Gehaltsspanne: Klinische/-r Psychologe/-in in Deutschland

 
4.665 €
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5.980 €
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  • 5.281 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 4.665 € (Unteres Quartil) und 5.980 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Klinische/-r Psychologe/-in

 

Klinische Psychologen bzw. Klinische Psychologinnen sind auf die Diagnose und Behandlung psychischer und psychosomatischer Krankheiten spezialisiert. Häufig beschäftigen sie sich mit Krankheiten wie Depressionen, Zwängen, Essstörungen oder chronischen Schmerzen, aber auch Alkoholabhängigkeit und Drogenabhängigkeit gehören zu ihren Aufgabengebieten. Ihr Ziel ist es, mit dem Patienten einen Weg zu finden, besser mit seiner Krankheit umgehen zu können, und sie im besten Fall vollständig zu heilen. Außerdem unterstützen sie Hilfsbedürftige bei sozialen Konflikten. Anders als bei den Psychologen, deren Aufgabenfeld hauptsächlich aus der wissenschaftlichen Forschung besteht, steht bei den Klinischen Psychologen der direkte Patientenkontakt im Vordergrund.

Da die Klinische Psychologie ein Teilbereich der Psychologie ist, weist der Beruf des Klinischen Psychologen große Überschneidungen mit dem Psychologen auf. Auch der Beruf der Psychiaterin weist Überschneidungen auf. Die Aufgabengebiete des Neuropsychologen sowie der Medizinischen Psychologin ähneln ebenfalls denen des Klinischen Psychologen.

 
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Jobangebote für Klinische/-r Psychologe/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Die Aufgaben eines Klinischen Psychologen: Diagnose, Beratung und Behandlung

Sobald ein Patient eine psychologische Einrichtung aufsucht und langfristige psychologische Unterstützung benötigt, bemüht sich der Klinische Psychologe, die bestmögliche Behandlungsmethode zu ermitteln. Hierzu führt er mit dem Patienten zunächst ein Gespräch über die Krankheitsvorgeschichte und eventuelle familiär bedingte Krankheitsursachen. Diese sogenannte Anamnese hilft dem Klinischen Psychologen, die richtige Diagnose zu stellen, die ihm ermöglicht, nach geeigneten Therapieansätzen zu suchen. Klinische Psychologen dürfen allerdings keine Medikamente verschreiben, weshalb Behandlungen wie die Verhaltenstherapie oder die Psychoanalyse häufig zum Einsatz kommen. Gelegentlich ist auch die Einbindung der Familie während des Therapieverlaufs sinnvoll, weshalb Klinische Psychologen auch Beratungen für Angehörige anbieten können. Bei Risikopatienten setzen sie sich schon vor der Entstehung einer psychischen Störung für die Gesundheit des Patienten ein, indem sie Präventionsmaßnahmen durchführen. Um nach abgeschlossener Behandlung einem Krankheitsrückfall vorzubeugen, sind Klinische Psychologen auch an rehabilitativen Maßnahmen beteiligt.

Auch im sozialen Bereich kommen Klinische Psychologen zum Einsatz. So bieten sie beispielsweise in Beratungsstellen Unterstützung bei Konfliktfällen an. In der Kinderhilfe und Jugendhilfe nehmen sie an der Fachaufsicht teil und sorgen somit dafür, dass Kinder und Jugendliche in Ausnahmesituationen angemessen betreut werden können. Aber nicht nur Patienten mit psychologischen Erkrankungen müssen die Hilfe eines Klinischen Psychologen in Anspruch nehmen, denn gelegentlich benötigen auch Psychologen oder Ärzte selbst einen psychologischen Ansprechpartner. Diese Hilfe stellen ihnen die Klinischen Psychologen dann in sogenannten Supervisionen zur Verfügung.

Neben der psychologischen Behandlung fallen einige Organisationsaufgaben und Verwaltungsaufgaben an, unter anderem die Dokumentation des Behandlungsverlaufs, die Leistungsabrechnung sowie die Erstellung von Gutachten. Für Klinische Psychologen besteht zudem die Möglichkeit, an einer Universität zu lehren und zu forschen. Als Professoren oder Dozenten halten sie Seminare und Vorlesungen ab und unterstützen die Studierenden beim Verfassen von Hausarbeiten. Zusätzlich können Klinische Psychologen selbst in der Forschung tätig sein. Sie veröffentlichen dann mit anderen wissenschaftlichen Mitarbeitern zusammen ihre Forschungsergebnisse in Fachpublikationen.

Typische Branchen: Gesundheitswesen und Sozialwesen

Das Gesundheitswesen bietet Klinischen Psychologinnen Einsatzgebiete in Kliniken, Krankenhäusern, psychotherapeutischen Praxen und Rehabilitationseinrichtungen. Aber auch im Sozialwesen finden Klinische Psychologinnen eine Beschäftigungsmöglichkeit, beispielsweise in Pflegeheimen, Altenheimen und bei verschiedenen Beratungsstellen. Einige Klinische Psychologinnen werden auch von Krankenkassen beschäftigt. Im Auftrag von Parteien, Verbänden oder Organisationen forschen sie an verschiedenen Projekten. Zudem arbeiten einige Klinische Psychologinnen als Dozentinnen oder wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an einer Universität.

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Gehälter nach Bundesland: Klinische/-r Psychologe/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 5.530 €
Bayern: 5.397 €
Berlin: 5.092 €
Brandenburg: 4.644 €
Bremen: 5.167 €
Hamburg: 5.442 €
Hessen: 5.493 €
Mecklenburg-Vorpommern: 4.541 €
Niedersachsen: 5.044 €
Nordrhein-Westfalen: 5.300 €
Rheinland-Pfalz: 5.229 €
Saarland: 5.128 €
Sachsen: 4.659 €
Sachsen-Anhalt: 4.606 €
Schleswig-Holstein: 4.989 €
Thüringen: 4.654 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Ausbildung und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Klinische Psychologie

Um als Klinischer Psychologe arbeiten zu dürfen, wird ein Abschluss im weiterführenden Studiengang Klinische Psychologie vorausgesetzt. Üblicherweise muss zuvor das grundständige Studium der Psychologie abgeschlossen worden sein. Der Masterstudiengang dauert zwei bis vier Semester und umfasst unter anderem folgende Inhalte:

  • Klinische Diagnostik
  • Statistik
  • Rechtspsychologie
  • Neuropsychologie
  • Kinderpsychologie und Jugendpsychologie

Regelmäßige Weiterbildungen sind wichtig, um die Behandlungsmethoden den neuesten Erkenntnissen aus der Forschung anzupassen, beispielsweise in folgenden Bereichen:

  • Psychotherapie
  • Konfliktmanagement
  • Soziale Beratungsarbeit
  • Jugendarbeit
  • Supervision

Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich mit Berufserfahrung und gegebenenfalls dem Abschluss einer Weiterbildung in den folgenden Bereichen:

Für eine Tätigkeit in der Wissenschaft oder als Hochschulprofessorin benötigen Klinische Psychologinnen eine Promotion oder sogar Habilitation.

Persönliche Stärken eines Klinischen Psychologen

Klinische Psychologen tragen eine große Verantwortung, denn sie behandeln häufig schwerkranke Menschen, deren Gesundheitszustand stark ihre Lebensqualität beeinträchtigt. Somit benötigen die Klinischen Psychologen selbst eine starke psychische Belastbarkeit. Für die Arbeit eines Klinischen Psychologen sind ebenfalls Kommunikationsstärke und Einfühlungsvermögen essenziell. Zudem benötigt er analytisches Denkvermögen, um aus den Gesprächen mit dem Patienten die richtige Diagnose ableiten zu können. Vor allem im Umgang mit Kindern oder Jugendlichen ist pädagogisches Geschick eine wichtige Eigenschaft eines Klinischen Psychologen. Bei Patientendaten bewahren die Klinischen Psychologen stets Diskretion.  Einige akute Krankheitsfälle müssen sofort behandelt werden, weshalb ihre Einsatzbereitschaft im Rahmen der Notfallpsychologie auch im Bereitschaftsdienst gefordert ist.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
5.509 €
 
7–9 Jahre
5.011 €
 
3–6 Jahre
4.854 €
 
< 3 Jahre
4.735 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
5.970 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
5.652 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
5.469 €
 
< 100 Mitarbeiter
5.207 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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