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Metallbe- und -verarbeitung – Brancheninformationen

Bei der Metallbe- und -verarbeitung handelt es sich um einen Teilbereich der Fertigungstechnik, der sich der Herstellung und der Bearbeitung von Werkstücken aus verschiedenen Metallen widmet. Die Arbeitnehmer in der Metallbe- und -verarbeitung sind in Handwerk und Industrie in einem sehr breiten Bereich tätig. Denn ihre Dienste werden im Formen- und Werkzeugbau ebenso benötigt, wie im Brückenbau oder im Maschinen- und Schiffbau, aber auch in der Schmuckherstellung.

Man untergliedert die Metallbe- und -verarbeitung entweder nach der Art der Metalle, die sie verarbeiten oder nach der Technik, nach welcher gearbeitet wird. Vom Material her unterscheidet man nach Nichteisenmetallen, Schwermetallen, Leichtmetallen und Edelmetallen. Technisch werden die Teilbereiche der Metallbe- und -verarbeitung in spanabhebende, nicht spanabhebende und verbindende Techniken. Zu den spanabhebenden Tätigkeiten gehören unter anderem Drehen, Fräsen, Bohren, Sägen und Stanzen. Unter nicht spanabhebenden versteht man Tätigkeiten wie Biegen, Hämmern Schmieden oder Prägen. Von verbindender Metallbe- und -verarbeitung spricht man, wenn es um Tätigkeiten wie Löten, Schweißen oder Kleben geht. Rund um die Metallbe- und -verarbeitung hat sich eine ganze Reihe von Berufen entwickelt. Die bekanntesten Berufsbilder sind Schmied, Kunstschmied, Schlosser und Zerspannungsmechaniker, die jeweils ganz eigene Herausforderungen an Mitarbeiter und Metall stellen.

Bei der Metallbe- und -verarbeitung handelt es sich übrigens um einen der ältesten Handwerksberufe. Kleinschmiede, die vorwiegend Schlösser, Schlüssel und Beschläge herstellten, schlossen sich bereits im 14. Jahrhundert zu eigenen Zünften zusammen. Sie wurden im Laufe der Jahrhunderte zu Schlossern. Das heutige Aufgabengebiet ergab sich im Laufe der Industrialisierung, als die Maschinen für die Produktion hergestellt und gewartet werden mussten.

Einen Einschnitt erlebten die metallverarbeitenden Berufe in Deutschland 1989, als sie neu geordnet und teilweise auch umbenannt wurden. So wurde etwa der Bauschlosser zum Metallbauer-Konstruktionstechnik. Mit der Neuordnung einher gegangen ist eine Verlängerung der Ausbildungszeit von drei auf dreieinhalb Jahre.

Der typische Ausbildungsberuf in der Metallbe- und -verarbeitung ist der des Metallbauers. Nach der deutschen Handwerksordnung werden die Auszubildenden dreieinhalb Jahre lang im Dualen System ausgebildet. Erst im dritten Jahr der Ausbildung kann sich der Metallbauer in Richtung Nutzfahrzeugbauer, Metallgestalter oder Konstruktionstechniker spezialisieren. Dieser Beruf fordert von den Auszubildenden bereits Einiges an Fertigkeiten. Sie müssen Werkstücken anreißen, trennen und nach Zeichnungen zusammenbauen können, Nieten fachgerecht anbringen oder Metallteile schweißen können. Während der Ausbildung wird das Wissen um die fachgerechte Montage von Werkzeugen ebenso vermittelt wie die Konstruktion von Bauteilen anhand von Aufmaßskizzen.

In Deutschland werden Metallbauer überbetrieblich ausgebildet. Dadurch wird ihnen auch fachübergreifendes, theoretisches Wissen vermittelt. In verschiedenen Lehrgängen stehen neben handwerklichem Wissen, das über die Anforderungen des Ausbildungsbetriebes hinaus geht, auch Fächer wie Deutsch oder Politik auf dem Lehrplan.

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