Was verdient eigentlich ein …?

Wirtschaftsprüfung – Brancheninformationen

Unter Wirtschaftsprüfung ist die Prüfung der Finanzen von Unternehmen, insbesondere im Rahmen der Jahresabschlussprüfung, zu verstehen. Der Begriff bedeutet die Prüfung der Buchhaltung und der Bilanzierung, jedoch nicht die Prüfung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Die Durchführung einer Wirtschaftsprüfung obliegt ausschließlich dem nach der Wirtschaftsprüferordnung zugelassenen Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer. Davon zu unterscheiden ist eine Kontrolle durch die Mitarbeiter des geprüften Unternehmens. Diese gehören zur Innenrevision oder bilden die Kontrolleure für die Finanzen eines Vereins. Innerhalb eines Vereins wählen die Mitglieder die sogenannten Rechnungsprüfer.

Wirtschaftsprüfung Gehalt

Die "Big Four" der Branche: Deloitte Touche Tohmatsu, PricewaterhouseCoopers (PwC), Ernst & Young und KPMG.

Was macht ein Wirtschaftsprüfer?

Ein Wirtschaftsprüfer liebt es in seinem anspruchsvollen Beruf, mit Zahlen zu jonglieren. Er arbeitet detailgenau mit komplexen Zahlengebilden. Daher ist ein gut ausgeprägtes mathematisches Verständnis Voraussetzung um die Jahresabschlüsse von Unternehmen auf deren Richtigkeit zu prüfen. In der Verantwortung des Wirtschaftsprüfers obliegt die Ermittlung und Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Das gezeichnete Bild muss mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmen. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt die Unternehmensentwicklung und ob Risiken wie Chancen zutreffen.

Neben der Aufgabe, Jahresabschlüsse zu prüfen, bieten die Unternehmen zunehmend Beratung an. Ein Wirtschaftsprüfer berät seine Kunden zu betriebswirtschaftlichen Fragen, wie die Weiterentwicklung des Unternehmens. Berater konzipieren gemeinsam mit den Kunden die zukünftige Strategie.

In Deutschland prüfen mehr als 2.762 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften die Bilanzen der Unternehmen, Banken und Versicherungen. Die Branche beschäftigt circa 14.500 Menschen. Während die Finanzämter weiterhin Stellen abbauen, steigt die Anzahl der hoch qualifizierten und bestausgebildeten Prüfer in der Privatwirtschaft. Unternehmen mit mehr als 9,86 Millionen Euro Umsatz im Jahr und mehr als 50 Mitarbeitern sind zum gesetzlichen Jahresabschluss verpflichtet.

Der lange Weg zum Wirtschaftsprüfer

Der Beruf des Wirtschaftsprüfers ist kein Ausbildungsberuf. Er erfordert viel Ehrgeiz und ständige Weiterbildung. Ein betriebswirtschaftliches Studium ist der Anfang. Einige Wirtschaftsprüfer studierten auch Volkswirtschaftslehre oder Jura. Mit dem erfolgreichen Hochschulstudium erfolgt der Berufseinstieg bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Nicht als Wirtschaftsprüfer, sondern als Wirtschaftsprüferassistent. Nach mindestens drei Jahren Berufserfahrung als Assistent besteht die Möglichkeit, das Examen zum Wirtschaftsprüfer abzulegen. Laut der Wirtschaftsprüferkammer bestehen in Deutschland nur 50 Prozent der Teilnehmer das Examen zum Wirtschaftsprüfer. Dieses gilt als sehr anspruchsvoll und schwierig. Andere schaffen erst in der Nachprüfung das Examen oder benötigen einen weiteren Versuch. Nach dem Examen erfolgt der Aufstieg zum Junior Wirtschaftsprüfer.

Neben der Assistenzstelle besteht die Möglichkeit, als Steuerberater nach dem Studium zu arbeiten. Darauf aufbauend erfolgt die Weiterbildung zum Wirtschaftsprüfer. Zuvor als Steuerprüfer beruflich tätig zu sein, ermöglicht, das Examen frühzeitiger abzulegen.

Vom Junior Wirtschaftsprüfer kommt schnell die Beförderung zum Senior Manager. Als Manager ist der Wirtschaftsprüfer allein verantwortlich, die Prüfungen der Unternehmen durchzuführen. Ehrgeiz und Disziplin ermöglichen mit zunehmender Berufserfahrung die Ernennung zum Partner. Jetzt prüft der Partner nicht mehr selbst, sondern bezeugt die Richtigkeit der durchgeführten Prüfungen.

Gehalt in der Branche der Wirtschaftsprüfung

Zum Examen als Wirtschaftsprüfer sind mehrjährige Berufserfahrungen eine zwingende Voraussetzung. Vor diesem Hintergrund beginnt die erste Stufe der Karriere mit dem Wirtschaftsprüfungsassistenten. Nach dem erfolgreichen wissenschaftlichen Abschluss an einer Hochschule liegt das Einstiegsgehalt als Assistent bei durchschnittlich 36.000 bis 39.000 Euro. Das Gehalt unterliegt verschiedenen Faktoren. Die Unternehmensgröße besitzt einen hohen Einfluss. So zahlen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern Einstiegsgehälter zwischen 41.000 bis 48.000 Euro. Bei kleinen Firmen ist mit einem ersten Gehalt von circa 32.000 bis 40.000 Euro zu kalkulieren. Die höchsten Gehälter zahlen die sogenannten Big Four. Jedoch sind deren Stellen beliebt und herausragende sowie exzellente Leistungen sind selbstverständlich bei einer Bewerbung zu belegen. Mit einem Master liegt das Einstiegsgehalt mit 2.000 bis zu 5.000 Euro pro Jahr deutlich über einen Bachelorabschluss.

Mit zunehmender Berufserfahrung und die Übernahme von verantwortlichen Führungspositionen steigt das Gehalt weiter. Ebenso erhöht sich das Gehalt nach dem bestandenen Examen zum Wirtschaftsprüfer. Die Aufgaben und Tätigkeiten bestimmen maßgeblich die Entlohnung. Daher liegen die Gehälter von Wirtschaftsprüfern kurz nach dem bestandenen Examen zwischen 40.000 bis 55.000 Euro im Jahr. Auditoren und Controller liegen zu Beginn der Karriere zwischen 45.000 bis 55.000 Euro. Langfristig ist ein Gehalt von bis zu 90.000 Euro jährlich realistisch. Als Finanzwirt liegt das Einstiegsgehalt bei circa 30.000 Euro. Im Laufe der Berufserfahrungen ist ein jährliches Einkommen von 50.000 Euro verhandelbar. Wirtschaftsprüfer gehören zu den besser verdienenden Arbeitnehmern in Deutschland. Senior Wirtschaftsprüfer gehen im Durchschnitt mit 90.000 Euro im Jahr nach Hause. Als Partner einer Wirtschaftsprüfergesellschaft bestehen nach oben keine Grenzen für das Gehalt.

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