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Ethnologe/-in – Berufsbild

Ethnologen bzw. Ethnologinnen betreiben Sozial- und Kulturforschung bei ethnischen und indigenen Völkern, also bei der eingeborenen einheimischen Bevölkerung eines bestimmten Gebiets. Während dies früher überwiegend außereuropäische Länder betraf, sind heutzutage auch Milieus in Deutschland und Europa Gegenstand ihrer Untersuchungen.

Auch gibt es für Ethnologen keine einheitliche Berufs- oder Tätigkeitsbezeichnung. So nannte man sie früher ebenfalls Ethnographen und auch heute ist als internationale Bezeichnung Sozialanthropologe oder allgemein Anthropologe üblich.

Das Erforschen kultureller Vielfalt

Ganz allgemein analysieren Ethnologen die unterschiedlichen Lebensweisen der Menschen in kulturellen und sozialen Ausdrucksformen. Wurden früher zumeist außereuropäische, vorindustrielle Völker untersucht, hat sich das Arbeitsfeld von Ethnologen mittlerweile auch auf moderne Industriegesellschaften erweitert. Somit ist gegenwärtige ethnologische Forschung weder auf die Vergangenheit oder Gegenwart noch auf bestimmte Gebiete der Erde beschränkt.

Die wichtigste Arbeitsmethode von Ethnologinnen ist die Feldforschung. Dabei leben die Wissenschaftlerinnen eng mit den Erforschten zusammen und führen intensive und langandauernde Untersuchungen über ihre Lebensart durch. Die Methodik dabei ist, einen fremden Blick bzw. eine externe Perspektive auf die gesellschaftlichen Strukturen einzunehmen und die beobachteten Entwicklungen und Phänomene zu beschreiben. Ihre Forschungsergebnisse publizieren Ethnologen dann zum Teil auch in Fachzeitschriften und Büchern oder halten Vorträge in sie präsentieren sie der Öffentlichkeit dazuim Rahmen von Vorträgen.

Auch die zunehmende Globalisierung und Vernetzung der Welt ist ein wichtiges Thema, mit dem sich Ethnologen befassen. In diesem Zusammenhang untersuchen sie unter anderem, wie sich Beziehungen zwischen ethnischen Gruppen verändern und wann es zu Konflikten kommt. Darüber hinaus ermitteln sie, wie sich die Konsummuster verschiedener kultureller Gruppen verändern und unter welchen Bedingungen es diesen gelingt, natürliche Ressourcen zu nutzen.

So wird man Ethnologe Wer als Ethnologin arbeiten möchte, muss zunächst ein entsprechendes Bachelorstudium im Bereich Ethnologie an einer Universität absolvieren. Dabei besteht die Möglichkeit, Ethnologie als eigenständiges Fach oder als Zwei-Fach-Bachelor zu wählen. Darüber hinaus kann man Ethnologie auch als Schwerpunkt in anderen Studienfächern, wie z. B. Kulturwissenschaften oder Vvergleichenden Kultur- und Religionswissenschaften, wählen. Wer später in der wissenschaftlichen Forschung tätig sein möchte, benötigt oftmals noch zusätzlich einen Masterabschluss.

Vielseitiges Tätigkeitsangebot

Das Berufsfeld von Ethnologen ist breit gefächert, weshalb sie auch in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen tätig sein können. Je nach Arbeitsumfeld befassen sie sich dann auch mit unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkten. Ethnologen finden unter anderem Beschäftigung in folgenden Bereichen:

  • Hochschulen sowie und außeruniversitäre Forschungsinstituten
  • Museen
  • Rundfunk- und Fernsehanstalten
  • Bibliotheken und Archive
  • Touristik
  • Verlage
  • Reiseveranstalter
  • Kulturgüterschutz
  • Entwicklungshilfe
  • Hilfswerke und Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
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