Gehaltsspanne: Herdenmanager/-in in Deutschland

 
2.867 €
3.236 €
3.652 €
25%
50%
25%
  • 3.236 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 2.867 € (Unteres Quartil) und 3.652 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Herdenmanager-/in

 

Die Berufsbezeichnung Herdenmanager und Herdenmanagerinnen ist eine neue Bezeichnung für einen landwirtschaftlichen Beruf, der sich in erster Linie mit den Tieren auf dem Hof beschäftigt. Früher wurde dieser Beruf von Hirten und Hirtinnen ausgeübt. Sie sind vor allem für die Gesundheit der Tiere und ihre Zucht verantwortlich.

Verwandte Berufe finden sich im gesamten landwirtschaftlichen Sektor. Dazu gehören zum Beispiel Tierwirte und Landwirtinnen. Ebenso teilen sich Herdenmanager und Herdenmanagerinnen Tätigkeitsbereiche mit Stallmeistern und Futtermeisterinnen. Weitere Ähnlichkeiten weist der Beruf des Tierpflegers und der Tierpflegerin auf.

 
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Jobangebote für Herdenmanager/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Was machen Herdenmanagerinnen?

Die oberste Aufgabe von Herdenmanagerinnen ist die Gesundheit der Tiere. Abhängig von dem landwirtschaftlichen Betrieb und ihrer Spezialisierung konzentriert sich ihre Arbeit auf Rinder, Schweine, Schafe Ziegen oder Hühner. Dafür führen sie regelmäßig Besuche in den Ställen durch und überprüfen neben dem physischen Zustand der Tiere auch die Sauberkeit und Hygiene der Ställe. Zusätzlich dazu können sie die Tiere in den Ställen digital überwachen: Einerseits durch Kameras, um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten, andererseits durch eingepflanzte Chips, die die Vitalfunktionen der Tiere aufzeichnen.

Weiter gehört es zu ihren Aufgaben, verschiedene Daten der Tiere zu analysieren, um deren Leistungspotenziale und gegebenenfalls Krankheiten zu erkennen. Auf Basis dieser Daten erstellen Herdenmanagerinnen individuelle Futterpläne für Tiere, die unter Umständen spezielle Nahrung benötigen.

Abhängig von der Größe des Betriebs fallen den Herdenmanagerinnen noch weitere Aufgaben zu: In kleineren Betrieben kümmern sie sich persönlich um die Fütterung der Tiere oder das Melken. Bei größeren Betrieben gibt es zusätzliches Personal für solche Arbeiten, daher finden sich Herdenmanagerinnen oft in der Position eines Teamleiters wieder. Eine weitere Aufgabe, die von den Herdenmanagerinnen übernommen wird, ist die Überwachung der Geburten sowie deren Vorbereitung. In manchen Betrieben sind Herdenmanagerinnen ebenfalls dafür verantwortlich, Besamungen durchzuführen, also die künstlichen Befruchtungen der Tiere. Nach der Geburt fällt den Herdenmanagerinnen schließlich die besonders wichtige Aufgabe der Pflege der Jungtiere zu.

Eine weitere Aufgabe ist der Verkauf von Tieren. In den meisten Fällen verkaufen sie an Schlachtbetriebe, in selteneren Fällen an Firmen, die die Tiere als Nutztiere einsetzen.

Wo arbeiten Herdenmanager?

Herdenmanager arbeiten auf landwirtschaftlichen Betrieben. Hier sind sie einerseits im Freien auf der Weide und in den Ställen beschäftigt, wo sie in direktem Kontakt mit den Tieren arbeiten und sich einen Überblick über den allgemeinen Gesundheitszustand machen können. Andererseits arbeiten sie aber auch in einem Büro, von wo aus sie die gesammelten Daten zu den Tieren auswerten und beispielsweise Ernährungspläne erstellen.

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Gehälter nach Bundesland: Herdenmanager/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 3.388 €
Bayern: 3.306 €
Berlin: 3.120 €
Brandenburg: 2.845 €
Bremen: 3.166 €
Hamburg: 3.334 €
Hessen: 3.365 €
Mecklenburg-Vorpommern: 2.782 €
Niedersachsen: 3.090 €
Nordrhein-Westfalen: 3.248 €
Rheinland-Pfalz: 3.204 €
Saarland: 3.142 €
Sachsen: 2.855 €
Sachsen-Anhalt: 2.822 €
Schleswig-Holstein: 3.057 €
Thüringen: 2.852 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Wie wird man Herdenmanagerin?

Um Herdenmanagerin zu werden gibt es keinen klar vorgegebenen Bildungsweg. Eine Möglichkeit ist ein agrarwissenschaftlicher Studiengang wie beispielsweise direkt Agrarwissenschaften oder Agrarmanagement. Bereits während des Studiums ist es möglich, Spezialisierungen zu wählen, die die Studierenden auf das Management bestimmter Herden vorbereiten. Eine andere Möglichkeit bieten die Fortbildungen und Weiterbildungen, die unter anderem von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft oder der Landwirtschaftskammer Niedersachsen angeboten werden. Diese Weiterbildungen werden auch als Spezialisierungskurse angeboten, in denen der Fokus auf eine Tierart gelegt wird. Angehende Herdenmanagerinnen können auch nach einem Studium an diesen Kursen teilnehmen, um ihr Fachwissen zu vertiefen. Die grundsätzlichen Inhalte aller solcher Fortbildungen sind:

  • Fütterungsmanagement und Fütterungskontrolle
  • Fruchtbarkeitsmanagement
  • Tiergesundheit und Stallhygiene
  • Jungtierpflege
  • Betriebswirtschaft

Voraussetzung, um an einer solchen Fortbildung teilzunehmen, ist es, bereits bei einem landwirtschaftlichen Betrieb angestellt zu sein, optimalerweise im Bereich des Herdenmanagements. Dafür eignet sich zum Beispiel eine vorherige Ausbildung zur Landwirtin. Außerdem müssen Interessierte relevante Berufserfahrung von mindestens einem Jahr nachweisen.

Die Kosten für die Teilnahme variieren je nach Bildungsstätte. An der Akademie der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft werden für die Fortbildung rund 3.500 Euro fällig. Allerdings beinhaltet dieser Preis auch Übernachtung und Verpflegung. Andere Ausbildungsstätten bieten die Fortbildung auch für einen niedrigeren Preis an, jedoch beziehen sich diese Preise dann ausschließlich auf das Lehrangebot.

Was sollten Herdenmanager außerdem können?

In diesem Beruf ist der Umgang mit Tieren zentral, weshalb es absolut notwendig ist, tierlieb zu sein und vor allem keine Angst vor ihnen zu haben. Weiter sollten Herdenmanager auch Flexibilität mitbringen. Besonders die Arbeitszeit wird sehr oft von den Tieren bestimmt, da diese gegebenenfalls über die Regelarbeitszeit hinaus Aufmerksamkeit benötigen oder betreut werden müssen. Die Arbeit in der Landwirtschaft kann außerdem physisch sehr fordernd sein, daher ist es ebenfalls von Vorteil eine gewisse körperliche Fitness vorzuweisen oder zumindest harte Arbeit nicht zu scheuen. In größeren Betrieben haben Herdenmanager eine Führungsposition inne, weshalb sie gegebenenfalls eine gewisse Autorität ausstrahlen und über Führungsqualitäten verfügen sollten.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
3.271 €
 
7–9 Jahre
3.078 €
 
3–6 Jahre
3.012 €
 
< 3 Jahre
2.960 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
4.186 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
3.678 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
3.355 €
 
< 100 Mitarbeiter
2.922 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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