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Was verdient man im Referendariat?

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Kategorie: Berufe & Gehälter
31.01.2014

Zukünftige Juristen und Lehrer bereiten sich mit einem Referendariat auf ihren Beruf vor. Die Höhe des Gehalts hängt von mehreren Faktoren ab.

Besoldung Referendariat für Lehramt

Das Gehalt, bzw. die Besoldung, für Referendare ist je nach Schulart, Bundesland und Familienstand unterschiedlich hoch. In Berlin erhält man im Referendariat weniger als im Süden Deutschlands. Zum Beispiel liegt die Besoldung in Bayern für einen Referendar am Gymnasium bei 1.124 Euro und an einer Real-, Haupt- oder Grundschule bei 1.094 Euro. Dazu gibt es einen Familienzuschlag für Verheiratete:

➤ ohne Kind 113 Euro

➤ ein Kind 209 Euro

➤ zwei Kinder + 96 Euro

➤ und 299 Euro für jedes weitere Kind

Wie viel für den Einzelnen netto übrig bleibt, hängt von der Steuerklasse ab. Im Referendariat wird keine Rentenversicherung gezahlt, sondern lediglich Kirchen- und Lohnsteuern. Da man im Vorbereitungsdienst eine Berechtigung zur Beihilfe hat, übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Krankheitskosten, zahlt aber an die gesetzliche Krankenversicherung keinen Arbeitgeberanteil. Ein Referendar muss sich somit zu fünfzig Prozent privat krankenversichern, wobei die Versicherungen günstige Tarife offerieren. Im Durchschnitt bleibt bei einer Besoldung von rund 1.000 Euro zirka 850 Euro netto übrig.

Rechtsreferendariat – kein Gehalt, sondern Unterhaltsbeihilfe

Rechtsreferendare haben keinen Beamtenstatus mehr, ausgenommen in Thüringen. Vom Bruttogehalt gehen Lohnsteuern und Beiträge für die Sozialversicherung ab. Von Beiträgen zur Rentenversicherung sind Referendare befreit.

Nun gilt das Gehalt für Rechtsreferendare als Art Sozialleistung, als Unterhaltsbeihilfe. Diese Beihilfe soll für einen gesicherten Lebensunterhalt sorgen, damit man während des Referendariats keiner Erwerbstätigkeit nachgehen muss. Nebeneinkünfte wirken sich auf die Unterhaltsbeihilfe aus. Um wie viel die Beihilfe aufgrund von Nebeneinkünften gekürzt wird, ist je nach Bundesland unterschiedlich. Bekommt ein Rechtsreferendar etwa 1.000 Euro, würde sein Nettogehalt zirka 870 Euro bei Steuerklasse 1 betragen.

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