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Privathaushalte – Brancheninformationen

Wenn die Mitglieder eines Privathaushaltes in einem oder mehreren Lebensbereichen Unterstützung benötigen, beispielsweise bei der Zubereitung von Speisen oder der Reinigung der Wohnräume, haben sie die Möglichkeit, eine entsprechende Hilfe einzustellen. Beispielsweise beschäftigten laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Jahr 2016 schätzungsweise neun Prozent der deutschen Haushalte eine Haushaltshilfe. Doch auch in anderen Bereichen können Privathaushalte sich Unterstützung suchen: zum Beispiel für die Kinderbetreuung oder die Gartenpflege. Ältere oder aus anderen Gründen pflegebedürftige Menschen beschäftigen häufig Pflegepersonal zur Unterstützung im Alltag.

Schwarzarbeit in Privathaushalten

Ein großes Problem in der Branche der Privathaushalte stellt die Tatsache dar, dass nur wenige Haushalte die von ihnen beschäftigten Personen über einen Vertrag einstellen und offiziell anmelden. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) waren im Jahr 2017 beispielsweise 88,5 Prozent der Haushaltshilfen in Deutschlands Privathaushalten schwarz beschäftigt.

Schwarzarbeit in Privathaushalten ist, wie auch im gewerblichen Bereich, illegal. Darüber hinaus sorgt Schwarzarbeit dafür, dass der Arbeitgeber beispielsweise bei unzureichender Arbeit oder der Beschädigung seines Eigentums keinen Anspruch auf die Rückerstattung des Lohns oder auf Mängelbeseitigung hat. Wer eine Hilfe im Haushalt beschäftigt und nicht ordnungsgemäß anmeldet, kann mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro rechnen. Unregelmäßige Aushilfe wird nicht als Schwarzarbeit definiert. Geschieht dies aber regelmäßig mit festen Terminen, zählt dies als Schwarzarbeit.

Die offizielle Anmeldung von Angestellten in einem Privathaushalt bietet für beide Seiten Vorteile.Die Angestellten sind in diesem Fall offiziell rentenversichert und unfallversichert und haben ein Recht auf bezahlten Urlaub. Außerdem erhalten sie weiterhin ihr Gehalt, wenn sie aufgrund von Krankheit ausfallen. Auf der anderen Seite bietet sich den Arbeitgebern der Vorteil, dass sie bei einem offiziellen Beschäftigungsverhältnis einen Teil der Kosten von den Steuern absetzen können.

Berufe in Privathaushalten

So vielfältig wie die Tätigkeiten, bei denen die Mitglieder eines Haushalts Unterstützung benötigen können, sind auch die Berufsmöglichkeiten in Privathaushalten. Die Arbeit kann entweder in Vollzeit oder in Teilzeit ausgeführt werden und bietet sich häufig als Minijob an. Die Anzahl und Einteilung der Arbeitsstunden hängt davon ab, wann und in welchem Maße sich die Haushaltsmitglieder Unterstützung wünschen. Wünscht sich ein Haushalt Hilfe bei der Betreuung der Kinder, kommt eine Kinderbetreuerin ins Spiel. Sollen zusätzlich Tätigkeiten im Haushalt wie Reinigungsarbeiten, Einkäufe und die Zubereitung von Mahlzeiten erledigt werden, beschäftigen Haushalte Hauswirtschafterinnen oder Hauswirtschaftshelfer. Reinigungskräfte sind lediglich für die Reinigung der Wohnräume zuständig. In Haushalten mit pflegebedürftigen Personen arbeiten häufig Pflegehelferinnen. Gehobene Haushalte beschäftigen in einigen Fällen Butler.

Typische Berufe und ihre Gehälter in Privathaushalten

Gehalt in Privathaushalten

Das Gehalt für die Arbeit in Privathaushalten kann sehr stark variieren. Es hängt unter anderem davon ab, wie intensiv die im Haushalt arbeitende Person die Haushaltsmitglieder unterstützt oder betreut. Außerdem spielt es eine Rolle, wie wohlhabend der jeweilige Haushalt ist und wie viel er bereit ist, zu zahlen. Die Arbeit für sehr wohlhabende Haushalte kann zum Teil überdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Branchen bezahlt werden – wiederum zahlen andere Haushalte ihren Angestellten gerade einmal den Mindestlohn oder sogar weniger.

Durchschnittlich verdient eine Hauswirtschaftshelferin als Berufseinsteigerin ca. 2.100 Euro im Monat. Übt sie ihren Beruf bereits länger als neun Jahre aus, kann sie im Durchschnitt mit einem Gehalt von etwa 2.200 Euro rechnen. Auch das Gehalt von Kinderbetreuerinnen steigt im Laufe ihres Berufslebens üblicherweise nicht stark an: Mit mehr als neun Jahren Berufserfahrung verdienen sie durchschnittlich ca. 3.100 Euro, als Berufseinsteigerinnen sind es etwa 2.900 Euro. Da Butler vor allem von wohlhabenderen Haushalten angestellt werden, können sie häufig auch mit einem höheren Gehalt rechnen, als es für andere Berufe in Privathaushalten üblich ist. Als Berufseinsteiger verdienen sie im Durchschnitt ca. 2.800 Euro, nach über neun Jahren Berufspraxis erhalten sie durchschnittlich etwa 3.300 Euro.

Jobangebote für Privathaushalte

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

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