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Was verdient eigentlich der Limburger Bischof Tebartz van Elst?

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Kategorie: Lohngerechtigkeit & Transparenz
20.11.2013

Franz-Peter Tebartz van Elst geriet in die Schlagzeilen und aufgrund seiner „großzügigen“ Art mit Geld umzugehen fragt man sich natürlich, wie viel der Bischof von Limburg verdient.

 

Gehalt Bischof

 

 

Nach Anraten des Papstes lässt der Limburger Bischof momentan sein Amt ruhen. Bis sich die Wogen geglättet haben, verweilt er im Kloster Metten in Bayern. Würde er zurücktreten, womit nicht gerechnet werden kann, bliebe Tebartz van Elst immer noch genug Gehalt übrig.

 

Was verdienen Bischöfe?

Für die Besoldung von Bischöfen besteht keine einheitliche Festlegung, sondern wird zwischen den Diözesen und einzelnen Bundesländern vertraglich geregelt. Die Richtlinie in den westlichen Bundesländern bildet das Bundesbesoldungsgesetz. Bischöfe werden nach den Besoldungsstufen B7 bis B10 bezahlt. Bei B7 beläuft sich das Gehalt auf rund 9.000 Euro und ein Bischof der nach der Besoldungsstufe B10 bezahlt wird, verdient etwa 12.000 Euro. Mitunter bekommen die Bischöfe zusätzlich ein Dienstfahrzeug inklusiv Chauffeur und eine mietfreie Wohnung.

Wie viel Gehalt bekommt der Limburger Bischof?

Es gibt keine genauen Angaben über die Besoldung von Bischof Tebartz van Elst. Man geht davon aus, dass sein monatliches Brutto-Gehalt rund 10 000 Euro beträgt. Würde er von seinem Amt zurücktreten, bekäme er immer noch bis zu 5 000 Euro pro Monat. In dem Fall müsste das Bistum den Verdienst zwar aushandeln, doch Professor Manfred Becker-Huberti, Kirchenexperte, geht davon aus, dass dem Limburger Bischof ein Drittel bis die Hälfte seines jetzigen Einkommens zukommen würde.

Wer zahlt das Gehalt für Bischof Tebatz van Elst?

Viele Bürger sind der Ansicht, dass lediglich diejenigen die Gehälter von Bischöfen zahlen, die auch Kirchensteuern leisten. Das ist falsch, denn jeder Bundesbürger finanziert unter anderem das Einkommen des Bischofs von Limburg. Seit etwa 210 Jahren zahlen die Steuerzahler eine Entschädigung für Enteignungen zu Napoleons Zeiten. Die Länderhaushalte – Hamburg und Bremen ausgenommen – bezahlen Gelder in Millionenhöhe an die kirchlichen Haushalte.

Weiterführende Infos zum Thema:

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Quellen: Berliner-kurier.de, Focus.de, Refrago.de

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