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Heizung, Heizungstechnik – Brancheninformationen

Ein Schwede namens Marten Trifvald war es, der im Jahre 1716 die erste, heute bekannte, Warmwasserheizung entwickelte. Beheizt wurde damals allerdings kein Wohnhaus, sondern ein Treibhaus im englischen Newcastle. Erst Fürsten und andere wohlhabende Bürger waren es, die ihre Schlösser und Villen in dieser Art beheizten. Das war etwa ab dem Jahre 1850. Ab 1900 setzte sich dieser Trend auch im privaten Wohnungsbau fort. Seit dem wurden auch Heizungsbauer benötigt, die solche Anlagen installierten und warteten.

Den Beruf des Heizungsbauers gab es in Deutschland schon seit vielen Jahrzehnten. Da sich aber auch in diesem Bereich der Beruf vor allem in den letzten Jahren vielfach verändert hat, wurde im Jahre 2003 der Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik geschaffen um den geänderten Voraussetzungen Rechnung zu tragen. Diese Ausbildung beinhaltet heute auch das Berufsbild des Gas- und Wasserinstallateurs sowie des Heizungs- und Lüftungsbauers. Nötig machte das unter anderem auch das Hinzukommen neuer Technologien, wie die Solartechnik oder die Elektrotechnik.

Eine Ausbildung in diesem Beruf dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und endet, wenn sie in einem Handwerksbetrieb durchgeführt wird, mit einem Abschluss als Geselle. In einem Industriebetrieb wird diese Ausbildung von der jeweilen Industrie- und Handelskammer abgelegt. Die Ausbildung findet nach dem dualen Prinzip statt, das heißt, dass sie sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in einer staatlichen Berufsschule stattfindet. Überbetriebliche Lehrgänge runden diese Ausbildung ab. Das wurde vor allem durch wachsende Anforderungen im Beruf nötig. Erst vor Jahren sind beispielsweise die Bereiche Energiesparen und Trinkwasserhygiene hinzugekommen.

Der Beruf ist insofern sehr interessant, da viele Firmen händeringend nach Auszubildenden suchen. Der sich durch viele Branchen durchziehende Fachkräftemangel hat auch vor dieser Branche nicht haltgemacht. Dabei bietet dieser Beruf auch vielfältige Einsatzmöglichkeiten. So wird auch hier immer mehr spezialisiert. Die wichtigsten Spezialgebiete sind hierbei die Wassertechnik, die Wärmetechnik, die Klimatechnik und der Bereich Erneuerbare Energien und Umwelttechnik. Diese Spezialisierung wird in der Regel bereits zu Beginn der Ausbildung festgelegt und auch die Abschlussprüfungen unterscheiden sich in den einzelnen Themenfeldern voneinander.

Die Verdienstmöglichkeiten des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik werden durch Tarifverträge festgemacht, können jedoch, je nach Bundesland und Vertragspartner sehr unterschiedlich sein. Mit der Gesellenprüfung stehen die Türen offen für unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Meister. Zu nennen sind hier vor allem der Kundendienstmitarbeiter und der staatlich geprüfte Techniker, dessen Tätigkeit dann mehr eine theoretisch orientierte sein wird. Gerade durch zahlreiche neue und innovative Techniken wird dieser Beruf, sowohl in der Praxis als auch in der Theorie ein gefragtes Berufsbild bleiben.

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