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Lebensmittelindustrie – Brancheninformationen

Die Lebensmittelindustrie ist mit 900 Milliarden Euro Jahresumsatz die wichtigste Industriebranche in Europa. Knapp 300.000 Unternehmen beschäftigen über vier Millionen Arbeitnehmer. Die Branche lebt vom Export und Wettkampf. Die Entwicklung ist sehr schnelllebig und der Konkurrenzkampf hoch. Trotz einiger, immer wieder auftauchender, Lebensmittelskandale ist das Bestreben der Hersteller in Qualität und Nachhaltigkeit sehr hoch. Nicht zuletzt, weil es der Verbraucher immer mehr verlangt und es für die betriebswirtschaftliche Nachhaltigkeit eines Betriebs unumgänglich ist. Kein anderer Industriezweig unterliegt so strengen und vielseitigen Auflagen wie die Lebensmittelbranche. Um Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren, sind international und innerhalb von Europa funktionierende Infrastrukturen zwischen Landwirtschaft und Industrie zwingend notwendig.

Ein so vielschichtiger Industriezweig beinhaltet eine Vielzahl unterschiedlicher Tätigkeitsfelder. Vom handwerklichen Backbetrieb über Lebensmittelkontrolle bis hin zur Lebensmitteltechnologie erstrecken sich die abwechslungsreichen Arbeitsgebiete. Als die klassischen Berufsbezeichnungen finden sich Bäcker, Fleischer und Konditoren. Hierbei steht das Handwerk im Vordergrund und wobei sich die Ausbildung in der Regel auf zwei Jahre erstreckt. Stets ist dabei auf Hygiene und den sorgfältigen Umgang mit den Lebensmitteln zu achten. Im Anschluss an die Lehre folgt die Arbeit in einer Bäckerei, einem Café, einer Fleischerei oder einem Restaurant. Ebenso besteht die Möglichkeit, sich mit den erlernten Berufen selbstständig zu machen. Neben dem Handwerk bedarf jeder Betrieb in der Lebensmittelindustrie den Einsatz von Kaufleuten, die das Unternehmen führen und die Produkte vermarkten. Hierzu verhilft einem die Ausbildung zum Industrie- oder Bürokaufmann für die betriebswirtschaftliche Abwicklung von Marketing, Buchhaltung, Einkauf und vielem mehr.

Um eine reibungslose Produktionskette in Ernährungsbetrieben sicherzustellen, bedarf es den speziellen Fähigkeiten eines Lebensmitteltechnikers. Diese Fachkraft ist für die Überprüfung der Qualität zuständig sowie für den technischen Ablauf des Fertigungsprozesses. Dabei muss er die Rohstoffe überprüfen, entsprechende Maschinen einrichten und Rezepturen strengstens überwachen. Der Lebensmitteltechniker kommt in großen und kleinen Betrieben zum Einsatz, ebenso in der Landwirtschaft. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. In großen Betrieben sind die Verantwortungsbereiche nochmals unterteilt und bestimmte Aufgaben erst nach Abschluss eines Lebensmitteltechnologie-Studiums durchführbar. Der Lebensmittelchemiker ist für die Analyse von Lebensmitteln zuständig. Neben seiner Tätigkeit in Firmen fungiert er häufig als Sachverständiger vor Gericht. Durch sein breit gefächertes Wissen in Mikrobiologie, Lebensmitteltechnologie und Botanik kann er zur Aufklärung eventueller Verstöße der Hersteller beitragen.

Überall, wo viel Geld fließt, gibt es Versuche, noch mehr Geld zu schöpfen. Damit die Lebensmittelindustrie verantwortungsvoll produziert und die Verbraucher ihr Vertrauen behalten, ist der Einsatz von Lebensmittelkontrolleuren gefordert. Um Zugang zu diesem Beruf zu erhalten, sind bestimmte Auflagen zu erfüllen. Grundsätzlich ist eine bestandene Meisterprüfung in einem Lebensmittelhandwerk notwendig. Bestimmte akademische Abschlüsse, wie der des Lebensmitteltechnikers, gewähren ebenfalls die Zulassung zu einer Umschulung als Lebensmittelkontrolleur. Um die Einhaltung der Hygienevorschriften und Verwendung von zugelassenen Inhaltstoffen sicherzustellen, müssen die Anwärter eine Umschulung machen. Schwerpunkt hierbei ist die Rechtslehre. Spezielle Gesetze, juristische Grundlagen der Lebensmittelproduktion, sowie Kenntnisse der Parasitologie und der Mikrobiologie sind Bestandteil der zweijährigen Ausbildung. Mit erfolgreichem Abschluss der Umschulung ist es möglich, als staatlich geprüfter und anerkannter Kontrolleur für die Lebensmittelindustrie zu arbeiten.

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