Was verdient eigentlich ein …?
Ergebnisse verbessern
- jetzt Ort hinzufügen!

Gehaltsbuchhaltung – Brancheninformationen

Unternehmen von Start-ups bis zu mittelständischen Firmen führen im Personalwesen die Gehaltsbuchhaltung durch. Neben den Gehaltsbuchungen aktualisiert der Gehalts- oder Lohnbuchhalter Personaldaten. Zur Gehaltsbuchhaltung gehören weiterhin Personalinformationen wie Krankenkassenabrechnungen und Lohnsteuern. Das konkrete Anwendungsfeld und die damit verbundenen Tätigkeiten hängen stark von der Größe des Unternehmens und dessen hierarchischer Ordnung ab. Zunehmend beschäftigt sich die Branche mit der computerbasierten Verarbeitung des Personalwesens. Lohn- beziehungsweise Gehaltsbuchhalter verfügen über ein weites Tätigkeitsspektrum und weisen eine Affinität zur EDV und Statistiken auf. Im Folgenden finden sich Perspektiven der Branche sowie Informationen zum Werdegang.

Tätigkeiten in kleinen Unternehmen

Die Branche der Gehaltsbuchhaltung richtet sich nach dem jeweiligen Unternehmen. Demzufolge wählen Arbeitnehmer zwischen stringenten Arbeitsplänen und flexiblen Arbeitsmodellen. In kleinen Unternehmen profitieren erfahrene Buchhalter von einem hohen Maß an Verantwortung. Sie befassen sich in einigen Unternehmen mit Rechtsthemen. In diesem Tätigkeitsbereich führen sie Vorstellungsgespräche durch und setzen Arbeitsverträge auf. In größeren Unternehmen existieren mehrheitlich eigene Personalabteilungen für derartige Aufgaben. In der Gehaltsbuchhaltung beschäftigen sich die Mitarbeiter nicht nur mit Zahlen. Vielmehr melden sie Arbeitnehmer den zuständigen Behörden und übernehmen weitere Pflichten im Zusammenhang mit den Krankenkassen. Weiterhin verlangt die Sozialversicherung entsprechende Nachweise. Steuerbehörden kommunizieren ebenfalls mit Lohn- und Gehaltsbuchhaltern.

Wie verarbeitet die Lohnbuchhaltung die Löhne und welche Vorgaben gibt es?

Der deutsche Gesetzgeber leitet mit der Gewerbeordnung auch die Geschicke der Gehaltsbuchhaltung. In den Paragrafen des besonderen Teils regelt das Gesetz die Form der Lohnabrechnungen und stellt fest, dass Arbeitnehmer diese beanspruchen. Eine Lohnabrechnung entsteht rückwirkend für einen Monat. Dementsprechend ermitteln die Mitarbeiter der Gehaltsbuchhaltung die geleisteten Stunden für die vergangene Lohnperiode. Der Ermittlungsgrundsatz beinhaltet die vertraglich verabredeten Eckdaten. Hierbei handelt es sich gegebenenfalls um Provisionen, Überstunden oder andere Sonderzulagen. Im produzierenden Gewerbe und der Schichtarbeit führen Gehaltsbuchhalter Schichtzulagen für Nachtarbeit oder Wochenendarbeit auf.

Zunächst addieren die Mitarbeiter alle Abrechnungsposten zusammen. Dabei ist irrelevant, ob es sich um regelmäßige Grundlöhne oder Prämien handelt. Daraus entsteht der Bruttolohn. Um diesen vom Nettolohn abzugrenzen, splitten die Lohnbuchhalter den Lohn von den Nebenkosten. Es handelt sich um vom Arbeitgeber getragene Nebenkosten, zum Beispiel Sozialversicherungs-Beiträge und solche zur gesetzlichen Unfall-Versicherung. Sodann bucht der Zuständige diese Posten auf Lohnkonten. Diese virtuellen Konten existieren für jeden Arbeitnehmer. Das Gesetz sieht vor, dass ein Lohnkonto für jeden steuerpflichtigen Arbeitnehmer besteht. Neben den Lohnabrechnungen enthält es die sogenannten Personalstammdaten. Name, Anschrift und Geburtsdatum gehören dazu.

Weiterführende Informationen und Entwicklungen

Gehaltsbuchhaltung gehört zu den komplizierten buchhalterischen Tätigkeiten. Aufgrund dessen untersteht sie einem stetigen Wandel. Um dieser Dynamik gerecht zu werden, greifen Gehaltsbuchhalter auf rein elektronische Übermittlungsprogramme zurück. Die Systeme, um Arbeitszeiten zu erfassen, fallen in den Unternehmen unterschiedlich aus. Konservative Arbeitgeber verwenden Zeitkarten oder Stechuhren. In modernen Großunternehmen kommen Chipkarten und Scanner zum Einsatz. Elektronische Zeiterfassungssysteme bieten den Vorteil, dass die Gehaltsbuchhaltung schnell und effizient die Angaben verbucht. So unterbinden die Mitarbeiter im Vorweg Verzögerungen bei der Lohnbuchhaltung.

Gehalt und Voraussetzungen für die Gehaltsbuchhaltung

Ein Werdegang in der Gehaltsbuchhaltung beginnt mit der klassischen Ausbildung zum Bilanzbuchhalter. Diese vermittelt das nötige Wissen über Zahlen, Buchhaltung und ähnliche Felder. Um in der Gehaltsbuchhaltung tätig zu sein, bedarf es der zusätzlichen Fortbildung zum Gehalts- respektive Lohnbuchhalter. Über ein Studium verfügt eine Minderheit der Beschäftigten in der Gehaltsbuchhaltung. Die Kenntnisse eines Buchhalters in Bezug auf Arbeitsrecht, Abgabenrecht und verwandten Feldern reichen für die Gehaltsbuchhaltung aus. Der Verdienst richtet sich nach der Spezialisierung und der Berufserfahrung. Berufsanfänger erhalten einen ungefähren Lohn von 18.000 Euro pro Jahr. Mit zunehmender Erfahrung und Verantwortung steigt das Gehalt auf bis zu 50.000 Euro.

Selbstständige Gehaltsbuchhalter arbeiten auf eigene Rechnung und haben andere Maßstäbe für ihr monatliches Einkommen. Weiterhin übernehmen Gehaltsbuchhalter in kleinen und mittelständigen Unternehmen Zusatzaufgaben. Dementsprechend arbeiten sie für ein höheres Gehalt oder erhalten anderweitigen Ersatz für zeitliche Aufwendungen. Eine Perspektive für Berufsanfänger und Erfahrene bieten externe Lohnbuchhalter. Hierbei handelt es sich nicht zwangsläufig um ein Einmannunternehmen. Vielmehr gliedern Großunternehmen ihre Gehaltsbuchhaltung in externe Unternehmen aus. Hier bieten sich interessante Tätigkeiten. Die Lohnbuchhaltung steht in ununterbrochener Kommunikation mit der Geschäftsleitung und identifiziert sich mit dem Arbeitgeber.

Persönlich kennzeichnen den Mitarbeiter der Lohnbuchhaltung in erster Linie Zahlenaffinität und Besonnenheit. Komplexe Buchungsvorgänge setzen gewissenhaftes Arbeiten voraus. Darüber hinaus arbeiten Lohnbuchhalter flexibel. Sie setzen sich mit der Unternehmenssituation und der Personaldecke auseinander. Dementsprechend gehören rechtliche Aspekte sowie Verantwortungsbewusstsein zum Profil des Mitarbeiters. Buchhalterische Kenntnisse jeder Art sowie Rechnungslegung bilden ideale Ausgangsvoraussetzungen für eine Karriere im Bereich der Gehaltsbuchhaltung.

Bilanzbuchhalter Gehalt

Branchen von A bis Z

Verdienen Sie genug?

Vergleichen Sie jetzt kostenlos und anonym Ihr Gehalt.

Jetzt Gehalt vergleichen
Gehalt.detrust-pilot trustsiegel
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen