Gehaltsspanne: Diakon/-in in Deutschland

 
3.550 €
3.946 €
4.387 €
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  • 3.946 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 3.550 € (Unteres Quartil) und 4.387 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Diakon/-in

 

Diakone und Diakoninnen bekleiden ein kirchliches Amt, das sich in erster Linie durch wohltätige Gemeindearbeit und den sogenannten Dienst am Nächsten auszeichnet. Das Diakonat ist für gewöhnlich sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche sowie in mehreren christlich-orthodoxen oder anglikanischen Kirchengemeinden vertreten. In anderen Religionsgemeinschaften gibt es ebenfalls häufig Diakone und Diakoninnen oder vergleichbare Positionen.

Verschiedene Arbeitsbereiche von Diakoninnen werden auch von anderen Berufen abgedeckt. Vergleichbare Berufe sind somit unter anderem Gemeindehelfer, Psychotherapeutinnen, Lehrer oder Sozialarbeiterinnen.

 
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Jobangebote für Diakon/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Was machen Diakone?

Die Hauptaufgabe von Diakonen liegt in der Ausübung des sozialpädagogischen, religionspädagogischen und pflegerischen Dienstes. Somit übernehmen sie etwa die Gruppenleitung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen. Dabei handelt es sich unter anderem um kirchliche Kindergärten, Konfirmations- oder Firmungsgruppen sowie die wöchentliche Mitarbeit bei den Gottesdiensten. Ebenso können sie an Schulen Religionsunterricht geben. Zudem leiten Diakone Gesprächsgruppen wie beispielsweise Suchtberatungen oder planen Projekte, um Arbeitslosen, Menschen mit Behinderung oder benachteiligten Jugendlichen zu helfen.

Eine weitere Aufgabe von Diakonen ist die Betreuung der Kirchengemeinde. Hierbei liegt ihr Fokus vor allem auf der Betreuung und Pflege kranker und alter Menschen sowie der Seelsorge. Sie stehen beispielsweise Sterbenden und ihren Angehörigen zur Seite oder können bei individuellen Traumata seelische Hilfestellung leisten. Ebenso kümmern sich Diakone in manchen Fällen um die seelsorgerliche Betreuung in Krankenhäusern und Gefängnissen. Außerdem leiten sie sämtliche ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirchengemeinde an und sorgen für eine stete Förderung der generellen ehrenamtlichen Mitarbeit.

Wo arbeiten Diakoninnen?

Diakoninnen arbeiten normalerweise in Kirchengemeinden oder ähnlichen religiösen Gemeinschaften. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich in der Wohlfahrtspflege und in öffentlichen sozialen Einrichtungen wie der Jugendhilfe oder der Behindertenhilfe. Ebenfalls denkbar ist eine Anstellung in der öffentlichen Verwaltung in den Bereichen Sozialwesen, Gesundheitswesen oder Bildung und Kultur.

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Gehälter nach Bundesland: Diakon/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 4.132 €
Bayern: 4.032 €
Berlin: 3.805 €
Brandenburg: 3.470 €
Bremen: 3.861 €
Hamburg: 4.066 €
Hessen: 4.104 €
Mecklenburg-Vorpommern: 3.393 €
Niedersachsen: 3.769 €
Nordrhein-Westfalen: 3.961 €
Rheinland-Pfalz: 3.907 €
Saarland: 3.832 €
Sachsen: 3.481 €
Sachsen-Anhalt: 3.442 €
Schleswig-Holstein: 3.728 €
Thüringen: 3.478 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Wie wird man Diakon?

Um Diakon zu werden, ist in allen Fällen eine kirchlich geregelte sozialpädagogische Weiterbildung notwendig. Vorher benötigen Interessierte allerdings eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem sozialen oder pädagogischen Beruf, eine theologische Ausbildung oder ein theologisches Studium. Außerdem bestehen Unterschiede zwischen einer evangelischen und katholischen Weiterbildung zum Diakon: Während die Weiterbildung der evangelischen Kirche grundsätzlich allen ihren Mitgliedern mit einem sozialpädagogischen beruflichen Hintergrund offen steht, ist die Regelung für Katholiken strenger. Hier müssen Interessierte nicht nur Mitglied der Kirche sein, sondern auch nach ihren Grundsätzen leben. Außerdem richtet sich die katholische Weiterbildung ausschließlich an Männer. Unverheiratete Männer können sie bereits mit 25 Jahren beginnen, verheiratete dagegen erst mit 35 und nach Zustimmung der Ehefrau. Das Höchstalter für den Eintritt in den hauptberuflichen diakonischen Dienst liegt bei der katholischen Kirche bei 50 Jahren, zivilberuflich liegt die Obergrenze bei 55 Jahren. Während die evangelische Weiterbildung normalerweise bereits nach zwei Jahren abgeschlossen ist, dauert die katholische in der Regel vier Jahre.

Die Inhalte der Weiterbildungen unterteilen sich in allen Fällen in theologische und sozialpädagogische Abschnitte. So beschäftigen sich die angehenden Diakone einerseits mit der biblischen Theologie und der historischen und systematischen Theologie, welche das Alte Testament, das Neue Testament sowie Kirchengeschichte, Ethik und Dogmatik umfasst. Andererseits      umfassen die sozialpädagogischen Inhalte vor allem praktische theologische Arbeit. Darunter fallen unter anderem Gemeindearbeit, Seelsorge, musische Bildung und die Gestaltung von Gottesdiensten.

Was ist außerdem wichtig für Diakoninnen?

In allen Arbeitsbereichen benötigen Diakoninnen hervorragende Kommunikationsfähigkeiten. Die seelsorgerische Arbeit fordert von ihnen Einfühlungsvermögen, die Gemeindearbeit und Leitung von Gesprächsgruppen setzt Kontaktbereitschaft voraus. Außerdem müssen sie sich flexibel an die verschiedensten Gesprächsgruppen anpassen und immer eine gewisse Beherrschtheit und Selbstkontrolle an den Tag legen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Diakoninnen verschwiegen sind und die ihnen anvertrauten Geheimnisse nicht jedem preisgeben. Weiter Fähigkeiten, die Diakoninnen brauchen, sind Verantwortungsbewusstsein, eine sorgfältige Arbeitsweise und organisatorische Fähigkeiten.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
3.991 €
 
7–9 Jahre
3.788 €
 
3–6 Jahre
3.719 €
 
< 3 Jahre
3.665 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
4.192 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
4.162 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
4.045 €
 
< 100 Mitarbeiter
3.875 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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