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Warum das Arbeiten von 9 bis 18 Uhr schlecht für Deine Gesundheit ist

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
05.03.2014

Nicht jeder Mensch ist dafür geschaffen, von 9 bis 18 Uhr zu arbeiten. Es gibt verschiedene Schlaftypen und zudem eine Störung mit der Bezeichung „Delayed Sleep Phase Syndrom“ (DSPS). Im Grunde müsste sich also die Arbeitszeit nach dem natürlichen Schlafrhythmus der einzelnen Menschen richten.

Von Eulen und Lerchen

Einige Menschen sind morgens schon recht früh fröhlich und munter, bevorzugen es aber, abends früh schlafen zu gehen. Das sind die sogenannten Lerchen und diese Personen haben mit der üblichen Arbeitszeit weniger Probleme. Die Eulen hingegen werden erst später munter und meistens sind sie abends erst richtig fit. Für diese Schlaftypen wäre abends die ideale Arbeitszeit, denn dann können sie produktiv sein.Arbeiten bis 18 Uhr

Da die Eulen oftmals täglich gegen ihren Biorhythmus leben, ist für sie das Arbeiten von 9 bis 18 Uhr langfristig gesehen gesundheitsschädlich. Es ist auch nicht möglich, sich an den Rhythmus der Lerchen zu gewöhnen. Eule ist Eule und Lerche ist Lerche – das ist von der Natur vorgegeben. Es handelt sich um die innere Uhr, die genetisch festgelegt ist und nach der sich die Stoffwechselvorgänge richten.

DSPS – das verzögerte Schlafphasen Syndrom

Beim Syndrom der verzögerten Schlafphasen handelt es sich um eine neurologische Schlafstörung, an der die Menschen leiden können, die zum Schlaftyp der Eulen gehören. DSPS wird dann zum Problem, wenn die Betroffenen versuchen, ihre innere Uhr umzustellen und beispielsweise von 9 bis 18 Uhr arbeiten gehen. Sie bekommen einen Schlafentzug, der kaum nachzuholen ist. Menschen mit DSPS sind nicht in der Lage, abends früher einzuschlafen, auch wenn sie müde sind. Schlafen sie dennoch früher ein, empfinden sie ihren Schlaf nicht als erholsam. Die Folge ist eine ständige Müdigkeit, die sich unter anderem an der Leistungsfähigkeit bemerkbar macht. Langfristig kann DSPS gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, wie Gewichtszunahme, Depression, Angstzusände, Diabetes oder ein schwaches Immunsystem.

Was kann gegen DSPS getan werden?

Für Eulen und Menschen, die bereits an DSPS leiden, wäre es das Beste, wenn sie die Arbeitszeiten verschieben könnten. Manchmal reicht es schon, zwei Stunden später anzufangen, damit die innere Uhr richtig ticken kann. Menschen, die erkannt haben, dass ihr Schlafbedürfnis anders ist, als das der meisten Menschen, haben die traditionelle Arbeitszeit verlassen und sich selbstständig gemacht. Doch auch das ist nicht immer einfach, denn die Mehrheit der Menschen lebt und arbeitet nach den üblichen Zeiten. Es kann eine Herausforderung darstellen, Kunden zu bedienen, wenn man als Eule auf die entsprechenden Schlafzeiten achtet. Für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden lohnt sich diese Herausforderung.

Als Eule später arbeiten

Falls Du eine Eule bist und bisher von 9 bis 18 Uhr gearbeitet hast, solltest Du Dir überlegen, Deine Arbeitszeiten zu verschieben. Rede mit Deinem Vorgesetzten, ob Du sich einige Aufgaben von Zuhause aus erledigen lassen, sodass Du auf Deine innere Uhr hören kannst. Wenn Du dennoch Tage hast, an denen Du gegen Deinen natürlichen Rhythmus handeln musst, lege danach einen Ruhetag ein. Auch bei Geschäftsreisen solltest Du auf Ruhetage achten, damit Deine innere Uhr nicht komplett durcheinander gerät.

Nun wird es wahrscheinlich nicht viele Arbeitgeber geben, die Verständnis für den Wunsch zeigen, die Arbeitszeiten zu verschieben. Dann ist der beste Rat für Dich: Mach Dich selbstständig. Als Freiberufler hast Du die Möglichkeit, wieder leistungsfähig, aktiv, kreativ und motiviert zu arbeiten, denn Du entscheidest, zu welchen Zeiten gearbeitet wird. Du kannst zwar irgendwie versuchen, eine Lerche zu werden, doch diese Versuche sind langfristig zum Scheitern verurteilt und wirken sich auf allen Ebenen (Körper, Geist und Seele) negativ aus.

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