Was verdient eigentlich ein …?

Feuerwehr – Brancheninformationen

Die Feuerwehr nimmt als Organisation die Bekämpfung von Bränden und den Katastrophenschutz wahr. Ihre Hauptaufgabe ist das Löschen von Bränden in Gebäuden und industriellen Anlagen. Darüber hinaus leistet die Feuerwehr bei Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Sturm sowie bei Unfällen Hilfe. Bei allen Aktivitäten steht das Bergen und Retten von Menschenleben an oberster Stelle. Zu den weiteren Aufgaben der Feuerwehren gehört der Umweltschutz durch das Beseitigen von Schadstoffen oder Dekontaminieren von Gebäuden und technischen Anlagen. Eine Ölspur auf der Fahrbahn stellt für die Feuerwehr einen Einsatzfall dar.

Organisationsformen der Feuerwehren

Bei den Feuerwehren ist zwischen Berufs- und freiwilligen Feuerwehren zu unterscheiden. In Deutschland decken die freiwilligen Feuerwehren den größten Teil des Brand- und Katastrophenschutzes ab. Feuerwehren sind entweder den Kommunen unterstellt oder stellen eine betriebliche Einrichtung dar (Betriebsfeuerwehr). Flug- und Seehäfen, Kraftwerke und Großunternehmen verfügen über eigene Feuerwehren. In den bewaffneten Organen nimmt eine eigene Truppengattung die Funktion der Feuerwehr wahr.

Berufsfeuerwehren gibt es in Deutschland lediglich in 100 Städten, den Rest des Brand- und Katastrophenschutzes übernehmen die freiwilligen Feuerwehren. Die Tätigkeit in Letzterer erfolgt ehrenamtlich. Einige freiwillige Feuerwehren verfügen über hauptamtliche Fachkräfte. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt über eine landesweit einheitliche Rufnummer, in Deutschland gilt die 112 als Notruf für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Grundlagen für den Dienst in der Feuerwehr

Der Dienst in den Reihen der Feuerwehr erfordert eine hohe physische und psychische Belastbarkeit. Neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick gehören Sportlichkeit und gutes Orientierungsvermögen zu den Grundlagen eines Feuerwehranwärters. Zahlreiche Kinder- und Jugendfeuerwehren führen Nachwuchskräfte aktiv an die Brandbekämpfung heran. Sie bilden somit die Basis für einen späteren Dienst bei der Berufs- oder freiwilligen Feuerwehr.

Die Aufnahme in eine Berufs- oder freiwillige Feuerwehr setzt das Bestehen von Eignungstests voraus. Ein guter Gesundheitszustand ist ebenso wichtig wie Ausdauer und schnelles Reaktionsvermögen. Die Arbeit in großen Höhen erfordert eine hundertprozentige Schwindelfreiheit und Bewegungssicherheit. Praxisbezogene Übungen dienen dem Festigen und Erweitern der Fähigkeiten. Zu den persönlichen Voraussetzungen gehören Zuverlässigkeit und die Freiheit von Vorstrafen. Einige Feuerwehren verlangen von den Bewerbern ein Führungszeugnis.

Der Dienst in der Feuerwehr setzt technisches Verständnis und Fingerfertigkeit voraus. Ziel der Ausbildung ist das sichere Beherrschen der Technik unter physischen und psychischen Druck. Die dafür erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben die Anwärter in Lehrgängen und Seminaren der Feuerwehrschulen. Die theoretische Ausbildung beschäftigt sich mit allgemeinen Grundlagen des Brand- und Katastrophenschutzes sowie den Rechten und Pflichten der Anwärter. Dazu gehören Kenntnisse über Verbrennungsvorgänge und die richtigen Löschmittel, eine umfassende Fahrzeug- und Gerätekunde sowie rechtliche Grundlagen. Die Praxis vermittelt den richtigen Umgang mit der Technik einschließlich dem Beheben kleinerer Störungen. Für bestimmte technische Ausrüstungen wie Druckluftatemgeräte oder Motorsägen ist eine zusätzliche Ausbildung erforderlich. Bei den Berufsfeuerwehren erfolgt nach erfolgreicher Ausbildung die Übernahme der Auszubildenden in ein Beamtenverhältnis.

Berufliche Aussichten und Gehalt bei der Feuerwehr

Mit dem Abschluss der Grundausbildung eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten zu einer weiteren Qualifizierung, beispielsweise zum Löschbootführer, Höhenretter oder Taucher. Mit zunehmenden Dienstjahren sowie bei entsprechender Eignung und Qualifikation besteht die Möglichkeit des hierarchischen Aufstiegs in einen höheren Dienstgrad. Die Führungsausbildung erfolgt in separaten Lehrgängen und endet mit der Qualifikation zum Gruppen- oder Zugführer. Darüber hinaus besteht die Option, sich auf Spezialgebiete wie Gefahrguttransporte, Brandschutz oder Rettungsdienst zu qualifizieren.

Feuerwehrmänner der Berufsfeuerwehren erhalten nach ihrer Ausbildung den Beamtenstatus und ein monatliches Gehalt von 1.300 Euro brutto. Hinzu kommt die Zahlung vermögenswirksamer Leistungen und Sonderzulagen. Mit den Jahren der Dienstzugehörigkeit und der Qualifikation steigert sich das monatliche Gehalt. Ein 26 Jahre alter Feuerwehrmann verdient über 2.000 Euro im Monat. Als Feuerwehrbeamter steigert sich das Gehalt auf 2.600 bis 2.800 Euro. Disponenten in der Leitstelle verdienen nach Größe des Betriebes zwischen 2.100 und 2.600 Euro. Die Gehälter schwanken zwischen den einzelnen Ländern.

Ein Aufstieg in einen höheren Dienstgrad oder in die Leitungsebene geht mit einer attraktiven Gehaltserhöhung und einem interessanten Aufgabengebiet einher. Der Leiter einer Feuerwache mit 55 Beschäftigten verdient 3.300 Euro pro Monat. Eine bedeutende Stellung nimmt die Ausbildung von Anwärtern ein. Bei entsprechender Qualifikation sind Leiter von Feuerwehren berechtigt, Nachwuchs auszubilden. Das Gehalt der Ausbilder liegt derzeit bei 3.900 Euro. Ein fachspezifisches Studium an einer Hoch- oder Fachhochschule eröffnet den Weg zu einem verantwortungsvollen und vielseitigen Aufgabengebiet. Beispielsweise verdient ein Brandschutzbeauftragter mehr als 5.000 Euro. Mit Erreichen des höchsten Dienstgrades sind Spitzengehälter von mehr als 5.000 Euro durchaus Realität. Beispielsweise verfügt der Wachleiter einer Feuerwehr mit bis zu 100 Beschäftigten über ein Gehalt von 10.000 Euro.

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