News
Hier finden Sie von Markttrends, Experteninterviews bis hin zu Studien alles rund um die Themen Gehalt, Ausbildung und Beruf.
Zur Newsübersicht

Schwanger in der Probezeit – trotzdem Kündigungsschutz?

(0)
Danke für Ihre Bewertung!
Kategorie: Karriere & Ratgeber
07.05.2014

Man hat gerade eine neue Arbeitsstelle angefangen und befindet sich noch in der Probezeit, als man feststellt, dass man schwanger ist. Was nun? Greift der Kündigungsschutz von schwangeren Frauen auch in der Probezeit oder muss man mit einer Entlassung rechnen?

Kündigungsschutz während der Probezeit

Der Kündigungsschutz für Schwangere greift auch während der Probezeit. Erfährt die neu eingestellte Mitarbeiterin also während der Probezeit von ihrer Schwangerschaft, setzt sofort der Mutterschutz ein.Der Kündigungsschutz gilt bis vier Monate nach der Geburt des Kindes. Ausnahmen wären beispielsweise Fehlverhalten der Mitarbeiterin oder Insolvenz der Firma. Kündigung während Schwangerschaft

Wurde die Schwangerschaft erst nach der Kündigung festgestellt, kann diese Information noch zwei Wochen nach der Kündigung nachgereicht werden. In dem Fall ist die Kündigung unwirksam. Das Mutterschutzgesetz gilt nicht nur bei Vollzeitbeschäftigten, sondern ebenfalls für Frauen einer geringfügigen Beschäftigung und in der Ausbildung.

Was ist mit befristeten Arbeitsverträgen?

Bei befristeten Arbeitsverträgen sieht es etwas anders aus. Das Ende des Arbeitsverhältnisses ist vertraglich geregelt und auch bei einer Schwangerschaft läuft dann der Arbeitsvertrag aus. Der Chef ist demnach nicht verpflichtet, den Arbeitsvertrag zu verlängern, auch nicht wegen einer Schwangerschaft.

Die Schwangerschaft darf allerdings nicht der alleinige Grund dafür sein, den Vertrag nicht zu verlängern. Dies würde, laut Europäischem Recht, einer Diskriminierung ähnlich kommen. Bietet der Arbeitgeber eine Verlängerung des Arbeitsvertrages an und fragt er dabei nach der Familienplanung oder einer Schwangerschaft, muss die Mitarbeiterin diese Frage nicht beantworten. Diese Fragen sind unzulässig.

Wann soll der Chef über die Schwangerschaft informiert werden?

Grundsätzlich sollte die Information über die Schwangerschaft so früh wie möglich geschehen, besonders bei Berufen, die den Mutterschutz erforderlich machen (beispielsweise bei Arbeiten mit schwerem Heben oder mit Chemikalien). Da das Risiko der Fehlgeburt bis zur zwölften Schwangerschaftswoche noch relativ hoch ist, warten manche Frauen diesen Termin ab. Spätestens dann sollte der Chef jedoch informiert werden.

Weiterführende Infos zum Thema:

Aufhebungsvertrag während der Schwangerschaft – Was jetzt?

In diesen 10 Fällen kannst Du nicht gekündigt werden!

Das sind die merkwürdigsten Klauseln im Arbeitsvertrag

(0)
Danke für Ihre Bewertung!
Zur Newsübersicht
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen