Gehaltsspanne: Sportphysiotherapeut/-in in Deutschland

 
2.758 €
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  • 3.025 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 2.758 € (Unteres Quartil) und 3.318 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Sportphysiotherapeut/-in

 

Intensiver Sport bedeutet selbst für den athletischsten Körper eine Herausforderung. Damit Sportler und Sportlerinnen diese Belastung bewältigen können, werden sie durch Sportphysiotherapeuten und Sportphysiotherapeutinnen betreut. Nach einer Fortbildung oder einem weiterführenden Studium behandeln sie aktive Sportler und Sportlerinnen jedes Alters und Leistungsniveaus. Ihre wichtigsten Aufgaben heißen hierbei Prävention und Rehabilitation, um die körperliche Gesundheit und sportliche Leistungsfähigkeit ihrer Patienten und Patientinnen zu garantieren oder nach einer Verletzung wiederherzustellen.

Es handelt sich hier um eine Spezialform der Physiotherapeutin, gängig ist daher auch die Bezeichnung als Physiotherapeut bzw. Physiotherapeutin für Sportphysiotherapie. Eine vergleichbare Aufgabe wird durch Sporttherapeuten übernommen. Ähnliche Berufe sind außerdem Sportmasseurin, Sportpsychologe, Trainerin, Sportmediziner und Sportwissenschaftlerin.

 
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Jobangebote für Sportphysiotherapeut/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Was macht eine Sportphysiotherapeutin?

Je nachdem, ob eine Sportphysiotherapeutin in einer privaten Praxis oder bei einem Sportverein arbeitet, variiert das Leistungspensum ihrer Patientinnen und dementsprechend auch ihre eigene Arbeitslast. In einer Praxis betreut sie wechselnde Patientinnen meist für die Dauer einer Stunde. Dabei handelt es sich häufig um Patientinnen aus dem Breitensport, die eine weniger intensive Betreuung benötigen sowie weniger Zeit und Geld investieren können. In der Regel wird der Sport hier nicht berufsmäßig ausgeübt, Hobbysportlerinnen suchen eine Sportphysiotherapeutin daher vor allem zur Rehabilitation auf: Bei körperlicher Überlastung, Sportschäden oder nach einer Operation fallen sportmedizinische und physiotherapeutische Maßnahmen zum Muskelaufbau sowie Massagen und das Bandagieren oder Tapen verletzter Körperstellen an. Um die wenige Zeit in der Praxis auszugleichen, erstellt die Sportphysiotherapeutin ihren Patientinnen Rehabilitationspläne für Heimübungen.

Bei einem Sportverein fließen Prävention und Rehabilitation zusammen. Die Sportphysiotherapeutinnen sind Teil eines festen Teams und betreuen ihre Patientinnen intensiv über einen längeren Zeitraum. Unterstützt werden sie durch professionelle Masseurinnen, Sportpsychologinnen und Trainerinnen. Hier ist eine ganzheitliche Betreuung der Sportlerin möglich und auch nötig, schließlich hängen im Spitzensport Millioneneinnahmen an ihrer Leistung. Um diese nicht durch Verletzungen zu gefährden, wird sie von Sportphysiotherapeutinnen begleitet. Teil der wichtigen Prophylaxe sind regelmäßige Bewegungsanalysen – diese helfen, den körperlichen Zustand der Sportlerin einzuschätzen und ihre Trainingspläne optimal anzupassen. Zu den Vorbeugungsmaßnahmen gehören weiterhin Dehnübungen, Muskellockerungen und Massagen, die durch die Sportphysiotherapeutin angeleitet oder ausgeübt werden, um der hohen körperlichen Belastung im Spitzensport zu begegnen.

Ist dennoch eine Verletzung geschehen, dann gilt es, die verletzte Struktur nachhaltig und schnell zu rehabilitieren: Die Aufgabe der Sporttherapeutin ist es, den natürlichen Heilungsprozess des Körpers zu unterstützen und zu begleiten, aber auch gezielt zu beschleunigen. Die besondere Herausforderung besteht darin, dass zum Beispiel der gebrochene Arm einer Tennisspielerin nicht nur wieder zur Funktionsfähigkeit gebracht, sondern zurück auf Spitzenniveau geführt werden muss. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt: Fordert die Sportphysiotherapeutin der verletzten Sportlerin zu viel ab, heilt eine Verletzung nicht nachhaltig aus – die Folgen sind bleibende Schäden und im schlimmsten Fall eine negative Auswirkungen auf den Karriereverlauf.

Eine entsprechend hohe Verantwortung liegt deswegen im Spitzensport auf den Schultern von Sportphysiotherapeutinnen. Auch hier zahlt sich die Prophylaxe aus: Dank der regelmäßigen Körperanalysen kennt die Sportphysiotherapeutin den Körper einer von ihr betreuten Athletin genau, kann ihr Potential perfekt einschätzen und nachhaltig wieder aufbauen. Dadurch wird die Rehabilitation der verletzten Struktur verkürzt und die Sportlerin kann im besten Fall bald wieder an Trainings und Wettkämpfen teilnehmen. Auch hier sind Sportphysiotherapeutinnen immer zugegen: Bei akuten Verletzungen leisten sie medizinische Hilfe und schätzen individuell ein, ob die Athletin ihre körperliche Belastungsgrenze überschritten hat, um sie bei Bedarf zu schonen.

Wo arbeiten Sportphysiotherapeutinnen?

Sportphysiotherapeutinnen finden je nach Qualifikation und persönlicher Präferenz insbesondere bei Sportvereinen, in privaten Sportphysiotherapiepraxen bzw. Physiotherapiepraxen oder im Gesundheitswesen Anstellung.

Gerade große und etablierte Vereine leisten sich ein Team eigener Sportphysiotherapeutinnen für alle Spitzensportlerinnen einer Disziplin; so beispielsweise im Fußball, Handball oder Tennis. Das birgt für die Sporttherapeutinnen den Vorteil, dass sie sich auf die Anforderungen einer Sportart spezialisieren können. Oftmals sind Sportphysiotherapeutinnen hingegen auch bei mehreren Vereinen mit unterschiedlichen sportlichen Ausprägungen beschäftigt oder außerdem in einer Praxis angestellt, wo sie Hobbysportlerinnen behandeln.

Im Gesundheitswesen ist ihre Tätigkeit nicht nur auf Sportlerinnen beschränkt: Hier arbeiten Sportphysiotherapeutinnen mit Patientinnen zusammen, die nach Unfall, Krankheit oder einer Operation körperlich rehabilitiert werden müssen - auch hierfür eignen sich sportphysiotherapeutische Methoden. Als Arbeitgeber fungieren dann zumeist Krankenhäuser oder Rehakliniken.

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Gehälter nach Bundesland: Sportphysiotherapeut/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 3.168 €
Bayern: 3.091 €
Berlin: 2.917 €
Brandenburg: 2.660 €
Bremen: 2.960 €
Hamburg: 3.117 €
Hessen: 3.146 €
Mecklenburg-Vorpommern: 2.601 €
Niedersachsen: 2.889 €
Nordrhein-Westfalen: 3.036 €
Rheinland-Pfalz: 2.995 €
Saarland: 2.938 €
Sachsen: 2.669 €
Sachsen-Anhalt: 2.639 €
Schleswig-Holstein: 2.858 €
Thüringen: 2.666 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Ausbildung, Weiterbildung, Studium: Wie wird man Sportphysiotherapeut?

Sportphysiotherapeuten müssen medizinisches, physiotherapeutisches und sportwissenschaftliches Know-how vereinen: Die Spezialisierung zum Sportphysiotherapeuten ist als Fortbildung oder weiterbildendes Studium im Anschluss an eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Physiotherapeuten bzw. zum Masseur und medizinischen Bademeister möglich. Beide Weiterbildungsprogramme nehmen in der Regel zwei Jahre in Anspruch. Für ein Masterstudium in Sportphysiotherapie (Abschluss mit dem Master of Arts) wird neben der Physiotherapieausbildung ein abgeschlossenes Bachelorstudium und Berufserfahrung in der Physiotherapie verlangt. Dafür erschließt das Studium Absolventen höhere Gehälter, mehr Verantwortung sowie den Weg in Forschung und Lehre. Auch ein sportwissenschaftlicher Master, zum Beispiel im Studiengang Rehabilitation, ist nach vorangegangenem Bachelorstudium und abschließender Weiterbildung zum Sporttherapeuten ein möglicher Weg in den Beruf.

Daran anschließende Weiterbildungen zum Masseur oder Sportpsychologen können das Profil des Sportphysiotherapeuten ergänzen – Zertifikate wie die des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbundes e.V.) erlauben ihm, Sportphysiotherapeut bei den Olympischen Spielen oder beim DFB (Deutscher Fußballbund) zu werden.

Persönliche Voraussetzungen

Durch ständige Verletzungen der betreuten Sportler und damit verbundenem Leistungsdruck ist die Arbeit eines Sportphysiotherapeuten durch Adrenalin, aber auch Strapazen geprägt. Stressresistenz ist somit Grundvoraussetzung für Sportphysiotherapeuten, die mit einem kühlen Kopf, Händchen für Zwischenmenschliches und einer hoher Belastbarkeitsgrenze gerüstet sein sollten. Ob im Leistungssport im Verein oder in einer privaten Praxis mit Hobbysportlern: Körperkontakt mit wechselnden Patienten gehört zum täglichen Programm. Berührungsängste sind hier fehl am Platz, stattdessen ist Kontaktfreude gefragt. Für viele Übungen sind neben theoretischem Verständnis und ausgeprägtem Einfühlungsvermögen außerdem auch körperliche Kraft und Fitness unentbehrlich.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
3.108 €
 
7–9 Jahre
2.882 €
 
3–6 Jahre
2.820 €
 
< 3 Jahre
2.774 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
3.417 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
3.378 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
3.227 €
 
< 100 Mitarbeiter
3.014 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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