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Gewerkschaften – Brancheninformationen

Der erhebliche Einfluss dieser Interessengemeinschaften auf Wirtschaft und Politik ist nicht zu leugnen. Dennoch kann hier nur bedingt von einer Branche gesprochen werden, denn Branche sind aktive, also produzierende oder kaufmännische Betriebe in den drei Wirtschaftssektoren (Rohstoffe, Produktion, Dienstleistung). Dem Dienstleistungssektor könnte man eine Gewerkschaft zuordnen, doch beschreibt dies nur einen Teil ihrer Tätigkeit.

Entstanden aus der Arbeiterbewegung im Zeitalter der Industrialisierung:

Als mit dem Beginn maschineller Großproduktion in Europa die Industrialisierung begann, wurde schnell klar, dass die Rechte und Ansprüche der Arbeiter definiert, geschützt und durchgesetzt werden müssen. Die erste deutsche Gewerkschaft wurde 1865 in Leipzig gegründet. Ihr Name war „Allgemeiner Deutscher Cigarrenarbeiter-Verein“. Die Anfänge von sich organisierenden Arbeitern und Handwerkern gehen jedoch noch weiter zurück. Manche Aufgaben der Gewerkschaften wie Lohngarantie, Rente oder auch einfache Formen der Versicherung sind schon im Mittelalter im Zunftwesen organisiert worden.

Gewerkschaften fallen meist unter das Vereinsrecht. Sie setzen ihre Forderungen direkt durch Aktionen der organisierten Arbeitskräfte durch. Die bekannteste Aktion dieser Art ist sicherlich der Streik. Die Verbände bieten den Mitgliedern Schutz und soziale Leistungen, die je nach Verband sehr unterschiedlich ausfallen. Fragen wie Arbeitsbedingungen, Löhne, oder auch Ansprüche gegen den Betrieb bei Arbeitsunfällen oder im Rentenalter werden von den Arbeiterbünden überwacht und, im Ernstfall durchgesetzt. So erfahren Berufstätige nicht nur Schutz durch das Arbeitsrecht, an dessen Entstehung die Verbände einen wichtigen Anteil hatten, sondern erhalten auch Beistand und Hilfe bei der Durchsetzung ihrer Rechte.

Gewerkschaften als wirtschaftlicher Machtfaktor:

Immer wieder hört man in den Nachrichten, dass eine Gewerkschaft ihre Mitglieder zum Streik aufruft. Da in solchen Gemeinschaften landesweit viele Menschen organisiert sind, kann so ein großer Arbeitskampf etwa den Verkehr oder auch andere wichtige Wirtschaftsfaktoren lahm legen. Immense Verluste, nicht zuletzt an Steuergeldern, sind das Ergebnis. Mit diesem Druckmittel setzen die Verbände die Interessen ihrer Mitglieder durch. Es kommt dann zu Schlichtungsggesprächen, in denen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern vermittelt werden muss. Die Fachleute, hoch gebildet in den Bereich Wirtschaft und Recht, die diese Gespräche führen, sind sehr wichtige Mitglieder dieses Bereiches. Ebenso Berater, wie Anwälte, die für Gewerkschaften arbeiten oder Beauftragte für betriebliche Fragen, zum Beispiel Mobbing oder Integrationsbeauftragte, arbeiten als Gewerkschaftsangehörige direkt im Betrieb. In Großbetrieben wurde durchgesetzt, dass im Aufsichtsrat ebenfalls Vertreter der Gewerkschaften zugegen sein müssen. Auch diese Mitarbeiter bearbeiten einen wichtigen und essentiellen Bereich des Zweiges, garantieren sie doch, dass die Vertragsbedingungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehalten werden.

Den Gewerkschaftsmitgliedern werden auch einige andere Dienstleistungen angeboten. So haben manche Verbände etwa gewerkschafsteigene Rentenkassen, in denen eine Zusatzrente angespart werden kann. Auch bieten einige Vereinigungen versicherungsähnliche Möglichkeiten an, die bei Erkrankung oder Verletzung zusätzliche finanzielle Unterstützung gewährt. Rechtsberatung und ¨C vertretung für die Mitarbeiter sowie finanzielle Unterstützung, wenn durch einen Streik Verdienstausfall zu befürchten ist, wird ebenfalls angeboten.

Auch wenn sich seit dem beginn des Industriezeitalters viel getan hat im Arbeitsrecht und Versicherungswesen, zeigen die Entwicklungen immer wieder, das die Gewerkschaftsbünde nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Sie greifen in alle drei Wirtschaftsbereiche und stellen so sicher, dass die Branchen zusammenwirken und sich nicht gegenseitig übervorteilen.

Branchen von A bis Z

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