Was verdient eigentlich ein …?

Gesundheitswesen – Brancheninformationen

Das Gesundheitswesen beinhaltet die Institutionen, Gesetze und Prozesse, die dem Wohlbefinden dienen und die das Verbreiten von Krankheiten einschränken. Der Begriff grenzt sich gegen den der Gesundheitswirtschaft ab, die nicht nur das Versorgen und Vorbeugen von Krankheiten im Blick hat. Als Gesundheitswirtschaft bezeichnen Experten die Herstellung medizinischer Produkte. Darunter fallen auch die Wellness- und Fitnessbranche sowie der Gesundheits-Tourismus.

Berufe im Gesundheitswesen:

Im Gesundheitswesen agieren neben Ärzten und Psychotherapeuten die sogenannten Gesundheits-Fachberufe. Der Begriff bezeichnet eigenständige Heilberufe. Ein approbierter Arzt ordnet die Behandlung an. Er ist verantwortlich für die Auswahl des Heilverfahrens und für die Nachkontrolle. Der Behandelnde zeichnet sich verantwortlich dafür, das Angeordnete fachgerecht umzusetzen. Im Beispiel von Arzt und Krankenpfleger trägt der Arzt die Verantwortung für das verordnete Medikament. Der Krankenpfleger sieht sich verantwortlich für das Verabreichen des Medikaments in der richtigen Menge zur rechten Zeit.

Zu den Gesundheits-Fachberufen, die im Gesundheitswesen agieren, gehören::

➤ pflegerische Berufe,

➤ Assistenzberufe,

➤ therapeutische Berufe,

➤ diagnostisch-therapeutische Berufe,

➤ medizinisch-technische Berufe,

➤ medizinisch-technische Berufe im Handwerk.

Einen pflegerischen Beruf üben Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Altenpfleger und Hebammen aus. In einer Assistenzposition befinden sich medizinische Fachangestellte und Rettungs-Assistenten. Therapeutische Berufe erlernen angehende Logopäden sowie Ergo- und Physiotherapeuten. Einen diagnostisch-therapeutischen Beruf übt der Orthoptist aus. Einen medizinisch-technischen Beruf erlernt der angehende medizinisch-technische Assistent. In medizinisch-technischen Berufen im Handwerk befinden sich Hörgeräteakustiker, Augenoptiker und Orthopädie-Schuhtechniker.

Für Gesundheits-Fachberufe genügt in der Regel der Fälle eine Ausbildungsphase von drei Jahren in einer Institution des Gesundheitswesen. Inzwischen etablieren sich jedoch auch Studiengänge, die zum Abschluss eines Gesundheits-Fachberufes führen. Die sogenannten Pflegestudiengänge bilden neben dem Studium der Human- oder Veterinärmedizin Mitarbeiter des Gesundheitswesen aus. Außerdem gilt ein abgeschlossener Gesundheits-Fachberuf vielerorts als Voraussetzung für ein Studium. Das gilt für den Fall, dass kein Abitur vorliegt.

Kaufmann im Gesundheitswesen:

Seit 2001 gibt es den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf des Kaufmanns im Gesundheitswesen. Die Einführung erwies sich durch die zunehmend spezialisierten Verwaltungsformen in Institutionen des Gesundheitswesen als notwendig. Seine Einsatzfelder sind:

➤ Krankenhäuser,

➤ Gesundheitsämter,

➤ medizinische Dienste,

➤ Vorsorge- und Rehabilitations-Institutionen,

➤ Krankenkassen,

➤ stationäre oder ambulante Pflegeinstitutionen

➤ ärztliche Gemeinschaftspraxen

➤ Sanitätshäuser

➤ ärztliche Organisationen oder Verbände.

Die Ausbildungsphase für den Kaufmann im Gesundheitswesen vollzieht sich im Dualen System. So lernt der Auszubildende im ausbildenden Betrieb und in der Berufsschule. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. In besonderen Fällen steigen Auszubildende schon in das zweite Lehrjahr ein. Eine Alternative besteht im Vorziehen der Abschlussprüfung um ein halbes Jahr. Der Beruf eignet sich besonders für andere Gesundheits-Fachberufe, wenn diese umschulen. Als erster erlernter Beruf weist er ebenso Vorteile auf.

Während seiner schulischen Ausbildungsphase lernt der Kaufmann im Gesundheitswesen verschiedene Bereiche kennen. Dazu zählen:

➤ Geschäfts-Prozesse erfassen, steuern und auswerten,

➤ Dienstleistungen anbieten, dokumentieren und geleistete Dienste abrechnen,

➤ Marktanalysen,

➤ Marketing-Instrumente benutzen,

➤ Finanzieren von Investitionen.

Weiterhin erhält er durch die Fächer Deutsch, Englisch, Sozialkunde und Sport wertvolle Einsichten allgemeiner Natur. Der Großteil der Berufsschulen, die zum Kaufmann im Gesundheitswesen ausbilden, gestalten den Unterricht in Blöcken. Für den Auszubildenden bedeutet das, dass er sich nicht täglich für wenige Stunden in der Schule aufhält, sondern in phasenweisen Abschnitten.

Im Betrieb durchläuft der Auszubildende phasenweise die verschiedenen Verwaltungs-Bereiche. Abschnittsweise befindet er sich in der Wirtschaftsabteilung, in der Buchhaltung, in der Personalabteilung und bei der Abrechnung. Optional erhält er auch Einblick in die Bereiche des Qualitätsmanagements oder des Beschwerdemanagements. In der Regel wechseln sich für einen Auszubildenden im Gesundheitswesen theoretische und praktische Phasen ab. Der Auszubildende schließt seine Ausbildungsphase mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung ab.

Für den Kaufmann im Gesundheitswesen gibt es lukrative Weiterbildungs-Angebote. Es besteht die Möglichkeit, sich staatlich als Betriebswirt im Krankenhaus oder als Fachwirt im Sozialwesen anerkennen zu lassen. Die Weiterbildungs-Möglichkeit zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen bietet ebenfalls gute Jobchancen. Das Gleiche gilt für die zum Betriebswirt in der Industrie- und Handelskammer.

Das zunehmend privatisierte Gesundheitswesen erfuhr einen enormen Wachstumsschub. Das wirkte sich positiv auf den Stellenmarkt aus. Daher erhalten nicht nur heilende Fachberufe gute Chancen auf lukrative Stellen. Alle möglichen Ausbildungsberufe kommen mit den entsprechenden Weiterbildungs-Maßnahmen für das Gesundheitswesen dort zum Einsatz.

Gehalt im Gesundheitswesen:

Ein Kaufmann im Gesundheitswesen verdient durchschnittlich 20.000 Euro. Mit einigen Jahren Kenntnis vom Berufsalltag in einem kleinen Betrieb verdient er monatlich 1.800 Euro. Im Jahr beträgt die Höhe seines Gehaltes knapp 22.000 Euro.

Als Managementberater im Gesundheitswesen in einem mittelgroßen Betrieb kommt er auf 3.800 Euro. Im Laufe des Jahres erarbeitet er sich ein Gehalt in Höhe von 45.500 Euro. In einem großen Betrieb verdient eine Auditorin im Gesundheitswesen im Jahr 48.000 Euro. Monatlich stehen ihr 4.000 Euro Gehalt zur Verfügung. Wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Gehalts nehmen Ausbildungsabschluss und Alter des Kandidaten sowie die Größe des Betriebs. In einem größeren Betrieb steigen seine Aufstiegschancen. Das Maß an Führungsqualitäten beeinflusst den Umfang des Gehalts. In Leitungspositionen verdienen Kaufleute im Gesundheitswesen besser. Das gilt ebenso für andere Gesundheits-Fachberufe.

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