Gehaltsspanne: Vertretungslehrer/-in in Deutschland

 
3.383 €
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  • 3.901 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 3.383 € (Unteres Quartil) und 4.498 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Vertretungslehrer/-in

 

Wenn eine Lehrkraft für längere Zeit ausfällt, muss eine hohe Zahl an Unterrichtsstunden plötzlich neu verteilt werden. Immer mehr Schulen holen sich hierfür externe Hilfe ins Haus und stellen Vertretungslehrer und Vertretungslehrerinnen ein. Diese sind zeitlich befristet tätig und stemmen alle oder einen Teil der Aufgaben, welche die ausfallende Lehrkraft nicht übernehmen kann.

Oftmals kann zumindest ein Teil der vakanten Aufgaben intern aufgefangen und durch das Kollegium der Schule kompensiert werden. Die entsprechende Lehrkraft ist dann in gewisser Weise ebenso eine Vertretungslehrkraft; unter Schülern werden sogar selbst solche Pädagogen als Vertretungslehrerin bezeichnet, die nur für eine oder wenige Unterrichtsstunden einspringen. Dieser Text befasst sich hingegen explizit mit eigens für eine temporäre Leerstelle beschäftigte Vertretungslehrer, die zuvor nicht Teil des Kollegiums waren.

Für diesen Beruf ist auch der Begriff Aushilfslehrer bzw. Aushilfslehrerin geläufig.

 
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Jobangebote für Vertretungslehrer/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Wenn plötzlich Not am Mann ist: Aufgaben eines Vertretungslehrers

Eine Lehrkraft kann aus einer Vielzahl an Gründen für einen längeren Zeitraum ausfallen, etwa bei einer schweren Erkrankung. Dann wird eine Stelle im Kollegium plötzlich frei – eigentlich für den entsprechenden Lehrer eingeplante Aufgaben müssen nun von anderen Pädagogen gestemmt werden. Ein solcher Fall kann sich auch viele Monate im Voraus ankündigen, vor allem im Falle von Elternzeit bzw. Mutterschutz. Für die betreffenden Schulen ist die Situation allerdings immer ähnlich: Wenn die vakanten Unterrichtsstunden nicht durch interne Mehrarbeit besetzt werden können, muss eine externe Aushilfskraft angestellt werden.

Ein solcher Vertretungslehrer ist gewöhnlicherweise mit einem befristeten Arbeitsvertrag ausgestattet und übernimmt dann dieselben Aufgaben wie eine reguläre Lehrkraft. Hierzu gehört vor allem natürlich das Abhalten des Unterrichts, welchen er gewissenhaft vor- und nachbereitet. Bloßer Frontalunterricht, wo ein Lehrer 45 Minuten lang auf die Klasse einredet, ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Vertretungslehrer müssen deswegen für abwechslungsreiche Lernmöglichkeiten sorgen, etwa durch Gruppenarbeit oder Projektarbeit. Auch moderne Technologien und Medien können hier als anregendes Mittel zur Wissensvermittlung fungieren.

Darüber hinaus sind Vertretungslehrer für die Leistungskontrolle ihrer Schüler zuständig, indem sie Klausuren und Tests abhalten sowie mündliche Abfragen durchführen. Im Laufe ihrer Einsatzzeit beobachten sie den individuellen Lernfortschritt jedes einzelnen Schülers und leisten im Bedarfsfall entsprechende Unterstützung. Obendrein können sie mit Aufsichtspflichten während der Pausenzeit betraut werden. Diese Aufgabe kommt ihnen auch im Rahmen von Exkursionen und Wandertagen zu.

Wo arbeiten Vertretungslehrer?

Lehrerausfälle gibt es an jeder Schule, deswegen besteht an jeder Schulform Bedarf nach Vertretungslehrern, egal ob es sich dabei um Grundschulen, Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen oder Berufsschulen handelt. Ebenso gibt es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich des Schulfachs, ein Vertretungslehrer kann also etwa Mathematik, Englisch oder Sport unterrichten.

Vertretungslehrer werden nur temporär benötigt und erhalten deswegen normalerweise nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Oftmals beinhaltet dieser auch eine Klausel zur vorzeitigen Beendigung, sollte die ausfallende Lehrkraft früher zurückkommen als erwartet. Dieser Status als Lehrkraft auf Zeit schlägt sich gleichermaßen finanziell nieder, das Gehalt liegt unter dem eines festangestellten Pädagogen. Hinzu kommt, dass die Position des Vertretungslehrers je nach Bedarf oftmals in Teilzeit oder als Nebenjob ausgeübt wird.

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Gehälter nach Bundesland: Vertretungslehrer/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 4.084 €
Bayern: 3.986 €
Berlin: 3.761 €
Brandenburg: 3.429 €
Bremen: 3.816 €
Hamburg: 4.019 €
Hessen: 4.056 €
Mecklenburg-Vorpommern: 3.354 €
Niedersachsen: 3.725 €
Nordrhein-Westfalen: 3.915 €
Rheinland-Pfalz: 3.862 €
Saarland: 3.788 €
Sachsen: 3.441 €
Sachsen-Anhalt: 3.402 €
Schleswig-Holstein: 3.685 €
Thüringen: 3.437 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Unterrichten ohne Studium? So wird man Vertretungslehrerin

Für eine regulär beschäftigte und verbeamtete Lehrerin ist der Weg in den Beruf klar vorgezeichnet: Nach einem entsprechenden Lehramtsstudium folgt das Referendariat. Diesen Karrierepfad haben Vertretungslehrerinnen idealerweise auch beschritten, die Realität sieht indessen anders aus: Aufgrund eines akuten Lehrkräftemangels können nicht alle Ausfälle durch studierte Lehrerinnen gedeckt werden. Die genauen Anforderungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, die finale Entscheidung obliegt aber stets der Schule selbst, bei der sich eine Vertretungslehrerin daher auch direkt bewirbt.

Vorzugsweise werden pensionierte oder arbeitssuchende Lehrerinnen als Vertretungslehrerin eingestellt. Wenn sich hier keine geeignete Kandidatin herauskristallisiert, können hingegen auch Arbeitnehmerinnen aus anderen didaktischen Arbeitsbereichen wie etwa Sozialpädagoginnen infrage kommen. Ebenso akzeptieren manche Schulen Lehramtsstudentinnen im höheren Semester sowie Hochschulabsolventen, welche einen Abschluss in einem passenden Fach mitbringen. In seltenen Fällen ist nicht einmal dies nötig: Somit ist es manchmal durchaus möglich, als Vertretungslehrerin tätig zu sein, ohne jemals eine Universität von innen gesehen zu haben.

Diese Eigenschaften sind für eine Vertretungslehrerin wichtig

Neben fachlichem Know-how sollte sich eine Vertretungslehrerin durch Empathie, Beobachtungsgabe und Sozialkompetenz auszeichnen, denn sie steht Schülerinnen nicht nur bei schulischen, sondern auch bei privaten Problemen zur Seite. Während des Unterrichts sollte sie mit starken rhetorischen Fähigkeiten, Kommunikationsstärke und einer natürlichen Autorität glänzen. Diese Eigenschaften helfen auch im Gespräch mit Eltern.

Wichtig ist zudem, dass eine Vertretungslehrerin gerne mit jungen Menschen zusammenarbeitet. Dennoch kann der Beruf mitunter auch stressig sein, daher sind Nervenstärke und Belastbarkeit ein echtes Muss. Da sie üblicherweise kurzfristig und ohne eingehende Vorbereitung einspringt, stellen weiterhin Flexibilität und Anpassungsfähigkeit notwendige Attribute dar.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
3.927 €
 
7–9 Jahre
3.607 €
 
3–6 Jahre
3.512 €
 
< 3 Jahre
3.440 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
4.966 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
4.109 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
3.994 €
 
< 100 Mitarbeiter
3.826 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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