ist daher ausgeprägte Teamfähigkeit. Aufgrund seiner leitenden Funktion sind zusätzlich Führungsqualitäten und große kommunikative Kompetenzen unerlässlich.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
3.657 €
 
7–9 Jahre
3.012 €
 
3–6 Jahre
2.810 €
 
< 3 Jahre
2.660 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
3.549 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
3.547 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
3.542 €
 
< 100 Mitarbeiter
3.535 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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